EM 2024 - Kuriosum um Bayern-Star Harry Kane und Christoph Kramers Wut: England sorgt für Fragezeichen
Die englische Nationalmannschaft hat ihr Auftaktspiel bei der EM in Gelsenkirchen dank Jude Bellinghams Treffer (13.) 1:0 gegen Serbien gewonnen. Dabei präsentierte sich der Mitfavorit auf den Titel mit Bayern-Star und Kapitän Harry Kane allerdings über weite Strecken erschreckend blutleer. Ein Umstand, der bei "ZDF"-Experte Christoph Kramer im Nachgang für reichlich Unmut sorgte.
Traf nur selten in Erscheinung: Harry Kane
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Ein - im sportlichen Zusammenhang - gerne bemühtes Sprichwort besagt, dass ein gutes Pferd für gewöhnlich nur so hoch springt, wie es muss.
Wendet man ebenjene Binsenweisheit auf die englische Fußball-Nationalmannschaft und ihren ersten Auftritt bei der diesjährigen EM in Deutschland an, dann sollte sich die Nörgelei in Grenzen halten.
1:0-Sieg gegen den traditionell unangenehmen Gegner Serbien, Aufgabe erfüllt. Die hochdekorierten Pferde beziehungsweise Löwen (der Spitzname lautet Three Lions) von der Insel waren nur so hoch gesprungen, wie sie mussten.
"Wir wussten, dass es ein physisch schweres Spiel werden würde", erklärte Superstar Harry Kane im Anschluss an die Begegnung mit den bissigen Serben. Englands Kapitän, der beim FC Bayern sein Geld verdient, ergänzte: "Aber wir haben es gut gemacht, besonders in der ersten Halbzeit. Insgesamt war es ein verdienter Sieg."
Kane mit zwei Ballaktionen in Halbzeit eins
Grundsätzlich gehe es in der Gruppenphase ja darum, diese zu überstehen. Dass Kane in seiner Analyse ausgerechnet positive Worte für den ersten Durchgang fand, entbehrte nicht einer gewissen Komik. Zwar hatte die Mannschaft von Trainer Gareth Southgate vor dem Seitenwechsel spielerisches Übergewicht, Kane selbst war allerdings in den ersten 45 Minuten überhaupt nicht in Erscheinung getreten.
Wie wenig der 30-Jährige ins Spiel eingebunden war, untermauerte eine bemerkenswerte, schier unglaubliche Statistik: Gerade einmal zwei (!) Ballaktionen (Quelle: Opta) standen für den Angreifer bis zur Pause zu Buche.
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Harry Kane wurde von Serbiens Hintermannschaft kaltgestellt
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In der zweiten Halbzeit kamen für Kane immerhin ein paar Ballaktionen und eine Großchance hinzu, dafür ließen seine Teamkollegen die Zügel merklich schleifen. England überließ Serbien das Spiel, bettelte phasenweise nahezu um den Ausgleich.
Kramer ledert: "Kann doch nicht wahr sein"
Ein Umstand, der bei "ZDF"-Experte Christoph Kramer reichlich Unverständnis hervorrief. Vor allem die Spielweise stieß dem Weltmeister von 2014 sauer auf. "Ich gucke mir seit sechs Jahren jedes Mal England an und weiß nicht, was die machen wollen", sagte er nach dem Spiel: "Die lassen sich so tief hinten reinfallen. Mit diesem Weltkader könnte man es sich einfacher machen."
Kramer weiter: "Der Marktwert von England liegt bei anderthalb Milliarden Euro. Das kann doch nicht der Anspruch sein - bei aller Liebe. Das kann doch nicht wahr sein."
Mit dem englischen Spielermaterial, so Kramer, müsse es doch möglich sein, deutlich attraktiver zu spielen. "Phil Foden, Bukayo Saka, Jude Bellingham, Harry Kane - die wollen doch den Ball haben. Und die laufen dann 45 Minuten Serbien hinterher. Das kann doch keinen Spaß machen", lederte der Gladbach-Profi.
Gutes Pferd hin, gutes Pferd her - wirklich überzeugend war der Auftritt des Mitfavoriten in Anbetracht des luxuriösen Kaders auf Schalke tatsächlich nicht. Es bedarf einer Steigerung - die Hürden werden spätestens ab dem Achtelfinale nämlich deutlich höher.
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Quelle: Perform
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