DFB-Pokal: Borussia Dortmund steht nach Elfer-Krimi gegen Eintracht Frankfurt im Achtelfinale - Kobel wird zum BVB-Held

Im Elfmeter-Krimi hat Niko Kovac bei seiner Rückkehr nach Frankfurt mit Borussia Dortmund die schwierige Bewährungsprobe im DFB-Pokal bestanden und das Achtelfinale erreicht. Der BVB-Coach setzte sich mit seinem Team im Topspiel der zweiten Runde bei seinem Ex-Klub mit 4:2 im Elfmeterschießen durch, nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1, 0:1) zwischen den beiden Mitfavoriten gestanden.

Borussia Dortmund steht im Achtelfinale des DFB-Pokals

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Als Gregor Kobel den Elfer von Fares Chaibi abgewehrt hatte, stürmten die Dortmunder Spieler auf ihren Torhüter zu und jubelten ausgelassen.
Dann ging es sofort zu den BVB-Fans in der tobenden Kurve. Bei der Rückkehr von Niko Kovac nach Frankfurt bestand die Borussia die schwierige Bewährungsprobe im DFB-Pokal im Elfmeterkrimi - und zog ins Achtelfinale ein.
"Wenn du im Elfmeterschießen gewinnst, ist ein bisschen Glück dabei. Wir sind die Glücklicheren und natürlich erleichtert", sagte Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl nach dem 4:2 im Elfmeterschießen bei "Sky": "Am Ende haben wir uns das auch verdient."
Die Frankfurter standen dagegen mit hängenden Köpfen tief enttäuscht am Mittelkreis. Bevor Chaibi an Kobel scheiterte, hatte schon Ritsu Doan den Ball über die Latte gejagt. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1, 0:1) gestanden.

Verhaltener Applaus für BVB-Trainer Kovac

Julian Brandt (48.) hatte den Treffer des ehemalige Dortmunders Ansgar Knauff (7.) in einem intensiven Pokalfight gekontert. Dortmunds Trainer Kovac, der 2017 mit Frankfurt das Pokalfinale gegen den BVB verloren hatte, zerstörte die Titelträume seines ehemaligen Arbeitgebers, der sich erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb verabschiedete.
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Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund

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Kovac hatte der Rückkehr in seine "fußballerische Heimat" entgegengefiebert. "Ich bin Mitglied auf Lebenszeit, deswegen freue ich mich, nach Frankfurt zu kommen", hatte er gesagt. 2018 gewann er mit der Eintracht den Pokal, nun wolle er gegen seine "alte Liebe gewinnen".
Zu Beginn verzichtete er auf Topstürmer Serhou Guirassy, das Frankfurter Publikum empfing Kovac mit verhaltenem Applaus.

Zwei Ex-BVB-Profis schocken Dortmund

Auf den Rängen sorgten die 59.300 Zuschauer für tolle Pokalatmosphäre, die Spieler auf dem Platz zogen mit. Die Eintracht warf sich wie von Toppmöller gefordert in viele Zweikämpfe und zeigte gleich Präsenz. Die Gäste suchten in eigenem Ballbesitz zu Beginn mit Tempo den Weg nach vorne.
Doch das gelang Frankfurt besser. Im Zusammenspiel der Ex-Dortmunder schickte Mario Götze per traumhaftem Pass Knauff in die Tiefe, der vor Gregor Kobel cool blieb und seinen Jugendverein schockte.
Der Treffer dämpfte die Dortmunder Bemühungen, offensiv ging danach wenig. Das Spiel blieb intensiv und geprägt von vielen Zweikämpfen. Die Eintracht trat aggressiv auf und verhinderte dadurch Dortmunder Torabschlüsse, wurde selbst aber selten gefährlich. Schüsse von Ritsu Doan (38.) und Arthur Theate (40.) parierte Kobel.
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Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund

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Der BVB fand mit seiner besten Kombination zurück ins Spiel. Jobe Bellingham bediente auf dem Flügel Julian Ryerson, dessen Flanke am zweiten Pfosten Brandt erreichte. Er traf unbedrängt und küsste seine Mannschaft wach. In der Entstehung hatte Maximilian Beier im Abseits gestanden, den Videoassistenten gibt es im Pokal allerdings erst ab dem Achtelfinale.
Wieder bremste Frankfurt aber die offensiven Bemühungen mit guter Zweikampfführung aus. Es entwickelte sich ein völlig offener Schlagabtausch. Knauff (69.) und Robin Koch (70.) vergaben Chancen zur Führung. Die Eintracht drückte, beim Lattentreffer von Doan (80.) war Dortmund im Glück, gegen den eingewechselten Can Uzun (81.) hielt Kobel wieder stark.
In der Verlängerung tat Frankfurt angepeitscht von den unermüdlichen Fans mehr nach vorne, der Treffer von Jonathan Burkardt zählte wegen abseits nicht (115.). Die Entscheidung vom Punkt musste her.
(SID)
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Quelle: Perform


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