Turbulentes Europa-Comeback des 1. FC Köln: Chaos, Chaoten, Gänsehaut

Das Comeback des 1. FC Köln auf der europäischen Bühne wurde nach 25 langen Jahren zum gefühlten Heimspiel - doch zunächst war noch eine weitere Stunde Geduld gefordert: Eine wahre Invasion aus dem Rheinland, chaotische Zustände beim Einlass und der Versuch eines Blocksturms einiger Chaoten trugen am Donnerstagabend zur Verschiebung des Europa-League-Spiels beim großen FC Arsenal bei.

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Fotocredit: Eurosport

Die Begegnung in London musste nach hinten verlegt werden. Offiziell wurden Sicherheitsgründe angegeben, man wolle den Einlass der Zuschauermassen unter Kontrolle behalten.
Entscheidend dazu beigetragen hatte eine eigenwillige Organisation durch den FC Arsenal: Die Engländer hatten lediglich 2900 Gästetickets zur Verfügung gestellt, wollten aber auch Kölnern mit Karten für den restlichen Stadionbereich den Eintritt untersagen - dies hatte Arsenal erst zwei Tage vor dem Spiel mitgeteilt, als wohl fast alle Tickets bereits verkauft waren.
Mehr als 10.000 Kölner Fans hatten sich auf den Weg nach London gemacht und schon seit dem Mittag friedlich aber lautstark in der Innenstadt gefeiert, unter dem Hashtag ReturnOfTheGoat (Die Rückkehr der Ziege) wurde das Comeback des Geißbock-Klubs im Europacup auch in den sozialen Medien ausgiebig begleitet.

Krawallen von Kölner Chaoten

Am Abend trugen dann viele Faktoren zur Verschiebung bei. Zu Beginn kam es zu Krawallen, als einige Kölner Anhänger versuchten, sich gewaltsam Zugang zum Stadion zu verschaffen.
Dies gelang nicht, die Gruppe wurde von Ordnern und Sicherheitskräften gestoppt, sorgte aber auch in der Folge vereinzelt für Ärger. Zudem wurden nun die Eingänge zunächst geschlossen, weitere Sicherheitskräfte wurden zum Stadion gerufen.
Vor den Toren des Stadions entstand nun Stau, ein Arsenal-Vertreter bestätigte dem "SID" hierzu: Sowohl Kölner Fans mit Tickets für den Heimbereich als auch Anhänger ganz ohne Ticket mussten in dieser Phase "ausgesiebt" werden, dadurch kamen auch die Arsenal-Fans zunächst nicht zu ihren Plätzen.
Erst etwa eine Stunde vor der neuen Anstoßzeit wurden die Tore des 60.000 Zuschauer fassenden Stadions wieder geöffnet.

Kölner Fans sorgen für Heimspiel-Atmosphäre

Die Verantwortlichen hatten sich nun offenbar entschieden, die Gästefans mit den Heim-Tickets doch ins Stadion zu lassen. "Es ist zu diesem Zeitpunkt die sicherere Option, das Spiel stattfinden zu lassen, als es abzusagen", sagte ein Sprecher.
Beim Anpfiff bot sich dann ein eindrucksvoller Beleg der Kölner Reisebereitschaft. Eine gesamte Kopfseite des Stadions war in der Hand der lautstarken Gästefans. Zu Beginn wurde jede Aktion der Arsenal-Profis von einem gellenden Pfeifkonzert begleitet.
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