MATTHIAS GINTER (25)

Wenn von den übrig gebliebenen Rio-Weltmeistern die Rede ist, fallen immer die Namen Manuel Neuer und Toni Kroos. Matthias Ginter wird manchmal unterschlagen. Auch nach dem großen Triumph spielte der Mönchengladbacher nur eine Nebenrolle. Stets fleißig, aber auch unspektakulär.

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Ginter dürfte durch die Tabellenführung mit Gladbach an Selbstvertrauen gewonnen haben, zumindest fühlt er sich auch im DFB-Team für höhere Aufgaben bereit: "Ich bin mittlerweile mit am längsten dabei und will auch in der Nationalmannschaft den nächsten Schritt gehen."

Chef-Chancen: 60 Prozent.

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ANTONIO RÜDIGER (26)

Als etatmäßiger Partner von Süle in der DFB-Innenverteidigung wäre Rüdiger eigentlich der Favorit auf die Rolle des neuen Abwehr-Bosses. Doch der Profi des FC Chelsea wird vom Verletzungspech verfolgt. Nach seiner Knie-Operation gab es in der vergangenen Woche den nächsten Rückschlag: Wegen einer Leistenverletzung musste er erneut unters Messer. Zwangspause: Mindestens ein Monat.

Bis zur EURO 2020 könnten ihm im Klub andere Innenverteidiger den Rang abgelaufen haben, und ohne Spielpraxis hilft ihm auch Löws Fürsprache nichts. Löw sei "einer, der schon immer an mich geglaubt und nie an mir gezweifelt hat", verriet Rüdiger: "Natürlich möchte ich das zurückgeben."

Chef-Chancen: 50 Prozent.

JONATHAN TAH (23)

Ausgerechnet jetzt, wo es ein Vakuum auf der Innenverteidiger-Position gibt, leistet sich der Leverkusener ein Leistungstief. Doch das hat Gründe. Die Sommerpause war für Tah nämlich keine, er war wegen der Nominierung für die A-Nationalmannschaft und die anschließende U21-EM im Dauerstress. In den ersten Saisonspielen fehlte ihm die körperliche Frische, die Fehler häuften sich.

Klubtrainer Peter Bosz nahm ihn sogar zweimal aus der Startelf, und Tah stand vor der Frage: "Entweder bin ich jetzt beleidigt und sitze noch weitere Spiele auf der Bank, oder ich nehme das an." Tah nahm es an und zeigt inzwischen eine ansteigende Formkurve.

Chef-Chancen: 20 Prozent.

NIKLAS STARK (24)

Fehlenden Kampfgeist kann man dem Hertha-Profi nicht nachsagen. Trotz eines Nasenbeinbruchs und einer frischen Operation reiste der 24-Jährige zur Nationalmannschaft, wo er bislang nur als Pechvogel auffiel. Seit seiner ersten Nominierung wartet Stark immer noch auf einen Einsatz - unter anderem wegen einer nächtlichen Verletzung an einer Tischkante. Gegen Weißrussland oder Nordirland darf Stark, den U21-Trainer Stefan Kuntz einen "natürlichen Anführer" nennt, wohl endlich sein Debüt feiern. Überzeugt er mit Mumm und Maske, steigt auch sein Ansehen im Team.

Chef-Chancen: 15 Prozent.

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LUKAS KLOSTERMANN (23)

Der Außenverteidiger hat zuletzt bei RB Leipzig im Abwehrzentrum ausgeholfen. Sein Klubtrainer Julian Nagelsmann schwärmt in höchsten Tönen vom 23-Jährigen: "Ich liebe solche Spieler einfach, die sind sehr unkompliziert und bringen sehr guten Leistungen." Einen Führungsanspruch kann und will der eher unscheinbare Klostermann aber nicht stellen.

Chef-Chancen: 10 Prozent.

THILO KEHRER (23)

Der Profi von Paris St. Germain verpasst den Jahresabschluss der Nationalmannschaft, seine Fußverletzung ist noch nicht gänzlich ausgeheilt. Der vielseitige Ex-Schalker kann zwar auch in der Innenverteidigung aushelfen, doch Löw bevorzugt ihn auf dem rechten Flügel. Das tägliche Training in Paris mit Weltklassespielern haben Kehrer selbstbewusster gemacht, doch noch fehlen ihm die Erfahrung und die feste Position für die Leader-Rolle.

Chef-Chancen: 10 Prozent.

ROBIN KOCH (23)

Für den Sohn von Ex-Profi Harry Koch ist allein schon die Nominierung für das DFB-Team "ein Traum". Der Freiburger profitiert vom Verletzungspech und dem Höhenflug mit dem SC, den Bundestrainer Löw oft live im Stadion verfolgt. Kochs Leistung beim Debüt gegen Argentinien nannte Löw "sehr stabil und selbstbewusst". Trotzdem ist der torgefährliche Innenverteidiger ein Wackel-Kandidat für die EURO.

Chef-Chancen: 5 Prozent.

(SID)

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