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Hansi Flick stellt sich vor Joshua Kimmich: "Mentalität wie Michael Jordan und Kobe Bryant"
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Publiziert 15/06/2023 um 22:56 GMT+2 Uhr
Hansi Flick hat Joshua Kimmich nach zuletzt schwächeren Leistungen in den höchsten Tönen gelobt. "Jo hat die Mentalität, einfach immer gewinnen zu wollen. Dafür tut er alles", sagte der Bundestrainer vor dem Länderspiel am Freitag (20:45 Uhr im Liveticker) gegen Polen in Warschau und verglich die Einstellung des Münchners mit jener der früheren Basketball-Superstars Michael Jordan und Kobe Bryant.
Hansi Flick (l.) mit Joshua Kimmich
Fotocredit: Imago
Kimmich gehe voran und sei "ein Vorbild für alle Spieler", sagte Flick. Es sei "mehr als verständlich, dass man auch mal eine schlechte Phase hat". Die Kritik an Kimmich kann der 58-Jährige "nullkommanull" nachvollziehen: "Das sind Dinge, die ich nicht verstehe."
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hatte Kimmich nach dem 3:3 gegen die Ukraine scharf kritisiert. "Die Nebenleute wurden neben ihm zuletzt konstant schlechter", sagte Matthäus der "Sport Bild": "Weil sie für Kimmich – ungewohnte – Arbeit mitmachen mussten." Auch da widersprach Flick.
Der Kapitän der Nationalmannschaft stehe sich manchmal selbst im Wege, meinte Matthäus noch: "Kimmich will auf dem Platz teilweise zu viel und schadet damit nicht nur sich selbst – sondern auch den Kollegen."
Ergebniskrise hin, gedrückte Stimmung her - für Flick ist zwölf Monate vor der Heim-EM klar: "Mir ist überhaupt nicht bange!" Er sei "überzeugt von unserem Weg und davon, dass wir nächstes Jahr eine Mannschaft da stehen haben werden, die top vorbereitet ist für die EURO." All der Widrigkeiten zum Trotz - und mit Kimmich als einem der Anführer.
Flick will Änderungen gegen Polen vornehmen
Schon beim Abschlusstraining noch am Frankfurter Campus wirkte Flick regelrecht angestachelt. Die Ansage von höchster Stelle hatte wohl auch ihn alarmiert. "Mehr Herz und mehr Leidenschaft", forderte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf dem steinigen Weg zur EM - und Flick lebte diese Tugenden sofort vor. Er weiß: Eine Pleite im kniffligen Duell mit Robert Lewandowskis Polen hätte weitreichende Folgen. Auch für ihn.
"Mehr fighten, mehr Körperlichkeit", forderte er von seiner Elf, in der er nach dem unbefriedigenden 3:3 gegen die Ukraine "einige Änderungen" vornehmen will. Marc-Andre ter Stegen rückt ins Tor, Emre Can laut Flick als zusätzlicher Stabilisator ins Mittelfeld ("er tut der Mannschaft gut") und auch Jamal Musiala in die Startelf. Auch Rückkehrer Robin Gosens sei als Flankenschutz für die wacklige Dreierkette "eine Option".
Das gilt noch nicht für Triple-Held Ilkay Gündogan, der erst am Dienstag in seinem Geburtsort Gelsenkirchen gegen Kolumbien spielen werde. Auf den wegen seiner Knöchelprobleme abgereisten Timo Werner muss Flick ebenso verzichten wie auf Lukas Klostermann, der sich im Training am Oberschenkel verletzte.
Die jüngsten Leistungen, betonte er, seien "nicht unser Anspruch". Aber, und das wollte Flick "hier nochmal klarstellen, hat nichts mit dem System zu tun". Es gehe vielmehr "um die Basics" und darum, "den Ball unter Druck zu behaupten".
Flick: "... und dann schauen wir zu, wie sie da oben verbrennen"
An seinen Experimenten will er weiter festhalten. Der März und der Juni seien dafür "reserviert, etwas auszuprobieren", sagte der 58-Jährige, ab September liege der Fokus "auf Stabilität". Und zwar womöglich wieder mit Manuel Neuer und Thomas Müller. Flick habe den Routiniers "signalisiert", sie sollten sich "bereithalten" für die Länderspiele gegen Japan und Frankreich, schrieb "Bild".
Doch nicht zuletzt wegen des Hin und Her beim Personal wachsen die Zweifel am Bundestrainer. Der "kicker" schlug am Donnerstag "EURO-Alarm" und fragte resigniert: "Wie soll das gut gehen?" Wie der Boulevard forderte das Fachblatt, Flick müsse auf Gündogan setzen - als Kapitän. Statt Kimmich.
Flick griff auch diese Debatte auf und warnte: Spieler würden oft, wie nun Gündogan, "in den Himmel gehoben. Und dann schauen wir zu, wie sie da oben verbrennen."
Mit Lewandowski war Flick einst selbst in den Titel-Himmel gestürmt. Auch er warnte vor dem "genialen" Torjäger. Und der frühere Münchner würde seine alten Kumpels nur zu gerne ärgern. Die "vielen Emotionen" beim Wiedersehen, betonte er, werde er in diesem "prestigeträchtigen" Spiel "beiseite schieben".
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DFB-Elf enttäuscht gegen die Ukraine: "Nicht unser Anspruch"
Quelle: SID
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