Deutschland in der Einzelkritik: Wirtz taucht gegen Polen völlig ab - Debütant Thiaw lässt hoffen

Die deutsche Nationalmannschaft hat auf dem Weg zur Heim-Europameisterschaft 2024 einen weiteren Dämpfer hinnehmen müssen. Im Testspiel in Warschau unterlag das Team von Hansi Flick Polen 0:1 (0:1). Einzig Malick Thiaw und Jamal Musiala waren Lichtblicke, insgesamt sah der Bundestrainer vor allem in Hälfte eins jedoch wieder deutlich mehr Schatten als Licht. Die DFB-Elf in der Einzelkritik.

Florian Wirtz

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Hansi Flick reichte Fernando Santos die Hand und umarmte seinen Kollegen, dann schlich er mit gesenktem Haupt in die Kabine.
EM-Alarm statt Aufbruchstimmung, das unglückliche 0:1 (0:1) in Polen war auch für den Bundestrainer ein weiterer Schock.
Allen Treueschwüren zum Trotz steht Flick immer stärker unter Druck, die Zweifel wachsen.
In der zweiten Halbzeit zeigte sich die DFB-Elf zwar deutlich verbessert und drückte auf den Ausgleich. Insgesamt sah Flick jedoch erneut mehr Schatten als Licht.

Die DFB-Elf gegen Polen in der Einzelkritik

Marc-Andre ter Stegen: Wirkte nicht immer sicher. Besonders bei Flanken mit ungewohnten Problemen.
Thilo Kehrer: Verlor beim 0:1 das Kopfballduell gegen Kiwior. Hatte auch sonst einige Probleme. Die Abstimmung mit Hofmann passte in der ersten Halbzeit nicht immer.
Malick Thiaw: Spielte bei seinem Länderspiel-Debüt zentral in der Dreierkette. Klärte in der Anfangsphase gegen Blaszczykowski in höchster Not. Schlug sich auch gegen Lewandowski ordentlich. Hätte fast den Ausgleich erzielt (78.).
Antonio Rüdiger: Wechselte von rechts nach links in der Dreierkette. Stand defensiv meist stabil. Bei seinen Offensivaktionen ohne Wirkung.
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Antonio Rüdiger (l.)

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Jonas Hofmann: Hatte auf seiner Seite große Probleme. Leistete sich einige Ballverluste. Seine Flanken fanden nur selten ihr Ziel. Nach 45 Minuten ausgewechselt.
Emre Can: Rückte als Stabilisator ins defensive Mittelfeld. Erfüllte seine Aufgabe als Abräumer - mehr aber auch nicht.
Joshua Kimmich: Dem Kapitän gelang zunächst nicht viel. Der Münchner war zwar wie gewohnt engagiert, der Ertrag stand aber in keinem Verhältnis zum Aufwand. In Hälfte zwei verbessert. Hatte mit einem Lattenschuss Pech (48.).
Benjamin Henrichs: Beackerte die linke Seite. Auch der Leipziger überzeugte nicht. Verlangsamte zu oft das Spiel nach vorne. Wechselte nach der Pause nach rechts.
Florian Wirtz: Dem Top-Talent gelang nichts. Der Leverkusener verlor ungewohnt viele Bälle. Von ihm ging keine Gefahr aus.
Jamal Musiala: Der Münchner Meistermacher wollte. Mit seinen Dribblings sorgte er wenigstens ab und an für gefährliche Aktionen. Wurde aber auch oft gefoult.
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Jamal Musiala

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Kai Havertz: Lief als einzige Spitze auf. Bewegte sich viel, sorgte mit seinen Abschlüssen für Gefahr (29., 66.).
Robin Gosens: Der Champions-League-Finalist mit Inter Mailand kam zur zweiten Halbzeit und sorgte sofort für Gefahr (48.). Gab eine Bewerbung für weitere Auftritte ab.
Niclas Füllkrug: Der Torjäger kam in der 68. Minute rein und rückte neben Havertz in den Sturm.
Leroy Sané: Kam zusammen mit Füllkrug und rückte auf die rechte Seite.
Julian Brandt: Durfte in der Schlussphase für Wirtz ran.
Leon Goretzka: Ersetzte am Ende Kimmich.
Marius Wolf: Absolvierte in den letzten Minuten sein viertes Länderspiel. Hätte fast per Kopf ausgeglichen.
(SID)
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Quelle: Perform

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