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Pascal Groß sieht sich nicht als Konkurrenten von Joshua Kimmich im Kampf um einen Platz in der Nationalmannschaft
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Publiziert 15/10/2023 um 09:45 GMT+2 Uhr
Herausforderer Pascal Groß hat eine Kampfansage an Platzhirsch Joshua Kimmich nach seiner starken Vorstellung gegen die USA (3:1) verweigert. "Nee", sagte der Profi von Brighton & Hove Albion auf die Frage, ob es in Richtung Europameisterschaft auf ein Duell zwischen dem erkrankt abgereisten Kimmich und ihm um den Platz neben Kapitän Ilkay Gündogan hinauslaufen könnte.
Nagelsmann lobt Groß und Gündogan
Quelle: SID
Warum so bescheiden? "Weil ich meine Rolle kenne", sagte der 32-Jährige.
Dabei hätte er allen Grund dazu gehabt, nach seinem ersten Länderspiel von Beginn an forscher aufzutreten. Nicht nur, dass er selbst gefiel - er überzeugte als Bessermacher und half auch Ilkay Gündogan, in der Nationalmannschaft endlich mal wieder den Glanz auszustrahlen, den der Kapitän seit Jahren im Verein versprüht.
Kann Groß also perspektivisch doch den Platz des erkrankt abgereisten Kimmich behalten, der unter Hansi Flick schon die Kapitänsbinde und seine Mittelfeld-Position verloren hatte? "Die Chance hat jeder, es gilt das Leistungsprinzip", sagte der neue Bundestrainer Julian Nagelsmann und lobte Groß: "Pascal ist ein sehr schlauer und intelligenter Fußballer, sehr schlau im Raum, im Binden von Gegenspielern, ist mutig und hat ein gutes Gegenpressing, kann viele Positionen spielen."
Dabei lief Groß, der seit 2017 in England spielt, in Deutschland "seit Jahren ein bisschen unterm Radar", wie Nagelsmann anmerkte. Erst Flick holte ihn im September erstmals zur DFB-Auswahl, wo er nun Nagelsmann für sich einnahm. "Er hat das Leuchten in den Augen", schwärmte der Bundestrainer, "für ihn ist die Nationalmannschaft was Besonderes, er brennt."
Gute Argumente für Nagelsmann
Und er harmonierte in seinem dritten Länderspiel sehr gut mit Gündogan, der seine Stärken voll zur Entfaltung bringen konnte. Doch Groß sah es eher so, dass er selbst von Gündogan profitiert hatte. "Ilkay gibt jedem Spieler ein gutes Gefühl", sagte er, "er ist ein absoluter Topspieler, der eine unfassbare Spielintelligenz und Ballsicherheit hat. Ich habe mich wohl gefühlt auf dem Platz, wir haben es gut gemacht."
Und gute Argumente dafür geliefert, dieses Modell auf Kosten von Kimmich beizubehalten. "Pascal und Ilkay haben sich sehr schlau und sehr gut zwischen den Linien bewegt", sagte Nagelsmann und lobte Gündogan für ein "überragendes Spiel".
Der 32-Jährige sei "kein Lautsprecher", er führe die Mannschaft vielmehr "sehr subtil und intelligent" mit seiner Art "als Fußballer, da ist er sehr viel wert".
Auch für Nagelsmann? Gündogan, meinte der Coach, spiele "seit Jahren auf einem Top-top-top-Niveau im Verein, warum soll das in der Nationalmannschaft nicht so sein?" Das Rezept dafür, den Manchester- oder Barcelona-Ilkay auch im DFB-Trikot zu sehen, glaubt er zu kennen. "Man muss ihn einfach stärken und stützen." Und ihm offensichtlich Pascal Groß an die Seite stellen.
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(SID)
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DFB-Team: Erkrankter Kimmich reist ab
Quelle: SID
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