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EM 2024 - Portugal im Porträt: Cristiano Ronaldo will das Märchen von 2016 noch einmal beschwören
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Update 14/06/2024 um 22:20 GMT+2 Uhr
Portugal und Cristiano Ronaldo setzen wohl zum letzten gemeinsamen Angriff bei einer Europameisterschaft an. Angetrieben vom märchenhaften Triumph von 2016 in Frankreich will es der 39-jährige Superstar noch einmal wissen. Die Enttäuschung der WM 2022 wiegt zwar immer noch schwer, Neu-Trainer Roberto Martínez hat das zerbrochene Porzellan aber wieder bereits fleißig zusammengeklebt.
Vitinha: Portugal setzt große Hoffnungen in Ronaldo
Quelle: Perform
Türkei, Georgien, Tschechien. Die Konstellation der Gruppe F kommt Portugal auf dem Papier gelegen - doch die Vergangenheit hat den Europameister von 2016 eines Besseren belehrt.
Seit dem blamablen WM-Aus in Katar gegen Marokko werden sich Ronaldo und Co. davor hüten, scheinbare Außenseiter zu unterschätzen.
In den vergangenen 18 Monaten hat sich in Portugal aber viel getan, mit Roberto Martínez sitzt ein frisches Gesicht auf der Trainerbank.
Die Wogen, welche bei der vergangenen Weltmeisterschaft entstanden waren, scheinen geglättet zu sein. Doch reicht es zum erneuten Sturm auf den Thron Europas?
EM 2024 - Portugal: Der ewige CR7
Cristiano Ronaldo hat da so eine Angewohnheit. "Eine wichtige Sache ist, dass ich nach zehn, elf Uhr abends nicht mehr spreche", verriet Portugals Superstar kürzlich: "Auch nicht am Telefon."
Sein Gehirn, so die Argumentation, brauche eben Pause. CR7, ein Meister der Selbstoptimierung, findet immer neue Wege, das absolute Maximum aus seinem mittlerweile 39 Jahre alten Körper herauszukitzeln.
Ob Ronaldo es mit dem Schweigegelübde so genau nimmt, dass er sich ausschließlich auf Zeichensprache verlässt, um von Bruno Fernandes im EM-Finale das entscheidende tödliche Anspiel in die Gasse zu fordern? Wohl kaum! Zu ernst nimmt der ewige Ronaldo die Torejagd auch im hohen Alter, zumal er nach seiner Degradierung bei der WM 2022 wieder der unangefochtene Kopf der Portugiesen ist.
Wie viel die Tatsache wert ist, dass Ronaldo im drittklassigen Fußball-Exil Saudi-Arabiens 33-mal für Al-Nassr traf, wird sich im Duell mit den besten Verteidigern Europas zeigen. Dass er auch jene immer noch in Angst und Schrecken versetzten kann, bewies der Europameister von 2016 mit zehn Toren in neun Qualifikationsspielen. An Motivation wird es dem Rekordspieler (25) und Torschützen (14) auch bei seiner sechsten EM nicht mangeln.
EM 2024 - Portugal: Pepe gibt den Abwehr-Opa
Wer dachte, Cristiano Ronaldo sei der älteste Spieler im portugiesischen Kader, hat doch wirklich Pepe vergessen. Ja, tatsächlich, DER Pepe!
Das berühmt-berüchtigte Ein-Mann-Abrissunternehmen ist inzwischen 41 Jahre alt - und fährt mit nach Deutschland. Sollte der beinharte Verteidiger zum Einsatz kommen, wäre er älteste EM-Spieler der Geschichte.
Und unwahrscheinlich ist das für den Kapitän des FC Porto keinesfalls.
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Selbst mit 41 Jahren ist Pepe eine Macht
Fotocredit: Getty Images
EM 2024 - Portugal: Martínez klebt das Porzellan zusammen
In Portugal hatten sie genug von Fernando Santos. Weil der heute 69-Jährige es wagte, Ronaldo in der K.o.-Phase von Katar auf die Bank zu setzen und auch noch im Viertelfinale auszuscheiden, flog der Coach nach acht Jahren raus.
Nachfolger Roberto Martínez, der einst Belgien bis in WM-Halbfinale gecoacht hatte, klebte nach seinem Amtsantritt im Januar 2023 das zerbrochene Porzellan wieder zusammen.
Beim ersten Meeting mit Ronaldo sei der Spanier überrascht gewesen, "dass er die Demut und das Verlangen hatte, der Gruppe zu dienen", so Martínez.
Der 50-Jährige verstand die wichtigste Regel sofort: Ist Ronaldo glücklich, sind alle glücklich.
EM 2024 - Portugal: Der Kader
Tor: Diogo Costa (FC Porto), Rui Patricio (AS Rom), José Sá (Wolverhampton Wanderers)
Abwehr: João Cancelo (FC Barcelona), Rúben Dias (Manchester City), Diogo Dalot (Manchester United), Gonçalo Inácio (Sporting CP), Nuno Mendes (Paris Saint-Germain), Pepe (FC Porto), Nelson Semedo (Wolverhampton), Antonio Silva (Benfica Lissabon)
Mittelfeld: Bruno Fernandes (Manchester United), João Neves (Benfica), Rúben Neves (Al-Hilal), Matheus Nunes (Manchester City), João Palhinha (FC Fulham), Vitinha (Paris Saint-Germain), Danilo Pereira (Paris Saint-Germain), Bernardo Silva (Manchester City), Pedro Neto (Wolverhampton Wanderers)
Angriff: Francisco Conceicao (FC Porto), João Felix (FC Barcelona), Diogo Jota (FC Liverpool), Rafael Leão (AC Mailand), Gonçalo Ramos (Paris Saint-Germain), Cristiano Ronaldo (Al-Nassr)
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(SID)
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Nagelsmann: "Keiner hat EM-Aus verdient"
Quelle: Perform
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