EM 2024 - "Krasse Fehlentscheidung": Ralf Rangnick und Österreich wüten nach Niederlage gegen Frankreich
Österreich verliert durch ein Eigentor von Borussia Mönchengladbachs Maximilian Wöber den EM-Auftakt gegen Frankreich 0:1 (0:1). Nach der Partie hadern Ralf Rangnick und seine Profis nicht nur mit dem Ergebnis, sondern auch mit dem Schiedsrichter. Dieser traf in den Augen des Österreich-Trainers eine "krasse Fehlentscheidung" in der 36. Minute, in deren Folge der unglückliche Gegentreffer fiel.
"Unfassbar": Gregoritsch übt Kritik am Schiedsrichter
Quelle: MagentaTV
Was war passiert? Perfekt freigespielt von Marcel Sabitzer hatte Christoph Baumgartner in der 36. Minute die Führung für die Österreicher auf dem Fuß. Doch seinen Abschluss mit links parierte Frankreich-Keeper Mike Maignan klar erkennbar mit dem Fuß.
Eigentlich hätte es Eckball geben müssen, doch der spanische Schiedsrichter Gil Manzano entschied zur großen Verwunderung auf Abstoß. "Das war eine krasse Fehlentscheidung des Schiedsrichters und das passiert 90 Sekunden vor dem Tor der Franzosen", schimpfte Coach Ralf Rangnick im Anschluss an die Partie im Interview mit der "ARD": "Ich verstehe nicht, dass der Linienrichter oder der Vierte Offizielle da von außen nicht eingreifen."
Jeder im Stadion habe gesehen, dass Maignan an Baumgartners Abschluss noch dran war. "Der einzige Mann im Stadion, der hier einen Abstoß gesehen hat, war der Schiedsrichter", so Rangnick weiter. In der Halbzeitpause habe Manzano diesen Fehler ihm gegenüber zwar zugegeben, größeres Verständnis hatte Rangnick deshalb aber keines. Auch, weil kurz danach der Gegentreffer fiel.
In der 38. Minute lenkte Maximilian Wöber eine Flanke von Kylian Mbappé unglücklich mit dem Kopf ins eigene Tor - der entscheidende Treffer zum 1:0.
Gregoritsch über Schiedsrichter-Fehler
"Für mich ist es unfassbar, wie man bei unserer dicken Chance vor dem 0:1 keinen Eckball geben kann", meinte auch Stürmer Michael Gregortisch bei "Magenta TV": "Das Tor entsteht nicht direkt, aber kurz danach. Es ist für mich sehr schade."
Baumgartner ärgerte sich in erster Linie über die vergebene Chance. "Das ist sehr, sehr bitter. Es war eine super Situation für uns. Ich komme relativ frei vor den Torwart und warte dann vielleicht einen Tick zu lange. Ich wollte ihn ein bisschen anheben über den Fuß, das hätte schon gereicht", sagte der Mittelfeldspieler von RB Leipzig.
Es gehöre aber "auch zur Wahrheit dazu, dass es eigentlich Eckball war. Dass wir eineinhalb Minuten später ein Gegentor kriegen, ist natürlich extrem bitter".
- Drei Dinge, die auffielen: Österreich-Tragödie in 124 Sekunden
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Rangnick: Frankreich war froh, dass es vorbei war
Quelle: Perform
Grillitsch: "Jede 50:50-Entscheidung gegen uns"
Die Schiedsrichter-Kritik der Österreicher beschränkte sich jedoch nicht auf diese Szene. Laut Florian Grillitsch habe Manzano "jede 50:50-Entscheidung gegen uns" gepfiffen.
Zudem zückte der spanische Unparteiische insgesamt fünfmal die Gelbe Karte auf Seiten der Rangnick-Truppe. Das sei "kleinlich", kritisierte Keeper Patrick Pentz die Linie des Schiedsrichers: "Bei einem Turnier, in dem es nach zwei Gelben Karten eine Sperre gibt, kann man schon cleverer entscheiden."
Wöber, Baumgartner, Konrad Laimer, Philipp Mwene und Kevin Danso gehen damit vorbelastet in die weiteren Gruppenspiele.
Am kommenden Freitag trifft Österreich auf Polen (18:00 Uhr im Liveticker), im abschließenden Gruppenspiel am 25. Juni auf die Niederlande (18:00 Uhr im Liveticker).
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