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Rennen um Antoine Griezmann vor Zieleinlauf: Pferdenarr zieht es nach Barcelona

Rennen um Griezmann vor Zieleinlauf: Pferdenarr zieht es zu Barça
Von SID

17/05/2018 um 00:45Aktualisiert 17/05/2018 um 00:46

Zwei Tore im Europa-League-Finale, bald in Barcelona? Atlético Madrids Stürmerstar Antoine Griezmann steht mit 27 Jahren im Zenit seiner Karriere. Noch trägt der Torschützenkönig der EM 2016 das Trikot von Atlético Madrid, doch das heiße Rennen um den eiskalten Vollstrecker läuft bereits. Der FC Barcelona will den Torschützen vom Dienst unbedingt einfangen.

Antoine Griezmann liebt die Geschwindigkeit. Auch in seiner Freizeit. Diese verbringt der Fußball-Star gerne auf der Pferderennbahn.

Als seine zweijährige Stute Princeca kürzlich auf dem Kurs von Lyon-Parilly als Dritte ins Ziel einlief, war der Pferdenarr hocherfreut: "Ich bin sehr zufrieden. Die Aussichten für ihre weitere Karriere sind bestens."

Seine eigene Karriere lässt der französische Nationalspieler aber noch offen.

Atlético-Kapitän: "Alle wollen, dass er bleibt"

Das Ungewöhnliche am wochenlangen Griezmann-Poker ist, dass es sowohl die Spieler als auch die Klubbosse in aller Öffentlichkeit tun. Am Tag vor dem Finale machte Atléticos Kapitän Gabi noch einmal klar, wie sehr sie Griezmann bei den Rojiblancos brauchen. "Alle hier wollen, dass er bei uns bleibt", sagte der Mittelfeldspieler.

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Doch allen Beteiligten ist auch klar, dass gegen ein Buhlen des FC Barcelona kaum anzukommen ist, zumal, wenn sich Superstar Luis Suarez öffentlich für den Transfer einsetzt. "Er ist ein Spieler, der einen großen Wert mitbringt", sagte Suarez und hieß den neuen Sturmpartner bereits willkommen.

Atlético sauer auf Barcelona

In Madrid stießen diese Äußerungen auf Empörung. "Wir haben Barcelonas Haltung satt", wetterte Atléticos Boss Miguel Angel Gil Marin, nachdem auch Barcas Verantwortliche in aller Öffentlichkeit um Griezmann warben.

Der spanische Meister "lasse jeden Respekt für Atlético vermissen".

Doch offenbar zieht es Griezmann selbst auch zum Weltklub nach Katalonien. Dort kann er an der Seite von Messi und Suarez die großen Titel gewinnen, die ihm mit Atlético versagt blieben. Zweimal stand der Klub in den letzten Jahren (2014 und 2016) im Finale der Champions League, zweimal zog er gegen den Stadtrivalen Real Madrid den Kürzeren.

Mit dem Abstieg von Atlético in dieser Saison aus der Champions League nach der Gruppenphase deutete sich an, dass eine große Zeit bei Atletico zu Ende geht. Das spürt auch Griezmann, der dem Verein und vor allem Trainer Diego Simeone viel zu verdanken hat.

"Er hat mich als Spieler und als Persönlichkeit weiter gebracht", lobte Griezmann.

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Doch am Ende kommt gegen Barcelonas Buhlen keiner an. Der spanische Meister wird ohne Murren die festgeschriebene Ablösesumme von 100 Millionen Euro bezahlen und darf sich auf einen neuen, relativ günstigen Neymar-Ersatz freuen, nachdem der noch teurere Ex-Dortmunder Ousmane Dembele die großen Erwartungen bislang nur phasenweise erfüllen konnte.

Griezmann, dessen Mimik erstaunliche Ähnlichkeit mit der des deutschen WM-Fahrers Nils Petersen hat, hält sich wohltuend aus all den öffentlichen Diskussion um seine Person heraus.

Der 49-malige Nationalspieler forderte nur, dass noch vor der WM in Russland Klarheit herrschen müsse. Kein Trödeln also, schnell muss es gehen - wie auf der Rennbahn.

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