Bei der Erteilung des Spielrechts sollen Vertrauenspersonen helfen. "Der Fußball steht für Vielfalt, und auch der DFB setzt sich dafür ein", sagte Thomas Hitzlsperger, DFB-Botschafter für Vielfalt: "Mit der Regelung des Spielrechts schaffen wir weitere wichtige Voraussetzungen, um auch Spieler*innen unterschiedlichster Geschlechteridentitäten das Spielen zu ermöglichen."
Die Regelung wurde für den Amateurfußball sowohl in die DFB-Spielordnung als auch in die DFB-Jugendordnung sowie die DFB-Futsal-Ordnung aufgenommen.
Bislang war das in den Personaldokumenten eingetragene Geschlecht "männlich" oder "weiblich" maßgeblich für die Erteilung des Spielrechts. Eine gesonderte Regelung für die seit 2018 möglichen Eintragungen "divers" oder "ohne Angabe" gab es nicht.
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Nun können trans Spieler und Spielerinnen selbstbestimmt jederzeit darüber entscheiden, ob sie in eine Mannschaft des anderen Geschlechts wechseln wollen.

Bundesverband Trans schwärmt von neuen Regularien

Der Bundesverband Trans lobte den DFB für seine neuen Regeln in höchsten Tönen. "Das ist eine Entscheidung, die in die richtige Richtung geht", sagte Sprecher Gabriel_Nox Koenig dem "SID": "An Leute mit dem Personenstand 'divers' oder 'ohne Angabe' zu denken, hat noch keiner gemacht. Sie denken weit genug, das ist eine informierte Sache."
"Selbstbestimmung von Spielerinnen und Spielern zu berücksichtigen, ist das, was wir uns wünschen", sagte Koenig weiter: "Es muss niemand wechseln. Aber es kann gewechselt werden, wenn jemand wechseln möchte." Gerade für Jugendliche sei die Regel "ein wichtiger Schritt zur Gleichberechtigung", führte er aus: "So eine Regelung sorgt dafür, dass trans, inter und nicht-binäre Jugendliche in ihren Sportvereinen die Basis haben, spielen zu dürfen, ohne diskriminiert zu werden. Das macht es erst möglich, dass sie überhaupt Sport machen und daran Spaß haben können."
Unter den bisherigen Regularien seien diese Jugendlichen "nahezu immer" bereits weit vor dem Profisport auf der Strecke geblieben.
Der Berliner Fußball-Verband hatte entsprechende Regeln bereits im Jahr 2019 eingeführt. Die Erfahrungen hätten gezeigt, dass die Wettbewerbsintegrität dadurch "nicht gefährdet" werde, heißt es vom DFB. Auch klar geregelt wurde, dass Personen am Spielbetrieb teilnehmen können, solange die sportliche Betätigung während der Einnahme von Medikamenten die Gesundheit der betroffenen Personen nicht beeinträchtigt. Die Regelung schließt somit eine Dopingrelevanz aus.
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(SID)

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