EM-Qualifikation 2024: Österreich setzt sich gegen Estland durch - Ungarn und Slowakei lösen Ticket

Österreich hat in der Qualifikation zur EM 2024 in Deutschland seine Chancen auf den Sieg in der Gruppe F gewahrt. Durch ein 2:0 (2:0) in seinem letzten Gruppenspiel in Estland setzte sich das schon als EM-Starter feststehende Team an die Tabellenspitze. Ungarn und die Slowakei lösten indes am Sonntagabend das Ticket für die Endrunde und können sich auf das Turnier im Sommer 2024 freuen.

Zsolt Kalmar und Ungarn jubeln über das EM-Ticket

Fotocredit: Getty Images

Von den insgesamt acht Bundesliga-Legionären in Österreichs Anfangsformation trugen sich beim sieglosen Schlusslicht in Tallinn bereits vor der Pause Konrad Laimer (26.) vom deutschen Meister Bayern München sowie Philipp Lienhardt (40.) vom SC Freiburg mit seinem ersten Länderspieltreffer in die Torschützenliste ein.
Bei ihrer Generalprobe für das prestigeträchtige Nachbarschaftsduell in Wien mit der Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann schalteten die Österreicher, bei denen auch Münchens Ex-Star David Alaba (Real Madrid) zur Startelf gehörte, im zweiten Durchgang einen Gang zurück.
In Gefahr geriet das Team aus der Alpenrepublik allerdings zu keinem Zeitpunkt.
Das ÖFB-Team steht nun an der Tabellenspitze der Gruppe F. Belgien muss damit für den Gruppensieg am Sonntag gegen Aserbaidschan gewinnen.

Ungarn und Slowakei qualifizieren sich für EM

Ungarn jubelte nach einem Nervenkrimi über ein Happy End, die Slowakei löste ihre Aufgabe souverän - beide Teams haben sich für die Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland qualifiziert. Die Ungarn benötigten ein spätes Eigentor für ein 2:2 (1:1) in Bulgarien, das den entscheidenden Punkt zum EM-Ticket brachte. Bei den Slowaken überragte beim 4:2 (2:1) gegen Island Doppelpacker Lukas Haraslin - insgesamt haben sich nun elf Teams qualifiziert.
Die Blicke der Serben richteten sich an diesem Abend gebannt nach Podgorica. Denn bei einer Niederlage Montenegros gegen Litauen hätte Serbien sich qualifiziert, ohne selbst zu spielen. Doch der Konkurrent gab sich keine Blöße und vertagte durch ein 2:0 (1:0) die Entscheidung in Gruppe G.
Sicher durch in dieser Gruppe sind die Ungarn, die nach dem Eigentor von Alex Petkow (90.+7) ausgelassen jubelten. Martin Adam (10.) hatte die Gäste zunächst in Führung gebracht, doch dann entglitt ihnen die Partie. Nach Gegentoren durch Spas Delew (24.) und Kiril Despodow (79., Foulelfmeter) sowie Gelb-Roten Karten gegen Bulgariens Walentin Antow (37.) und Ungarns Milos Kerkez (57.) drohte bis zum letzten Moment die erste Quali-Niederlage.

Krawalle überschatten Ungarn-Spiel

Überschattet wurde das bereits im Vorfeld als "Hochrisikospiel" eingestufte Duell von schweren Krawallen zwischen bulgarischen Fans und der Polizei, bei denen 15 Personen Verletzungen erlitten. Das Spiel fand in Sofia unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, vor dem Stadion kam es zu zu Auseinandersetzungen zwischen rund 2000 Fans und der Polizei.
Die Slowaken konnten sich auf Haraslin verlassen, der doppelt traf (47., 55.) und das erste Tor durch Juraj Kucka (30.) auflegte.
Der frühere Bundesligaprofi Ondrej Duda (36., Foulelfmeter) war ebenfalls erfolgreich. Den Isländern genügten Tore durch Orri Oskarsson (17.) und Andri Gudjohnsen (74.) nicht.
(SID)
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Quelle: Perform

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