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England: Gareth Southgate erklärt Rücktritt als englischer Nationaltrainer - EM-Finale "war mein letztes Spiel"
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Update 16/07/2024 um 14:31 GMT+2 Uhr
Nach der EM-Finalniederlage ist Gareth Southgate als Teammanager der englischen Fußball-Nationalmannschaft zurückgetreten. Das teilte der englische Verband FA am Dienstag mit, nachdem die Three Lions das Endspiel am Sonntag in Berlin gegen Spanien (1:2) verloren hatten. Southgates Vertrag wäre am Jahresende ausgelaufen. "Es ist Zeit für einen Wechsel und für ein neues Kapitel", sagte Southgate.
Abschied ohne Trophäe: Southgate gibt Rücktritt bekannt
Quelle: Perform
Gareth Southgate ließ sich zwei Nächte Zeit, ehe seine folgenschwere Entscheidung feststand. "Danke, England - für alles", teilte der 53-Jährige in einer Erklärung mit, als seine Reise als Nationaltrainer der Three Lions endete.
Nach der bitteren wie schmerzhaften Niederlage im EM-Finale gegen Spanien (1:2) macht Southgate Platz für einen Nachfolger - und einen Neuanfang mit Thomas Tuchel oder gar Jürgen Klopp?
"Es ist Zeit für einen Wechsel und für ein neues Kapitel", sagte Southgate, der seit 2016 im Amt war und das Mutterland des Fußballs zweimal ins EM-Finale geführt hatte - aber jeweils dramatisch scheiterte.
Southgates Vertrag wäre am Jahresende ausgelaufen, sein Rücktritt erfolgt auf eigenen Wunsch. "Als stolzer Engländer war es die Ehre meines Lebens, für England zu spielen und England zu managen. Es hat mir alles bedeutet, und ich habe alles gegeben."
Lineker will Klopp als Coach
Mögliche Nachfolger waren schon heiß gehandelt worden, bevor Southgates Entschluss die Öffentlichkeit erreichte.
"Würdet ihr nicht alles für Jürgen Klopp geben?", fragte der "BBC"-Experte und Ex-Nationalspieler Gary Lineker in einer Gesprächsrunde. Klopp sei "irgendwie ohne Job. Er wird sich ein bisschen ausgeruht haben".
Klopp genoss am Sonntag beim EM-Finale jedenfalls seine Zuschauerrolle noch in vollen Zügen. In lässiger Jeansjacke knipste die Trainer-Ikone Fotos mit Ed Sheeran und Dennis Schröder, erfreute sich am rot leuchtenden Berliner Abendhimmel.
Seine Auszeit vom Trainer-Dasein kostet Klopp derzeit voll aus - ein Job als Englands Nationaltrainer wirkt verfrüht, auch wenn der "Guardian" in ihm den "perfekten" Nachfolger von Southgate sieht.
gerüchte um Thomas Tuchel
Und auch der Name Thomas Tuchel wabert schon durch die englischen Medien. Der 50-Jährige ist nach seinem Aus beim FC Bayern frei, kennt die Insel von seiner Zeit beim FC Chelsea - und soll sich den Job vorstellen können. Das berichtet zumindest die britische Boulevardzeitung "The Sun".
Demnach habe sich Tuchel 2022 schon einmal beim englischen Verband FA angeboten. Nun bestehe erneut Interesse, den wichtigsten Trainerposten im Mutterland des Fußballs zu übernehmen.
Laut "Telegraph" gehört Tuchel zu einer Reihe von Trainern, die vom englischen Verband "geprüft" werden. Genannt werden zudem Eddie Howe von Newcastle United, der frühere Chelsea-Coach Graham Potter oder Mauricio Pochettino.
Dabei hätte die FA trotz aller Kritik an der Spielweise dem Vernehmen nach gerne an Southgate festgehalten.
FA-Chef lobt Southgate
Dieser habe "das Unmögliche möglich gemacht und ein starkes Fundament für zukünftige Erfolge gelegt", sagte FA-Chef Mark Bullingham: "Wir blicken mit großem Stolz auf Gareths Amtszeit zurück - sein Beitrag zum englischen Fußball, einschließlich einer bedeutenden Rolle in der Spielerentwicklung und im kulturellen Wandel, war einzigartig."
Doch nach 102 Spielen macht Southgate Schluss - und übergibt eine intakte Mannschaft. "Ich freue mich darauf, den Spielern dabei zuzusehen und sie zu feiern, wie sie weitere besondere Erinnerungen schaffen und die Nation verbinden und inspirieren. Wir wissen, dass sie es können", sagte er.
Prinz William bescheinigte Southgate "Bescheidenheit, Mitgefühl und echte Führungsstärke", der 53-Jährige sei "eine Klasse für sich". Nach 102 Spielen ist für Southgate Schluss, er übergibt eine intakte Mannschaft.
"Ich freue mich darauf, den Spielern dabei zuzusehen und sie zu feiern, wie sie weitere besondere Erinnerungen schaffen und die Nation verbinden und inspirieren. Wir wissen, dass sie es können", sagte er.
Lineker sieht Klopp als "halben Deutschen"
Nun könnte erstmals ein Deutscher den Posten als Nationaltrainer Englands übernehmen - trotz der großen fußballerischen Rivalität beider Länder. Zumindest bei Klopp ist das aus Sicht von Lineker kein Problem.
Als Ex-Profi Alan Shearer in der "BBC"-Gesprächsrunde anmerkte, ob Lineker wirklich glaube, dass der englische Fußballverband FA in Klopp "einen deutschen Trainer holen werde", antwortete der 63-Jährige: "Er ist nicht wirklich deutsch, oder- Er ist halb Deutscher, oder nicht, weil er schon so lange in England ist."
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(SID)
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