Das letzte seiner bisher 100 Länderspiele hatte Müller im November 2018 bestritten. Im März 2019 waren der 31-Jährige sowie Hummels und Jérôme Boateng von Löw ausgemustert worden.
Die letzte Empfehlung von Wahlhelfer Edin Terzic nahm Bundestrainer Joachim Löw im heimischen Freiburg gelassen zur Kenntnis. "Dass Mats Hummels und Marco Reus in den letzten Wochen gut vorneweg gegangen sind, war glaube ich für jeden erkennbar", sagte der Trainer von Borussia Dortmund nach der erfolgreichen Champions-League-Qualifikation in Mainz.
Der Rest liege zwar nicht in seiner Hand, ergänzte Terzic: "Aber ich bin mir recht sicher, dass Jogi da die beste Entscheidung treffen wird für seinen EM-Kader."
Bundesliga
Bayern-Trio wieder im Training: "Es wird alles gut"
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Auf Löws spannendes Nominierungs-Puzzle mit Thomas Müller im Mittelpunkt dürfte dieser Appell keinen Einfluss mehr haben. Der Bundestrainer hat die Entscheidung über seinen Kader für die Europameisterschaft (11. Juni bis 11. Juli) getroffen. Seine Spieler informiert Löw in diesen Tagen per Telefon persönlich, am Mittwoch (12:30 Uhr) lüftet der 61-Jährige das Geheimnis auch für die Öffentlichkeit.

Reus vor Rückkehr im DFB-Team?

"Alles was möglich war, haben wir noch mal überprüft und analysiert", sagte Löw nach einer dreitägigen Klausurtagung mit seinem Stab und DFB-Direktor Oliver Bierhof in Berlin. Die wichtigste Entscheidung: Der im März 2019 ausgebootete Müller kehrt wohl zurück, auch sein Weltmeisterkollege Hummels hat gute Chancen.
Reus zeigte zwar nicht nur im Pokalfinale gegen RB Leipzig (4:1) eine starke Leistung, seine Nominierung wäre allerdings eine kleine Überraschung. "Ich bin ganz entspannt. Die letzten Wochen und das Jahr an sich haben ehrlich gesagt unglaublich viel Kraft gekostet", sagte Reus nach dem Mainz-Spiel bei Sky.
Das bisher letzte seiner 44 Länderspiele hat der von vielen Verletzungen geplagte 31-Jährige im Oktober 2019 bestritten. "Auf dem Zettel drauf ist er", verriet Löw zuletzt. Da standen aber auch viele andere Profis. Löw musste eine Liste von rund 40 Namen ausdünnen, die er mit seinen Assistenten Marcus Sorg und Andreas Köpke angefertigt hatte.

Löw: Kein Casting im EM-Trainingslager

Während über die Kandidaten für Löws letztes Turnier noch fleißig spekuliert wird, steht eines bereits fest: Anders als unter seiner Leitung bisher üblich, wird der scheidende Bundestrainer auf ein Casting im Trainingslager in Seefeld/Tirol verzichten.
Er will am 28. Mai maximal mit den von der UEFA erlaubten 26 Profis in die Vorbereitung starten - und es scheint gut möglich, dass er dieses Kontingent gar nicht voll ausschöpft. Der endgültige Kader muss am 1. Juni der UEFA gemeldet werden, einen Tag vor dem ersten Test in Innsbruck gegen Dänemark.
Mit großen Überraschungen wird am Mittwoch nicht gerechnet. Das Gros der EM-Fahrer um Kapitän Manuel Neuer steht schon länger fest. Dessen Münchner Klubkollege Leon Goretzka soll trotz Verletzung dabei sein. Auch Bayern-Youngster Jamal Musiala werden Chancen eingeräumt.
Die Frage nach dem dritten Torwart muss Löw aus einem unerfreulichen Grund nicht mehr beantworten. Marc-Andre ter Stegen (Knie-Operation) fällt für das Turnier aus. Neben Kapitän Manuel Neuer haben damit Kevin Trapp und Bernd Leno ihren Platz sicher. "Ich bin traurig. Erstmals seit vielen Jahren werde ich mein Land als Fan von daheim unterstützen", schrieb ter Stegen bei Instagram.
Ob Julian Draxler zurückkehrt ist noch offen: Auf den Rio-Weltmeister hatte Löw bei den drei WM-Qualifikationsspielen im März ebenso verzichtet wie auf Julian Brandt. Der BVB-Offensivspieler dürfte keine Chance haben - das weiß auch Terzic und verzichtete auf eine Empfehlung.
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(SID)

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