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EM 2024: Türkei wirft Innenministerin Nancy Faeser nach Kritik an Wolf-Jubel von Merih Demiral Fremdenfeindlichkeit vor
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Update 03/07/2024 um 21:30 GMT+2 Uhr
Das türkische Außenministerium hat mit deutlichen Worten auf die von Bundesinnenministerin Nancy Faeser geübte Kritik bezüglich des Wolfsgruß-Jubels von Merih Demiral geantwortet. "Die Reaktionen der deutschen Behörden auf Herrn Demiral sind selbst fremdenfeindlich", teilte das Außenministerium am Mittwoch nach dem siegreichen Achtelfinale bei der Europameisterschaft gegen Österreich mit.
Der Jubel von Merih Demiral gilt als Zeichen einer rechtsextremen türkischen Organisation
Fotocredit: Getty Images
Der deutsche Inlandsgeheimdienst habe in seinem Bericht betont, dass "nicht jeder, der das graue Wolfszeichen macht, als rechtsextremer bezeichnet werden kann".
Man verurteile "die politisch motivierten Reaktionen auf die Verwendung eines historischen und kulturellen Symbols in einer Weise, die niemanden während der Feier bei einer Sportveranstaltung anspricht", hieß es weiter.
Als Konsequenz bestellte Ankara den deutschen Botschafter ein, wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin der Nachrichtenagentur "AFP" bestätigte. Sie kündigte zudem an, der Vorfall werde am Donnerstag mit dem türkischen Botschafter "thematisiert", nannte aber keine Einzelheiten.
Wie eine diplomatische Quelle gegenüber der Nachrichtenagentur "AFP" sagte, habe Ankara noch am Mittwoch den deutschen Botschafter vorgeladen.
Faeser übt scharfe Kritik an Jubel
Demiral hatte beide Treffer für die Türkei beim 2:1-Sieg im EM-Achtelfinale gegen Österreich erzielt, nach dem Tor zum 2:0 zeigte er den sogenannten Wolfsgruß mit beiden Händen.
Dazu veröffentlichte er in den Sozialen Medien ein Bild mit seinem Torjubel. Der Wolfsgruß ist ein Handzeichen und Symbol der türkischen rechtsextremen und ultranationalistischen Organisation "Graue Wölfe". Weder die Organisation noch der Gruß sind in Deutschland verboten.
In Folge dessen hatte Faeser scharfe Kritik an dem Jubel geübt. "Die Symbole türkischer Rechtsextremisten haben in unseren Stadien nichts zu suchen", schrieb die SPD-Politikerin bei X.
Die EM "als Plattform für Rassismus" zu nutzen, sei "völlig inakzeptabel". Die Sicherheitsbehörden hätten "türkische Rechtsextremisten in Deutschland fest im Blick". Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat bereits eine Untersuchung eingeleitet.
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(SID)
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Quelle: Perform
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