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EM 2016 - Furioses Startelfdebüt für Neu-Dortmunder Emre Mor: "Unsere Blume"
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Publiziert 22/06/2016 um 17:19 GMT+2 Uhr
Der neue Volksheld muss erst noch Türkisch lernen. "Ich verstehe ein bisschen, aber ich kann es noch nicht sprechen", sagte Emre Mor auf Englisch. Auch wenn es mit der Sprache noch hapert - seit dem 2:0 (1:0) im EM-Vorrundenfinale gegen Tschechien ist jedem klar: Der künftige Dortmunder ist die türkische Fußball-Zukunft.
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Die Lobeshymnen für den "türkischen Messi" (Fanatik) mussten noch die Mitspieler dem Supertalent übersetzen. "Er ist unsere Blume. Wir werden ihn hegen und pflegen", verkündete Torschütze Burak Yilmaz, der die maßgenaue Flanke des 18-Jährigen zum wegweisenden 1:0 verwertet hatte:
Und Trainer Fatih Terim meinte gar:
So großen, dass der "Imperator" sich offenbar ärgerte, ihn nicht schon früher in die Startelf gestellt zu haben. "Ich habe in den ersten zwei Spielen einige Fehler gemacht", gab Terim zu: "Ihn aufzustellen, war eine wichtige Entscheidung."
Nuri Sahin ist beeindruckt
Mor, den sich der BVB für 9,5 Millionen Euro vom dänischen Erstligisten FC Nordsjaelland schnappte, war mit seinen Dribblings und Flügelläufen der auffälligste Spieler auf dem Platz. "Der Trainer hat gesagt, ich soll alles wie immer machen", berichtete der Teenager: "Dribbeln, und wenn ich den Ball verliere, soll ich es wieder versuchen." Mit seiner unbekümmerten Art begeisterte er auch seinen künftigen Dortmunder Klubkollegen Nuri Sahin:
Dank des Wirbelwinds auf der rechten Seite haben die Türken, die beim 0:1 gegen Kroatien und beim 0:3 gegen Spanien so bitter enttäuscht hatten, plötzlich doch noch eine Chance auf das EM-Achtelfinale. Im Nobelhotel "Dolce Frégate" in Saint-Cyr-sur-Mer an der Côte d’Azur müssen sie am Mittwochabend vor dem Fernseher zittern, ob es als einer der vier besten Gruppendritten für die K.o.-Runde reicht.
In der Jugend für Dänemark
Dass Mor zum Helden der 20.000 türkischen Fans im Stade Bollaert-Delelis und der Millionen daheim wurde, war vor einigen Monaten noch nicht abzusehen. In Kopenhagen als Sohn eines türkischen Vaters und einer mazedonischen Mutter geboren, kickte der 1,68 m kleine Dribbelkünstler von der U17 bis zur U19 für Dänemark. Obwohl er kein Wort Türkisch spricht, entschied er sich für die "Halbmond-Sterne".
Nach nur einem Spiel für die türkische U21 holte ihn Terim ins A-Team. Dort gab er zwei Wochen vor der EM ein derart überzeugendes Debüt, dass der "Imperator" ihn mit nach Frankreich nahm. Trotz der Sprachprobleme fühlt er sich wohl:
Die Gerüchte, dass er von seinen Teamkollegen geschnitten werde, seien "Bullenscheiße".
Auch wenn der kleine Dribbelkünstler in den türkischen Zeitungen als "Messi" gefeiert wurde - sein Vorbild ist ausgerechnet der Erzrivale des Argentiniers: "Ronaldo war immer mein Lieblingsspieler", sagte Mor: "Er ist der König." Seit Dienstag ist er der kleine König der Türkei.
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