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EM 2024: Türkei-Ultras rufen zum Wolfsgruß auf - Berliner Polizei stuft Viertelfinale als Hochrisikospiel ein
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Update 05/07/2024 um 10:09 GMT+2 Uhr
Die Gewerkschaft der Berliner Polizei stuft das EM-Viertelfinale zwischen der Türkei und den Niederlanden als "Nonplusultra-Hochrisikospiel" ein. "Beim Blick auf die große türkische Community in unserer Stadt verstärken sich die Sorgen bei der Einsatzbewältigung nochmal zusätzlich", sagte Sprecher Benjamin Jendro dem Nachrichtenportal "watson". Türkische Ultras riefen indes zum Wolfsgruß auf.
Merih Demiral zeigt den Wolfsgruß
Fotocredit: Getty Images
Rund 3000 Beamte werden rund um das Spiel am Samstag (21:00 Uhr im Liveticker) im Einsatz sein. "Es wird alles in den Dienst alarmiert, was irgendwie möglich ist, und wir hoffen natürlich auf Unterstützung von Bund und Ländern", sagte Jendro.
Das Einsatzgebiet beschränke sich nicht nur auf die "vier Hotspots" am Olympiastadion, Fanmeile und die Fantreffs am Breitscheidplatz und Hammerskjöldplatz, "sondern eben auch über den Ku’damm, Neukölln, Kreuzberg, wo Fußballfans auf die Straße gehen oder eben fahren werden".
Der Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ändere an der Einsatzplanung nichts.
Man erwarte, dass er sich an den "rechtsstaatlichen Rahmen" halte, sagt Jendro und stellte klar: "Bei uns gilt der Wolfsgruß als rechtsextremes Symbol."
Ultras rufen zum Wolfsgruß auf
Das Symbol wird womöglich zu einem großen Konfliktpunkt. Türkische Ultras riefen nämlich dazu auf, den Wolfsgruß zu zeigen. "Wir laden alle unsere Fans auf der Tribüne ein zu zeigen, dass das Zeichen der Grauen Wölfe kein 'Rassismus' ist, sondern 'das nationale Symbol des Türkentums', indem sie während der Nationalhymne das Zeichen der Grauen Wölfe machen", hieß es in einem Aufruf bei "X".
Damit hat sich die Debatte um den Gruß endgültig zu einer politischen Affäre entwickelt. Der türkische Nationalspieler Merih Demiral hatte im EM-Achtelfinale gegen Österreich in Leipzig (2:1) beide Treffer für die Türkei erzielt, nach dem Tor zum 2:0 zeigte er den Wolfsgruß mit beiden Händen.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) übte daraufhin scharfe Kritik an Demirals Jubel, was in der Folge zu diplomatischen Spannungen führte. Nach der Einberufung des deutschen Botschafters in Ankara bestellte das Auswärtige Amt am Donnerstag den türkischen Abgesandten ein.
Der Wolfsgruß ist ein Handzeichen und Symbol der türkischen rechtsextremen und ultranationalistischen Organisation Graue Wölfe. Weder die Organisation noch der Gruß sind in Deutschland verboten. Die Grauen Wölfe stehen allerdings unter der Beobachtung des Bundesamtes für Verfassungsschutz.
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(SID)
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