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EURO 2020: Spanien verpasst Auftaktsieg gegen Schweden - Olsen lässt La Furia Roja verzweifeln
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Publiziert 14/06/2021 um 22:58 GMT+2 Uhr
Spanien hat zum Auftakt in die EM-Endrunde einen Sieg verpasst. Das Team von Trainer Luis Enrique kam am 1. Spieltag der Gruppe E in Sevilla gegen Schweden trotz spielerischer Überlegenheit nicht über ein torloses Remis hinaus. Zum Mann des Spiels avancierte dabei Schwedens Keeper Robin Olsen, der in der Schlussphase gleich mehrere aussichtsreiche Chancen der Spanier vereitelte.
Álvaro Morata - Spanien
Fotocredit: Getty Images
Die Spanier gingen als klarer Gruppenfavorit in die Partie gegen Schweden, mussten - wie im gesamten Turnier - auf Rekordspieler Sergio Ramos verzichten. Damit war kein einziger Akteur von Real Madrid für die Spanier auf dem Feld. Gegen Schweden setzte Nationaltrainer Luis Enrique auf ein offensives 4-3-3-System mit sehr hohen Außenverteidigern in eigenem Ballbesitz.
Schweden sah sich als klarer Underdog und agierte ohne Superstar Zlatan Ibrahimovic, der verletzt fehlte, in einem kompakten 4-4-2-System. Schweden-Trainer Janne Andersson gab seiner Elf einen klaren Plan mit auf den Weg: Hinten die Null halten und einen Punkt einfahren.
Spanien übernahm direkt die Initiative, bespielte die Schweden mit schnellen Seitenwechseln und scharfen Hereingaben - zumeist aus den Halbräumen. Schweden versuchte ballnah zu verschieben, hatte jedoch große Probleme gegen ballsichere und passstarke Spanier, die mit teils weit über 80 Prozent Ballbesitz dominierten.
Die erste gute Gelegenheit hatte der Leipziger Dani Olmo auf dem Kopf. Koke flankte den Ball aus dem rechten Halbfeld in die Mitte, Olmo kam aus sechs Metern zum Kopfball - Robin Olsen war schnell unten und parierte stark im rechten Eck (16.). In der 38. Minute vergab Álvaro Morata die größte spanische Chance im ersten Durchgang. Nach einem Fehler von Marcus Danielson, war Morata frei vor dem Tor und schoss aus elf Metern rechts am Kasten vorbei.
Schweden hatte großes Glück und nur drei Minuten später die Chance zum eigenen Führungstreffer - mit der einzigen gefährlichen Offensivaktion im ersten Durchgang. Alexander Isak wurde lang geschickt, zog in den Strafraum ein, ließ Aymeric Laporte stehen und kam aus sechs Metern halbrechter Position zum Abschluss. Marcos Llorente schmiss sich in den Schuss und blockte an den Pfosten, von wo die Kugel in den Armen von Unai Simón landete (41.).
Im zweiten Durchgang agierten die Schweden mit mehr Selbstvertrauen, liefen höher an und trauten sich teils selbst offensive Akzente zu setzen. Spanien hingegen ging die Einfachheit etwas verloren - es fehlte am Ideenreichtum im Spiel nach vorne. Enrique wechselte zweimal doppelt, brachte unter anderem den Ex-Münchner Thiago, um wieder vermehrt spielerische Akzente zu setzen.
Der Plan ging allerdings nicht auf. Schweden hielt engagiert dagegen, Spanien kam nur noch in den Schlussminuten gefährlich ins letzte Spielfelddrittel, nutzte jedoch die Chancen erneut nicht. So erkämpfte sich Schweden einen wichtigen Punkt gegen den klaren Favoriten.
Die Stimmen:
Koke (Spanien): "Wir sind natürlich sauer, dass wir das Tor nicht machen konnten. Die Mannschaft hat getan, was sie konnte, hat wirklich gekämpft und wir hatten ganz, ganz wenig Raum. Das einzige, das gefehlt hat, war das Tor."
Emil Forsberg (Schweden): "Wir wussten schon vor dem Spiel, dass wir den Ball weniger haben und viel laufen werden müssen, aber ich bin sehr stolz auf die Leistung. Es war nicht einfach gegen Spanien mit so einer Mannschaft, die geilen Fußball spielt. Ich freue mich einfach über diesen Punkt."
Der Tweet zum Spiel:
Spanien verzeichnete im ersten Durchgang 419 erfolgreiche Pässe. So viele Pässe wie noch kein anderes Team bei einer EM seit Einführung der Datenmessung im Jahr 1980.
Das fiel auf: Passmaschine ohne Killerinstinkt
Phasenweise über 80 Prozent Ballbesitz, hunderte Pässe ohne Ballverlust, schnell, variabel, scharf und vertikal – so war das Spiel der Spanier gegen Schweden zu beschreiben. Die Elf von Enrique überzeugte spielerisch und zeigte schmackhaften dominanten Offensivfußball. Nicht nur, sondern auch im letzten Spielfelddrittel. Spanien kam zu gefährlichen Chancen, doch es fehlte der Killerinstinkt vor dem Tor.
Schaffen es die Spanier, diesen Killerinstinkt im Laufe des Turniers noch zu entwickeln, sind sie einer der großen Favoriten auf den EM-Titel. Denn spielerisch sind die Spanier nur sehr schwer zu schlagen, kommt zu ihrer Spiel- noch erhebliche Zweikampfstärke auf zentralen Positionen hinzu.
Die Statistik: 18
Mit 18 Jahren und 201 Tagen ist Pedri vom FC Barcelona der jüngste Spanier, der bisher bei einer Europameisterschaft zum Einsatz gekommen ist.
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Quelle: Eurosport
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