EM 2024: Frankreich schlägt Belgien und steht im Viertelfinale - Jan Vertonghen trifft unglücklich ins eigene Tor

Frankreich hat bei der EM 2024 in Deutschland das Viertelfinale erreicht. In einem engen, ereignisarmen Spiel in Düsseldorf gewann der Europameister von 1984 und 2000 gegen Belgien 1:0 (0:0). Der Siegtreffer fiel in der 85. Minute, als Jan Vertonghen einen Schuss von Randal Kolo Muani unglücklich ins eigene Tor abfälschte. Nächster Gegner der Franzosen ist entweder Portugal oder Slowenien.

Randal Kolo Muani schoss Frankreich ins Viertelfinale

Fotocredit: Getty Images

Schon beim ersten Auftritt, ebenfalls in Düsseldorf, gegen Österreich hatte der Vize-Weltmeister von einem Eigentor profitiert.
Für den deutschen Trainer Domenico Tedesco und Belgien endete dagegen ein enttäuschendes Turnier bereits früh. Bei den vergangenen beiden Europameisterschaften hatte Belgien, WM-Dritter von 2018, noch jeweils das Viertelfinale erreicht, nun steht der einstigen "Goldenen Generation" wohl der endgültige Umbruch bevor.
Beide Mannschaften hatten sich mit jeweils durchwachsenen Auftritten in die K.o.-Runde geschleppt, nun sollte es endlich besser werden. Frankreich hoffte dabei natürlich auf Kylian Mbappé, der an den Ort zurückkehrte, an dem er sich gegen Österreich seinen Nasenbeinbruch zugezogen hatte.
Seine schützende Gesichtsmaske, die er selbst als "Horror" bezeichnete, sollte dabei keinen negativen Einfluss haben - auch wenn der 25-Jährige bereits beim Aufwärmen pausenlos an ihr herumfuchtelte.

Thuram und Griezmann im Angriff

Trainer Didier Deschamps tauschte im Vergleich zum schwachen 1:1 gegen Polen auf zwei Positionen, im Angriff stürmten neben Mbappé Marcus Thuram und Antoine Griezmann.
Sein Gegenüber Tedesco setzte derweil erstmals bei dieser EM auf den Leipziger Lois Openda in der Startelf, er agierte in einer Doppelspitze neben dem VAR-Unglücksraben Romelu Lukaku.
Zunächst überließen die Belgier dem Gegner viel Ballbesitz und lauerten auf schnelle Umschaltsituationen. Auch Mbappe sollte nicht zur Gefahr werden - und wurde deshalb oft von gleich zwei belgischen Spielern im letzten Drittel angegangen.

Belgien mit den besseren Chancen vor der Pause

Und so fehlten den Franzosen die zündenden Ideen. Stattdessen näherte sich dann Belgien erstmals dem gegnerischen Tor an. Einen abgefälschten Freistoß von Kevin De Bruyne parierte Keeper Mike Maignan unorthodox mit dem Fuß (24.). Kurz darauf blockte Theo Hernandez im letzten Moment einen Versuch von Yannick Carrasco (27.).
Belgien war nun besser im Spiel - und Mbappe weiterhin fast kein Faktor. Sinnbildlich rutschte dieser in der 29. Minute in aussichtsreicher Position aus, der Frust war ihm deutlich anzumerken.
Für eine der wenigen Torchancen sorgte dann quasi aus dem Nichts Teamkollege Thuram, sein Kopfball ging aber knapp am Pfosten vorbei (34.).

Frankreich in der zweiten Halbzeit stärker

Unmittelbar vor der Pause löste sich dann Mbappé einmal von seinen zwei Bewachern und fand Aurelien Tchouameni, dessen Versuch aber über das Tor flog (45.+1). Mit dem Gang in die Kabine nahm Mbappé seine Maske direkt ab, schüttelte den Kopf - es musste besser werden.
Und Frankreich kam offensiv aus der Kabine. Tchouamenis abgefälschten Ball parierte Koen Casteels stark (49.), sieben Minuten später traf Kapitän Mbappé aus guter Position das Tor nicht. Die Franzosen drückten nun mehr, Belgien wehrte sich mit aller Macht.
Entlastung gab es durch die gefährlichen Versuche von Lukaku (71.) und De Bruyne (83.). Dann aber schlug Frankreich glücklich zu.
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Quelle: Perform



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