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Nationalmannschaft: Marc-André ter Stegen gegen die USA im Kampf gegen die Geister der Vergangenheit - und Manuel Neuer
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Publiziert 13/10/2023 um 14:54 GMT+2 Uhr
Marc-Andre ter Stegen hat keine guten Erinnerungen an die USA und steht dort unter Druck: Manuel Neuer drängt mit aller Macht zurück in die deutsche Fußballnationalmannschaft. Doch seine anfänglichen Schwierigkeiten im Nationaltrikot hat der Torwart des FC Barcelona lange hinter sich gelassen. Der 31-Jährige betreibt laufend Eigenwerbung: Auf und neben dem Platz.
Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona
Fotocredit: Getty Images
Marc-Andre ter Stegen wäre vor Scham am liebsten im Rasen des Robert F. Kennedy Memorial Stadiums von Washington versunken.
Ein Slapstick-Eigentor und die Gegentreffer Nummer neun bis zwölf im erst dritten Länderspiel - die DFB-Karriere des talentierten Torwarts schien vorbei zu sein, noch ehe sie richtig begonnen hatte. Es kam anders, zehn Jahre später ist ter Stegen als Nummer 1 zurück in den USA - und doch liegt wieder ein Schatten über ihm.
Auch ter Stegen ist nicht entgangen, dass der langjährige Kapitän Manuel Neuer unmittelbar vor einem Comeback steht. Nach der schweren Verletzung des Weltmeisters von 2014 ist der ewige Stellvertreter ter Stegen gerade erst zur Stammkraft aufgerückt, er durfte auf eine Heim-EM im deutschen Tor hoffen - und könnte seinen Platz nun doch bald wieder verlieren.
Vor seinem zweiten Auftritt als DFB-Keeper in Amerika nach jenem bitteren 3:4 gegen den Gastgeber 2013 steht der 31-Jährige unter Druck. Ter Stegen muss sich gegen die USA am Samstag (ab 21:00 Uhr im Liveticker) in Hartford im Fern-"Duell" mit Neuer beweisen, obwohl er bei "Sky" betonte: "Ich mache meine eigenen Leistungen nie abhängig von anderen." Auch nicht von Neuer.
Aussprache zwischen Neuer und Nagelsmann
Julian Nagelsmann, der sich nach Problemen mit Neuer beim FC Bayern mit dem 37-Jährigen ausgesprochen haben soll, spielt bei der wichtigen Personalie auf Zeit. Die Frage, wer von beiden bei der EM spielen werde, will er "bewerten, wenn die Situation eintritt", dass er sich entscheiden muss.
Erst einmal soll Neuer "die nötige Zeit" bekommen, um "zu 100 Prozent Leistung bringen zu können". Sein Comeback nach mehr als zehnmonatiger Pause ist noch für Oktober geplant.
Solange der einstige Platzhirsch noch nicht wieder auf dem Platz steht, betreibt ter Stegen Eigenwerbung - auch außerhalb des Rasens.
"Ich glaube, dass ich über die letzten Jahre immer auf sehr hohem Niveau gespielt habe", sagte er selbstbewusst. Er genieße, "dass ich diesen Rückhalt von der Mannschaft habe und vom Trainer. Ich glaube, dass ich das absolut zurückzahle."
Köpke hielt Wort
Das tut er, die Anlaufschwierigkeiten in der DFB-Auswahl hat er längst weit hinter sich gelassen. Als er damals in Washington einen harmlosen Rückpass von Benedikt Höwedes ins eigene Tor gelenkt hatte, versprach Torwarttrainer Andreas Köpke: "Wir werden so einen jungen Torwart, der so ein Potenzial hat, nicht fallen lassen." Er hielt Wort.
Das Duell mit den USA in Hartford wird ter Stegens 37. Länderspiel, und geht es nach ihm, wird er spätestens im EM-Finale die "50" feiern - Neuer hin oder her. "Ich werde alles dafür tun, dass ich am Ende in bester Verfassung bin für das Turnier", versprach er.
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(SID)
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