EM 2024: Italien gewinnt letztes Testspiel gegen Bosnien-Herzegowina - Frankreich spielt gegen Kanada nur Remis

Titelverteidiger Italien hat seine Generalprobe für die Fußball-EM in Deutschland mit Mühe gewonnen. Fünf Tage nach der enttäuschenden Nullnummer gegen die Türkei schlug die Mannschaft von Trainer Luciano Spalletti in Empoli Bosnien-Herzegowina 1:0 (1:0). Mittelfeldspieler Davide Frattesi von Meister Inter Mailand gelang weniger als eine Woche vor dem Start ins Turnier das Tor des Tages.

Italien bejubelt das 1:0 gegen Bosnien

Fotocredit: Imago

Frattesi traf in der ersten Hälfte (38.) nach einer Hereingabe von Federico Chiesa (Juventus Turin) gegen das Team des neuen bosnischen Nationaltrainers Sergej Barbarez. 
Kurz vor Ende der Partie musste Torhüter Gianluigi Donnarumma seine Mannschaft mit einer starken Parade vor dem Ausgleich bewahren.
Am Montag reisen die Italiener in ihr EM-Quartier nach Deutschland. Die Base schlägt der Titelverteidiger in Iserlohn auf.
Bei der EURO trifft Italien in der schwierigen Gruppe B auf Albanien (15. Juni/Dortmund), Spanien (20. Juni/Gelsenkirchen) und Kroatien (24. Juni/Leipzig).

Mbappé eingewechselt: Torloses Remis von Frankreich

Die französische Fußball-Nationalmannschaft hat ohne Starstürmer Kylian Mbappé in der Startformation bei ihrer EM-Generalprobe gepatzt. In Bordeaux kam das Team von Trainer Didier Deschamps gegen die von Bayern-Star Alphonso Davies angeführten Kanadier nicht über ein 0:0 hinaus.
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Oliver Giroud face au Canada

Fotocredit: Getty Images

Da Stürmer Oliver Giroud angekündigt hatte, seine Nationalmannschaftskarriere nach der EM zu beenden, durfte er im letzten Spiel auf heimischem Rasen den Vizeweltmeister als Kapitän anführen und wurde nach 63 Minuten unter Standing Ovations ausgewechselt.
Dies war auch möglich, weil der eigentliche Kapitän Mbappé auf der Bank Platz nahm. Der Neuzugang von Real Madrid wurde erst in der 74. Minute eingewechselt. Mbappé hatte sich in der Partie am vergangenen Mittwoch gegen Luxemburg (3:0) am Knie verletzt und während der Trainingswoche auch über Rückenprobleme geklagt.
Die Gastgeber hatten die Partie vor der Pause zwar im Griff, scheiterten aber mehrfach am kanadischen Keeper Maxime Crépeau. Zudem vergab der Münchner Dayot Upamécano, einziger Bundesligaprofi in der französischen Anfangsformation, freistehend per Kopf (36.).

Coman feiert Comeback

Die Gäste, trainiert vom ehemaligen Leipzig-Coach Jesse Marsch, agierten immer mutiger - und Frankreich nutzte die Konterchancen nicht. Auch die Einwechslungen von Mbappé und Bayern-Profi Kingsley Coman änderten dies nicht.
Die Franzosen reisen am Mittwoch ins Quartier nach Bad Lippspringe und werden während des Turniers beim Zweitligisten SC Paderborn trainieren. In der Gruppenphase warten Österreich, die Niederlande und Polen auf den Titelfavoriten.

Sagnol siegt mit Georgien - Slowakei souverän

Georgiens Nationaltrainer Willy Sagnol hat mit seiner Mannschaft vor dem EM-Debüt noch einmal Selbstvertrauen getankt. In Montenegro setzte sich das Team um Stürmerstar Chwitscha Kwarazchelia mit 3:1 (2:0) durch. Die Georgier mit dem früheren Bayern-Profi Sagnol an der Seitenlinie nehmen in Deutschland erstmals an einem großen Turnier teil, für das sie sich in den Play-offs im Elfmeterschießen gegen Griechenland qualifiziert hatten.
EM-Teilnehmer Slowakei gewann das letzte Vorbereitungsspiel ebenfalls. Gegen Wales holte die Mannschaft von Trainer Francesco Calzona einen souveränen 4:0 (1:0)-Sieg.
Otar Kiteischwili (10.) und Georges Mikautadse (33.) trafen für die Georgier, die den ersten Gegentreffer des Jahres hinnehmen mussten: Ex-Herthaner Stefan Jovetic konnte verkürzen (66.), doch Budu Siwsiwadse (83.) vom Karlsruher SC und Laszlo Benes (90.) vom Hamburger SV stellten den Endstand her. Bei der EM-Premiere spielt das Sagnol-Team in der Gruppe F gegen Portugal, Tschechien und die Türkei.
In Trnava traf Juraj Kucka (45.) traf für die Slowaken mit einem Fernschuss, bei dem sich Wales-Torhüter Danny Ward verschätzte, zur Führung. Robert Bozenik (56.) und Ethan Ampadu (60.) mit einem Eigentor erhöhten. Außerdem absolvierte der lange verletzte Innenverteidiger und Kapitän Milan Skriniar das zweite Länderspiel in Serie von Beginn an. Auch Peter Pekarik von Hertha BSC stand in der Startformation. Die Slowaken treffen bei der EURO in Gruppe E auf Belgien, die Ukraine und Rumänien.
(SID)
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"Job erfüllt": Nagelsmann ordnet Testspielsieg nüchtern ein

Quelle: Perform


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