EM 2024: Deutschland trifft im zweiten Gruppenspiel auf Angstgegner Ungarn - Erinnerung an Leon Goretzkas "Herz"-Jubel

Ungarn hat sich unter Trainer Marco Rossi zu einer Art Angstgegner für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft entwickelt. In den letzten drei Pflichtspielen gab es keinen Sieg. Bei der Heim-Europameisterschaft kommt es im zweiten Gruppenspiel zum Duell mit der Mannschaft um Kapitän Dominik Szoboszlai. Diesmal will das DFB-Team unbedingt einen Sieg - anders als beim letzten großen Turnier.

Neuer lässt Zukunft im DFB-Team offen - und spricht über neue Rolle

Quelle: Perform

Angstgegner Ungarn? Schaut man sich die letzten drei Begegnungen der deutschen Nationalmannschaft mit der Mannschaft von Trainer Rossi an, könnte man tatsächlich so denken.
Keine der letzten drei Begegnungen mit der Nummer 26 der Weltrangliste wurde gewonnen. In Stuttgart kommt es am Mittwoch (18:00 Uhr im Liveticker) zum erneuten Duell. Erneut wollen die Ungarn für Deutschland zum Schreckgespenst werden.
In den letzten drei Länderspielen gab es zwei Unentschieden und einen Sieg. "Die großen Nationen fallen uns leichter. Wir haben häufiger Favoriten geärgert, gegen die Deutschen gelang es uns tatsächlich besonders gut", sagte Leipzigs Verteidiger Willi Orban. Im zweiten Gruppenspiel möchte die Mannschaft von Julian Nagelsmann das Achtelfinale beim Heim-Turnier klarmachen.
Was lief bislang gegen Ungarn schief?

EM 2021: Goretzka fasst sich ein Herz

  • 23. Juni 2021, Deutschland - Ungarn 2:2 in München (EM)
Der Regen prasselt beim ersten Pflichtspiel-Duell seit dem legendären WM-Finale 1954 (3:2) wie einst in Bern unaufhörlich hernieder. Der Mainzer Ádám Szalai (11.) schockt die DFB-Elf, dem Ausgleich von Kai Havertz (66.) folgt die erneute ungarische Führung durch den späteren Unioner András Schäfer (68.).
Wegen des zweimaligen Rückstands sei es "ein unglaublich zäher Kampf" gewesen, sagt Bundestrainer Joachim Löw, es "waren wenig Räume da, auch außen haben sie sehr gut zugemacht". Kurz: "Eine sehr starke Defensivleistung von Ungarn."
Deren Riegel knackt auf Zuspiel des 18-jährigen Jamal Musiala erst Leon Goretzka (84.). Sein Tor bringt Deutschland ins Achtelfinale, sein "Herz"-Jubel vor dem schwarzen Block der Gästefans geht um die Welt. Goretzka ist nicht mehr dabei, noch sechs Spieler aus der damaligen Startelf aber gehören zur aktuellen deutschen EM-Stammformation.

Nations League: Hofmanns "Synapsen" versagen

  • 11. Juni 2022, Ungarn - Deutschland 1:1 in Budapest (Nations League)
Zsolt Nagy kopiert Goretzkas Geste nach seinem 1:0 (6.), als direkte Replik will er sie aber nicht verstanden wissen. Jonas Hofmann (9.) kontert, vergibt in der Schlussphase aber den Sieg. "Da haben irgendwelche Synapsen nicht richtig gezündet", sagt er. Verdient gewesen wäre der Erfolg nicht, Torwart Manuel Neuer muss mehrfach retten.
Im Spiel nach vorne vermisst der Kapitän "Zielstrebigkeit" und "Leichtigkeit", Bundestrainer Hansi Flick klagt über "sehr kompakte" Ungarn und einen "Rückschritt" bei seinem Projekt "Rückkehr an die Weltspitze". Hofmann sagt anerkennend über die "relativ tief" stehenden Ungarn: "Was sie machen, machen sie in aller Konsequenz."
Mit Neuer, Joshua Kimmich, Musiala und Havertz stehen nur vier Spieler aus der heutigen EM-Elf in der Startformation, Ilkay Gündogan wird eingewechselt. "Die Mannschaft", sagt Flick, "kann viel lernen."

Nations League: Flicks erste Pleite

  • 23. September 2022, Deutschland - Ungarn 0:1 in Leipzig (Nations League)
Das tut sie nicht - zumindest nicht, was Ungarn angeht. Wieder trifft Szalai (17.), inzwischen in Basel tätig, die DFB-Elf erlebt nach einer katastrophalen ersten Halbzeit (Hofmann: "richtig scheiße") die erste Pleite unter Flick.
Der Bundestrainer, der mit nur drei Startspielern aus der jetzigen EM-Elf beginnt (Rüdiger, Gündogan, Kimmich), verzockt sich bei der Aufstellung unter anderem mit Rechtsverteidiger Hofmann. Er sieht "wenig Mut" und klagt: "Wir haben die Räume nicht besetzt, waren nicht aktiv."
Gündogan zeigt eines seiner schwächsten Länderspiele, Nebenmann Kimmich moniert das "viel zu langsame" Passspiel. Flick beschwichtigt. "Wir wissen jetzt, worum es geht, das hat uns die Augen geöffnet", sagt er: "Besser ärgern wir uns jetzt als bei der WM..."
(SID)
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Neuer selbstbewusst: "Keine Gedanken zur Debatte gemacht"

Quelle: Perform


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