Getty Images

Viertelfinale! Eintracht knockt Inter in San Siro aus

Viertelfinale! Eintracht knockt Inter in San Siro aus

15/03/2019 um 00:32Aktualisiert 15/03/2019 um 14:02

Eintracht Frankfurt hat die deutsche Fahne hochgehalten und das Viertelfinale der Europa League erreicht. Die Hessen setzten sich nach dem 0:0 im Hinspiel mit 1:0 (1:0) bei Inter Mailand durch und sind damit der letzte verbliebene Bundesligist im Europa-Pokal. Luka Jović erzielte per feinem Lupfer bereits in der 6. Minute den entscheidenden Treffer für das Team von Adi Hütter.

So lief das Spiel:

Nachdem alle deutschen Teams im Achtelfinale der Champions League die Segel streichen mussten, lag der Druck bei Eintracht Frankfurt, als einziges verbleibendes deutsches Team die Ehre der Bundesliga aufrecht zu erhalten. In der Partie gegen Inter Mailand, das SGE-Torhüter Kevin Trapp als "Champions League-Spiel" bezeichnete, gingen die Frankfurter mit einem guten Ergebnis aus dem Hinspiel. Vor heimischer Kulisse erspielten sie sich ein 0:0-Unentschieden.

Mit über 14.000 Auswärtsfans im Rücken ging die Eintracht im Stadio Giuseppe Meazza auf Sieg, erzeugte von Beginn an Druck und machte klar, wie sehr sie an das Weiterkommen glaubte. Inter wirkte überrascht ob der druckvollen und aggressiven Spielweise der Frankfurter. In der 3. Minute hatten die Hausherren Glück - nach einem verdeckten Abschluss von Filip Kostic war Samir Handanovic im ersten Versuch stark zur Stelle. Den Nachschuss setzte Sébastian Haller aus kurzer Distanz an den Querbalken.

Drei Minuten später zappelte der Ball schließlich früh im Inter-Gehäuse. Nachdem Stefan de Vrij einen hohen Ball unterschätzte, spritzte Luka Jovic dazwischen, schüttelte den Innenverteidiger ab und blieb vor Handanovic eiskalt. Der Stürmer überlupfte den herauseilenden Keeper und traf zum 1:0 für die Eintracht.

In der Folge blieben die Gäste die bessere Mannschaft, setzten den Italienern immer wieder mit offensivem und kollektivem Pressing zu. Inter bekam keine Ruhe ins eigene Spiel und war nahezu chancenlos. Frankfurt hingegen erspielte sich weitere Gelegenheiten auf den zweiten Treffer, nutzte die Möglichkeiten allerdings nicht.

Mit zunehmender Spielzeit investierte Inter mehr, ging mit allen Kapazitäten in die Offensive. Frankfurt setzte auf das eigene Umschaltspiel und hatte mehrfach die Chance, das Spiel zu entscheiden. Doch vor dem gegnerischen Gehäuse zeigten sich die Frankfurter nicht abgezockt genug - zu oft scheiterten sie und ließen die Italiener so weiter im Spiel.

Defensiv standen die Hessen allerdings sehr sicher und kompakt - Inter kam nur selten in die Gefahrenzone. So schafften es die Italiener nicht, Trapp im SGE-Gehäuse zu überwinden. Die Frankfurter brachten den Sieg letztlich problemlos über die Zeit und zogen dadurch völlig verdient ins Viertelfinale ein - und das zum ersten Mal nach 24 Jahren.

Die Stimmen zum Spiel:

Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt): "Wir sind immer besser und besser ins Spiel gekommen, haben Inter Mailand extrem gut und weit vom eigenen Tor ferngehalten und kaum Torchancen zugelassen. Das war der Schlüssel zum Sieg."

Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt): "Es ist toll und das macht uns stolz, dass wir immer noch international vertreten sind. Wir dürfen nicht zufrieden, aber stolz sein, dass wir es so weit geschafft haben. Das Ergebnis hätte noch höher ausfallen können."

Das fiel auf: Eine eingeschworene Truppe

Bei Eintracht Frankfurt bilden Fans und Mannschaft eine ganz eingeschworene Einheit. Die SGE-Anhänger folgen ihrem Verein auf Schritt und Tritt - über 14.000 Fans fuhren mit der Eintracht nach Mailand. Auch in den vorherigen Auswärtsspielen waren standen sie wie ein echter zwölfter Mann hinter ihrem Team.

Diese Unterstützung springt merklich auf die Mannschaft über. Diese Mentalität ist gleichermaßen im Spiel der Eintracht zu beobachten. Jeder kämpft für jeden - bügelt die Fehler des anderen aus. Frankfurt agiert im Verbund und erzwingt so den eigenen Erfolg. Nun unter anderem den Einzug ins Viertelfinale der Europa League.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 1

Was für ein Abend für Jovic. Der Angreifer erzielte den wichtigen Führungs- und Siegtreffer für Eintracht Frankfurt und trat damit gleichzeitig in die Fußstapfen von Nicklas "Lord" Bendtner. Denn der letzte Spieler, der vor Jovic für ein deutsches Team im Stadio Giuseppe Meazza traf, war Bendtner am 19. März 2015 im Trikot des VfL Wolfsburg.

0
0