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DFB: Wird Argentinien-Spiel unter Joachim Löw zum Debütantenball?
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Publiziert 07/10/2019 um 18:49 GMT+2 Uhr
Die zahlreichen Ausfälle vor dem Länderspiel gegen Argentinien sind eine Chance für die Neuen. Bundestrainer Joachim Löw war gezwungen, für das Freundschaftspiel am Mittwoch mehrfach nachzunominieren. Mit Nadiem Amiri, Suat Serdar, Niklas Stark, Luca Waldschmidt und Robin Koch könnten nun gleich fünf Spieler gegen die Albiceleste ihr Debüt in der Nationalmannschaft geben.
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Nadiem Amiri informierte sich auf dem Weg zum Treffpunkt der Nationalmannschaft bei der gemeinsamen Anreise mit seinem Leverkusener Teamkollegen Jonathan Tah über die Abläufe, Suat Serdar trat die Reise ins Ungewisse alleine an. "Ich war sehr nervös und bin es immer noch", sagte der Schalker Mittelfeldspieler nach seiner Ankunft im Teamhotel in Dortmund.
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Die Nervosität dürfte sich noch einmal steigern. Der Länderspiel-Klassiker gegen Argentinien am Mittwoch (20.45 Uhr/ bei Eurosport im Liveticker) könnte nach den zahlreichen Absagen an Bundestrainer Joachim Löw zum Debütantenball werden. Neben Serdar und Amiri (beide 22) stehen auch Luca Waldschmidt (23), Niklas Stark (24) und Robin Koch (23) vor ihrem ersten Einsatz in der A-Nationalmannschaft.
Die Ausfälle seien "auch eine Chance für andere, junge Spieler", betonte Löw. Amiri und Serdar hätten in ihren Vereinen "auch international gezeigt", dass sie der DFB-Elf helfen könnten.
Der Weg zu Löw war für die beiden U21-Vize-Europameister durchaus ungewöhnlich: Amiri und Serdar mussten selbst beim Bundestrainer durchklingeln. "Ich hatte einen verpassten Anruf, weil ich noch beim Training war, beim Auslaufen", sagte Serdar: "Dann habe ich zurückgerufen, Jogi war dran und hat mir die glückliche Nachricht überbracht. Das war unbeschreiblich, das kann man gar nicht gleich realisieren."
Wer debütiert gegen Argentinien?
Amiri wurde zunächst von Löw-Assistent Marcus Sorg kontaktiert. "Er hat gesagt, ich soll mal den Bundestrainer anrufen, weil der meine Telefonnummer nicht hat", verriet der Mittelfeldspieler: "Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen." Nach der guten U21-EM hatte sich der Sohn afghanischer Eltern schon etwas ausgerechnet, "da der Bundestrainer ja auf junge deutsche Spieler baut". Als er dann tatsächlich eingeladen wurde, "waren ich und meine Familie sehr glücklich".
Serdar, der auch für die Türkei spielen könnte, informierte nach dem Gespräch mit Löw sofort seine Familie: "Sie haben sich sehr gefreut." Noch größer dürfte die Freude bei einem Einsatz gegen Argentinien werden.
Darauf spekulieren auch Stürmer Waldschmidt, Innenverteidiger Koch (beide Freiburg) und der Berliner Abwehrspieler Stark. "Es wäre schön, wenn ich meinen ersten Einsatz bekommen würde", sagte Waldschmidt, den Löw als "abschlussstarken Spieler", lobte, der "nur wenige Chancen benötigt". Vielleicht darf er das schon gegen Argentinien beweisen.
(SID)
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