EM 2020 - "It's diving home": Elfmeter im Halbfinale England gegen Dänemark spaltet die Fußball-Welt

England hat auch dank eines umstrittenen Elfmeters in der Verlängerung gegen Dänemark (2:1) das Finale der EURO 2020 erreicht. Raheem Sterling war in der 102. Minute im Zweikampf mit Mathias Jensen und Joakim Maehle nach leichtem Kontakt im Strafraum zu Boden gegangen. Auch nach Überprüfung des VAR nahm Schiedsrichter Danny Makkelie seine Entscheidung nicht zurück. Die Szene sorgte für Aufregung.

Englands Raheem Sterling geht im Spiel gegen Dänemark zu Boden und bekommt einen Elfmeter

Fotocredit: Getty Images

Ex-Bundesligaschiedsrichter und "ZDF"-Experte Manuel Gräfe sagte im Livekommentar sofort: "Harte Entscheidung. Glück für England".
Torjäger Harry Kane scheiterte anschließend mit seinem Schuss vom Elfmeterpunkt an Dänemarks Schlussmann Kasper Schmeichel, konnte aber per Nachschuss die 2:1-Führung markieren. Dabei blieb es bis zum Abpfiff.
"Es tut so weh, wenn ein so wichtiges Spiel mit so einer Szene entschieden wird. Es tut unfassbar weh für die Dänen, die ein unfassbares Turnier gespielt haben", meinte "ZDF"-Experte und Rio-Weltmeister Per Mertesacker nach dem Spiel.
Sterling selbst sah die Szene naturgemäß anders. "Wenn er mich auf diese Weise im Strafraum berührt, ist das natürlich ein Elfmeter", machte der Flügelstürmer von Manchester City deutlich.
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Harry Kane (vorne) traf im EM-Halbfinale gegen Dänemark zur Führung für England in der Verlängerung

Fotocredit: Getty Images

EM: Gräfe erkennt kein Foul

Gräfe analysierte die Aktion anschließend im Studio die Szene im Detail: "Man sieht den Kontakt, Knie gegen Wade. Aber man sieht, dass Sterling schon mit der Intension in den Zweikampf geht und den Körper nach vorne legt, den will er ziehen, den will er cheaten, wie man so schön sagt."
Der 47-Jährige erklärte die Aktion aus der Sicht eines Referees: "Schiedsrichter sehen den gesamten Bewegungsablauf und lassen sich auch oft leiten von Fallmustern. Und aufgrund des Fallmusters sieht man schon, dass das nicht ausreichend ist. Es ist Kontakt da und das ist die Linie bei dieser EM von der UEFA, bei Kontakt kann das nicht overruled werden. Man kann ihn auch theoretisch geben, es nicht komplett falsch. Ich finde es persönlich, aber nicht richtig und hätte weiterspielen lassen."
Auch bei "Markus Lanz" diskutierten die Fußballexperten noch lange über den Strafstoß. "Er fällt völlig unnatürlich. Für mich ist das kein Elfmeter", sagte der ehemalige Bundesligatrainer Ewald Lienen. Ex-Fußballkommentator Marcel Reif gab allerdings zu bedenken: "Ich glaube da ist eine Berührung und der Sterling macht aus dieser, was Mann halt so tut. Und das ist damit keine klare Fehlentscheidung."
Auch die Fußballfans im Netz waren zu der Elfmeterszene gespaltener Meinung. Insbesondere, da vor der Aktion noch ein zweiter Ball auf dem Rasen direkt am Ort des Geschehens lag, Schiedsrichter Makkelie aber weiterlaufen ließ. Noch in der Nacht trendete der Hashtag
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