England ist für die Europameisterschaft 2016 qualifiziert, Österreich und Spanien stehen kurz davor

Als das Ticket zur EM im Eiltempo gebucht war, blickte Roy Hodgson schon ganz aufgeregt nach vorne: "In den kommenden Partien kann ich experimentieren. Das ist ein großer Vorteil", sagte Englands Teammanager. Durch das 6:0 in San Marino qualifizierten sich die Three Lions als erste Mannschaft für die EURO 2016 - Österreich und Spanien stehen indes kurz vor der Qualifikation.

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So perfekt und problemlos wie die Engländer absolvierte aber kein Team seine Qualifikation. Sieben Spiele, sieben Siege, 24:3 Tore - in der zugegeben nicht ganz schwierigen Gruppe E erlaubte sich der Weltmeister von 1966 keinen Fauxpas und hatte zudem einen Rooney in Top-Form in seinen Reihen. Der Stürmer von Manchester United traf beim Fußball-Zwerg aus San Marino per Foulelfmeter zum 1:0 und schloss mit seinem 49. Länderspieltor zum großen Sir Bobby Charlton auf. "Das ist eine große Ehre", sagte der 29-Jährige.
Gleichzeitig ermöglichte er seinem Boss eben, noch während des Spiels zu testen. Rooney etwa wurde in der 58. Minute ausgewechselt, zudem wird Hodgson für eine erfolgreiche EURO weiterhin tüfteln - und aus Fehlern lernen. "Vor der WM konnten wir das nicht", erinnerte der 68-Jährige mahnend an den vergangenen Sommer, als England in Brasilien ohne Sieg in der Gruppenphase scheiterte.

Österreich fehlt ein Punkt

Mit den Tests sollten sie in Österreich auch nach dem 1:0 (0:0) gegen Moldau warten, denn perfekt ist die Teilnahme in Frankreich noch immer nicht. Mit dem "Punkt zur Glückseligkeit", wie DiePresse.com titelte, könnte am Dienstag in Schweden der finale Schritt in Gruppe G aber gemacht werden. "Wir sind der Zielgeraden noch ein wenig nähergerückt. Es sollte doch möglich sein, in den verbleibenden drei Spielen diesen Punkt zu holen", sagte Nationaltrainer Marcel Koller.
Dann wäre die erste erfolgreiche Qualifikation für ein Großereignis seit 17 Jahren in trockenen Tüchern - Grund für Koller also, auch der zähen Angelegenheit gegen Moldau etwas Positives abzugewinnen. "Es läuft nicht jeden Tag Schokoladen-Fußball. Man muss nicht das Haar in der Suppe suchen, freut Euch doch mal", forderte der Schweizer die österreichischen Journalisten bei der Pressekonferenz auf.

Spanien wieder Tabellenführer

Denn es kann auch deutlich enger zugehen, man muss nur mal bei den Spaniern nachfragen. Die sind nach dem 2:0 (2:0) gegen die Slowakei aber Tabellenführer der Gruppe C und dank des leichten Restprogramms bei der EURO praktisch dabei. "Unser Plan ist voll aufgegangen. Am Ende haben wir einfach mehr Fußball gespielt", lobte Trainer Vicente del Bosque.
In Englands Gruppe ist dank der großzügigen Qualifikationskriterien auch der Schweiz das Ticket praktisch nicht mehr zu entreißen. Nach dem 3:2 (0:1) in Basel - der Gladbacher Josip Drmic (80./90.+4) traf doppelt - liegt die Nati mit 15 Zählern komfortabel auf dem zweiten Rang, der ebenfalls die direkte Qualifikation bedeutet. "Nach dem Rückstand haben wir den Kopf hoch genommen und die Brust geschwellt", sagte Wolfsburgs Timm Klose.

Polen muss zulegen

Aufrappeln müssen sich in Gruppe D auch die Polen nach dem 1:3 (1:2) in Deutschland, wenn sie denn den zweiten Platz sichern wollen. Starstürmer Robert Lewandowski hat dafür aber schon den perfekten polnisch-deutschen Erfolgsplan für Montag ausgeheckt hat. "Wenn wir gegen Gibraltar gewinnen und Deutschland in Schottland siegt, fahren wir bestimmt beide zur EM", sagte der Kapitän der "Weißen Adler".
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