Handspiel von Marc Cucurella im EM-Viertelfinale gegen Deutschland - UEFA gibt zu: DFB hätte Elfmeter bekommen müssen

Die UEFA sieht den verwehrten Elfmeterpfiff für Deutschland beim Viertelfinal-Aus gegen Spanien offenbar als Fehler. Dies berichtet die spanische Plattform "Relevo". Demnach habe die Schiedsrichterkommission des Dachverbandes einige EM-Szenen analysiert und sei dabei zu dem Entschluss gekommen, dass es gemäß aktueller Regularien für das Handspiel von Marc Cucurella Elfmeter hätte geben müssen.

"Das hat mich beruhigt": Cucurella äußert sich zu Handspiel

Quelle: Perform

Es war die Aufreger-Szene im EM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Spanien.
Jamal Musiala schießt in der Verlängerung beim Stand von 1:1 aus aussichtsreicher Position aufs spanische Tor, doch der Ball wird von der abgespreizten linken Hand von Marc Cucurella geblockt.
Schiedsrichter Anthony Taylor zeigte zur Verwunderung vieler nicht auf den Punkt, auch der Videoschiedsrichter greift nicht ein. Spanien entschied die Partie letztlich durch den Treffer des Ex-Dortmunders Mikel Merino zum 2:1 in der 119. Minute und beendete damit die Heim-EM für das DFB-Team.
Nun, gut zweieinhalb Monate später, bewertet die Schiedsrichterkommision der UEFA die Szene erneut und kommt zu dem Schluss: Es hätte Elfmeter für Deutschland geben müssen.

"Deutscher Aufreger" explizites Fallbeispiel

Demnach soll Schiedsrichter-Chef Roberto Rosetti für die UEFA ein Dokument erstellt haben, das den internationalen Spitzenreferees zugestellt wurde.
Dies passiert regelmäßig, damit die Schiedsrichter bei ähnlichen Situationen die gleichen Entscheidungen treffen. Im neuesten Dokument ist der vor mehr als zwei Monaten passierte deutsche "Aufreger des Jahres" offenbar explizit als Fallbeispiel genannt.

Referee-Boss Kircher: "Indizien spechen für Handspiel"

Demnach solle "ein Hand-Ball-Kontakt, der einen Torschuss verhindert, härter bestraft werden und in den meisten Fällen sollte ein Strafstoß verhängt werden, es sei denn, der Arm des Verteidigers ist sehr nah am Körper oder berührt den Körper", zitiert "Relovo" aus dem UEFA-Dokument:
"In diesem Fall hat der Verteidiger den Torschuss mit seinem Arm gestoppt, der nicht sehr nah am Körper ist, wodurch er sich selbst vergrößert hat, sodass ein Strafstoß hätte verhängt werden müssen."
Auch die deutschen Schiedsrichter hätten den Elfmeter übrigens preiffen müssen. "Die Indizien sprechen für uns für Handspiel", hatte der neue Referee-Boss Knut Kircher Anfang August gesagt.
(mit SID)



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