Drei Dinge, die beim Supercup-Sieg des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart auffielen: Luis Díaz hadert - und liefert dann doch

Der FC Bayern München hat durch einen 2:1 (1:0)-Sieg gegen DFB-Pokalsieger VfB Stuttgart den Franz Beckenbauer Supercup gewonnen und damit den ersten Titel der Saison 2025/26 eingefahren. Während Luis Díaz ein durchwachsenes Pflichtspieldebüt feierte, lieferte sich VfB-Star Nick Woltemade nach der endgültigen Absage an die Bayern einen klasse Fight mit Dayot Upamecano. Drei Dinge, die auffielen.

Stolzer Kompany sieht Luft nach oben: "Könnten technisch besser sein"

Quelle: Perform

Erstes Pflichtspiel, erster Titel - der FC Bayern hat der kurzen Vorbereitung nach der FIFA Klub-WM getrotzt. "Es ist geil, so in eine Saison zu starten", sagte Neuzugang Jonathan Tah bei "Sky".
Dafür war in Stuttgart ein hartes Stück Arbeit nötig. Der VfB schoss öfter aufs Tor (17:14) und war in vielen Phasen des Spiels mindestens ebenbürtig. Doch die Treffer von Harry Kane (18.) und Luis Díaz (77.) genügten zum Sieg, der Anschluss von Jamie Leweling kam zu spät (90.+3).
"Es ist so schwer, in Stuttgart zu gewinnen. Aber wir haben es mit Mentalität und Charakter geschafft", sagte Trainer Vincent Kompany.
VfB-Kollege Sebastian Hoeneß haderte unterdessen mit der Chancenverwertung und "naiven Fehlern" bei der Entstehung der Gegentore.
Drei Dinge, die in Stuttgart auffielen:

1. Luis Díaz hadert - und liefert dann doch

Das Pflichtspieldebüt im Bayern-Trikot verlief zunächst nicht nach Wunsch für Luiz Díaz. In der Offensive hatte der Kolumbianer kaum erwähnenswerte Aktionen. Die meisten Angriffe wurden über rechts und den auffälligen Michael Olise aufgebaut, Díaz hing dagegen etwas in der Luft.
Zudem passte die Aufgabenverteilung mit Hintermann Josip Stanisic nicht immer. Der VfB machte da eine Schwachstelle der Bayern aus und brachte mehrere lange Bälle auf seine rechte Angriffsseite an den Mann.
In der zweiten Halbzeit war Díaz mehr ins Offensivspiel eingebunden und konnte prompt seine Klasse bei Tempoläufen und vor dem Tor unter Beweis stellen. Nach einem Konter gelang ihm per Kopf der erste Treffer für seinen neuen Klub.
"Luis war ein bisschen frustriert in den Testspielen", verriet Tah. "Ich habe ihm dann gesagt, dass er treffen wird, wenn es wichtig wird. Genau so ist es gekommen und da wird noch viel mehr kommen, weil er ein überragender Fußballer ist." Kompany lobte Díaz' Energie, "die total ansteckend ist für die Mannschaft".

2. Woltemade bleibt dem VfB mit Haut und Haaren

Er wollte zum FC Bayern, doch sein Arbeitgeber hatte etwas dagegen und legte das Wechselthema vor dem Supercup endgültig zu den Akten. Nick Woltemade wird also noch (mindestens) ein Jahr in Stuttgart bleiben und die VfB-Fans müssen sich keine Sorgen machen, dass ihr Angreifer nicht mit vollem Einsatz bei der Sache ist.
Woltemade lieferte sich einen genialen Dogfight mit Dayot Upamecano. Halten, zerren, schieben - alles war erlaubt, ein geniales Duell ohne klaren Sieger. Dem VfB-Hünen (1,98 Meter) gelang es auch in engster Umklammerung immer wieder, Bälle festzumachen und weiterzuleiten.
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Schenken sich gegenseitig nichts: Nick Woltemade im Duell mit Dayot Upamecano

Fotocredit: Getty Images

"Er hat viel geackert und hatte viel Spielwirkung. Nick hat insgesamt ein sehr gutes Spiel gemacht", resümierte Hoeneß, schränkte aber ein: "Er hat auch ein riesen Ding auf dem Fuß gehabt." In der 24. Minute scheiterte Woltemade freistehend aus kurzer Distanz an Manuel Neuer. "Wenn er da den Kopf hebt, schiebt er ihn in die kurze Ecke, da Manu aufs lange Eck spekuliert hat", sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann in der Halbzeitpause bei "Sky".
Nichtsdestotrotz ist Woltemade ein ständiger Unruhestifter in gegnerischen Strafräumen. Der VfB wird davon noch (mindestens) ein Jahr profitieren.
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Hoeneß ärgert sich: "Haben es ein bisschen verpasst"

Quelle: Perform

3. Neuer ist und bleibt Weltklasse

Bei der Woltemade-Chance hatte Bayens Nummer eins einen guten Riecher und ein bisschen Glück. Beim Gewaltschuss von Jamie Leweling (75.) zeigte Neuer, warum er auch mit 39 Jahren noch absolute Weltklasse ist.
Leicht, aber entscheidend von Upamecanos Rücken abgefälscht, kam das Geschoss auf Neuer zu, der seinen rechten Arm irgendwie noch rechtzeitig nach oben bekam und den Ball über die Latte lenkte.
Es sind grandiose Reflexe wie diese, durch die sich Neuer den Weltklassestatus verdient hat und ihn seit 15 Jahren hält. In Stuttgart verhinderte Neuer so den Ausgleich und wurde zum Man of the Match gewählt.
Den Sieg wollte Neuer nicht überbewerten. "Ein Titel ist ein Titel. Es war keine Müdigkeit zu spüren, trotz unserer kurzen Vorbereitung. Aber es ist viel zu früh darüber zu sprechen, ob wir ein Statement gesetzt haben. Am Ende müssen wir auch cleverer sein", forderte der Weltmeister von 2014.
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Slot zu Jota-Tribut: "Etwas Besonderes"

Quelle: Perform



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