Eurosport
Europa League | Eintracht Frankfurt jubelt gegen Marseille dank Luka Jović und zwei Eigentoren
Von
Publiziert 29/11/2018 um 22:49 GMT+1 Uhr
Eintracht Frankfurt siegt und siegt und siegt: Durch ein 4:0 (2:0) gegen Olympique Marseille haben die Hessen unter freundlicher Mithilfe der Franzosen auch ihr fünftes Spiel in der Europa League gewonnen und sich Platz eins in der Gruppe H gesichert. Wettbewerbsübergreifend haben die furiosen Frankfurter zehn der letzten elf Spiele erfolgreich bestritten.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
So lief das Spiel:
Die Hessen legten furios los und gingen früh in Front: Sie führten eine Ecke auf der rechten Seite kurz aus. Mijat Gaćinović dribbelte nach innen, wo er in der rechten Strafraumhälfte zwei Gegenspieler austanzte und halbhoch aufs Gehäuse wuchtete. Yohann Pelé ließ nach vorne abprallen. Luka Jović lauerte und vollstreckte aus sechs Metern zum 1:0 (1.).
Wenige Minuten später hatten die Gäste, welche größtenteils enttäuschten und verdient zurück lagen, ihre aktivste Phase, in der sie aber kaum Offensivgefahr ausstrahlten. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde erhöhte der Bundesligadritte den Druck wieder und war bis zum Pausenpfiff spielbestimmend. Er profitierte von einem Patzer von Luiz Gustavo. Der ehemalige Bayernkicker spielte etwa 18 Meter vor dem Tor einen No-Look-Rückpass, fand damit aber nicht Schlussmann Pelé, der sich halblinks positionierte, sondern schob den Ball zum 2:0 in den Kasten (17.).
Frankfurt ermöglichte sich im weiteren Spielverlauf weitere Großchancen. Marseille hätte bei einer etwas besseren gegnerischen Chancenverwertung zur Halbzeitpause durchaus deutlich höher zurückliegen können.
Gleiches Bild im zweiten Abschnitt: Körperlich präsentere Frankfurter waren im vorderen Drittel kreativer und durchschlagskräftiger. L'OM agierte einfallslos und war meist sehr harmlos im Abschluss. Ein weiterer Schnitzer sorgte für das zweite Eigentor des Tages, welches das leistungsgerechte 3:0 bedeutete. Danny da Costa tankte sich rechts bis zur Grundlinie durch und gab scharf nach innen, wo Bouna Sarr den Ball aus kurzer Distanz unhaltbar ins eigene Tor lenkte (62.).
Lediglich fünf Minuten danach schraubten die Hausherren das Ergebnis weiter nach oben. Ein langer Schlag landet im Frankfurter Angriffsdrittel, wo Sébastien Haller Jović per Kopf links im Strafraum bedient. Die Nummer acht der "Adler" bugsierte den Ball über den herauseilenden Keeper zum 4:0 im Netz.
Anschließend nahm die SGE das Tempo etwas raus, gute Möglichkeiten erarbeitete sie sich in der Schlussviertelstunde aber trotzdem - es blieb allerdings beim hochverdienten Vier-Tore-Vorsprung.
Die Stimmen:
Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Es ist für uns alle eine Überraschung, dass wir nach fünf Spieltagen mit 15 Punkten die Gruppe gewinnen. Auch heute war es wieder von Anfang an ein Spektakel. Wenn man die Kulisse sieht, elektrisiert das einfach. Deshalb sind wir heute gestartet, wie aus der Pistole geschossen. Marseille mit 4:0 aus dem Stadion zu schießen, ist schon etwas Besonderes."
Simon Falette (Eintracht Frankfurt): "Wir haben richtig Spaß zusammen - wir wollten unbedingt den Gruppensieg. Wir haben keine Zeit, das jetzt zu genießen. Am Sonntag geht es bereits weiter."
Danny da Costa (Eintracht Frankfurt): "Das war eine riesige Energieleistung von uns. Es ist der Wahnsinn, dass wir jedes Spiel so angehen, als wäre es ein Endspiel."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Historische Offensive
Nach fünf Gruppenspielen stehen bei der Eintracht 15 erzielte Tore auf der Habenseite. So viele Treffer erzielte in der Geschichte der Europa League bisher noch kein deutscher Verein. Diesmal war die Frankfurter "Büffelherde", die aus Ante Rebić, Haller und Jović besteht, erst spät vereint. Die beiden Letztgenannten standen in der Startelf, Rebić wurde in der 72. Minute eingewechselt.
Die Statistik: 7
Olympique Marseille kassierte saisonübergreifend in der Europa League zum siebten Mal in Serie mindestens zwei Gegentore. Der Vorjahresfinalist, der im Endspiel 2017/18 mit 0:3 gegen Atlético Madrid verlor, belegt mit nur einem Punkt den letzten Platz der Gruppe H.
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung