EM 2024: Schweiz will Deutschland ärgern - Xherdan Shaqiri nach Traumtor gegen Schottland im Fokus der Eidgenossen

Die Schweiz traut sich gegen Deutschland eine Überraschung zu - das gilt besonders für Rekordmann Xherdan Shaqiri. Der 32-Jährige rettete den Eidgenossen mit einem Traumtor das Unentschieden gegen Schottland und war im Zuge dessen in aller Munde. Presse und Teamkameraden überschlugen sich mit Lob für den Routinier, der mit seiner Treffer sogar Cristiano Ronaldo übertrumpft.

Shaqiri schmunzelt: "Nicht mein erstes schönes Tor"

Quelle: Perform

Zauberfuß Xherdan Shaqiri klopfte zweimal auf das Rednerpult und verschwand dann grinsend in die Kölner Nacht.
Sein Kunstschuss ins Glück versetzte den Schweizer Rekordmann in beste Laune - und vor dem EM-Showdown gegen das DFB-Team auch in Angriffslust. "Wir wollen die Deutschen ärgern, das ist ganz klar", sagte der ehemalige Bayern-Profi.
Natürlich hoffe er auch im Duell um den Gruppensieg am Sonntag (21:00 Uhr im Liveticker) in Frankfurt zu treffen, am liebsten so traumhaft wie beim 1:1 (1:1) gegen Schottland, durch das die Eidgenossen dem Einzug ins Achtelfinale ganz nah kamen.
"Es war ja nicht das erste Mal, dass ich ein so schönes Tor geschossen habe. Vor allem in so Events, bei Europa- und Weltmeisterschaften, genieße ich es jedes Mal", sagte Shaqiri zu einem Geniestreich.

Schweiz mit Selbstbewusstsein gegen Deutschland

Zwar stand das Weiterkommen am späten Mittwochabend rechnerisch noch nicht fest. Doch seit der Aufstockung der Europameisterschaft auf 24 Teams haben vier Punkte, wie sie die Schweiz vor dem Vorrundenfinale vorweist, immer zum Weiterkommen gereicht.
Dazu hat Murat Yakins Team gegenüber Schottland (1 Punkt) im Rennen um Platz zwei das deutlich bessere Torverhältnis.
Der Blick auf das Spiel gegen das deutsche Team von Julian Nagelsmann fiel trotz des vorzeitig verfehlten Achtelfinal-Tickets daher keinesfalls sorgenvoll aus.
Im Gegenteil. "Auch wir gehen selbstbewusst in das Spiel", sagte Shaqiri vielsagend. Und Yakin war überzeugt, auch gegen Deutschland "unsere Chancen zu bekommen".

Shaqiri in aller Munde

Wieder durch Shaqiri? Der ehemalige Münchner, der beim 3:1 zum Auftakt gegen Ungarn noch 90 Minuten auf der Bank schmoren musste, erfüllte seine Rolle gegen Schottland hinter der vordersten Sturmreihe perfekt.
Nach einem Fehlpass von Anthony Ralston schaltete der MLS-Profi von Chicago Fire schnell wie genial und traf aus rund 20 Metern mit links direkt in den Winkel.
"Zuerst habe ich gedacht, warum schießt du? Und dann ist es halt Shaq", sagte Torhüter Yann Sommer. Manuel Akanji vermutete, dass "nicht viele" aus dem Schweizer Kader ein solches Tor hätten schießen können.
Und Kapitän Granit Xhaka meinte nicht weniger beeindruckt im "SRF": "Er hat einen linken Fuß, wie ihn nicht viele haben. Er ist kein Stürmer, kein falscher Neuner – Shaq ist einfach Shaq." Der "Blick" urteilte: "Shaq-Stark!"

Shaqiri übertrumpft Ronaldo

Tatsächlich scheint das "Kraftpaket" Shaqiri im Rampenlicht am hellsten. Wieder einmal bewies der 32-Jährige auf einer EM- oder WM-Bühne seine große Gefahr - und übertrumpft damit momentan sogar Cristiano Ronaldo.
Als einziger Spieler traf Shaqiri nun bei allen der vergangenen sechs großen internationalen Turniere mindestens einmal.
Solche Statistiken seien "immer schön zu sehen, die bleiben in Erinnerung", meinte der ehemalige Champions-League-Sieger stolz und ergänzte schelmisch: "Die großen Spiele sind für mich gemacht." Vielleicht ja auch das gegen Deutschland.r
(SID)
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Quelle: Perform


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