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Frankfurt locker weiter - aber große Sorgen um Russ

Frankfurt locker weiter - aber große Sorgen um Russ

15/08/2019 um 22:32Aktualisiert 16/08/2019 um 09:06

Eintracht Frankfurt ist locker in die Playoffs zur Europa-League-Gruppenphase eingezogen. Im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde setzte sich das Team von Trainer Adi Hütter mit 1:0 (1:0) gegen den FC Vaduz durch, Jonathan de Guzman traf nach 31 Minuten. Das Hinspiel hatte Frankfurt bereits 5:0 gewonnen. Getrübt wurde die Freude von einer womöglich schweren Verletzung bei Marco Russ.

So lief das Spiel:

Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter warf nach dem deutlichen 5:0-Hinspielerfolg die Rotationsmaschine an und veränderte seine Startelf im Vergleich zum Auftritt im DFB-Pokal auf gleich neun Positionen. Dementsprechend verhalten starteten die Hessen in die Partie und offenbarten insbesondere im letzten Angriffsdrittel immer wieder Abstimmungsprobleme.

Die quasi bereits ausgeschiedenen Gäste vom FC Vaduz spielten hingegen befreit auf und verbuchten durch Tunahan Cicek (7.) und Pius Dorn (23.) die ersten gefährlichen Abschlüsse in der Anfangsphase.

Nach etwa einer halben Stunde schaltete die Eintracht einen Gang höher und kam prompt zum Führungstreffer durch Jonathan de Guzman. Während Mijat Gacinovic mit einem schönen Schuss aus 15 Metern noch am linken Pfosten scheiterte, verwertete de Guzman den zurückprallenden Ball per Direktabnahme von der Strafraumkante sehenswert in den linken Winkel (31.).

Der Niederländer hätte noch vor der Pause beinahe den Doppelpack geschnürt, scheiterte allerdings freistehend aus elf Metern am starken Gästetorwart Benjamin Büchel (45.+1).

Nach dem Seitenwechsel blieben Chancen absolute Mangelware, ein letztendlich harmloser Fernschuss von Gacinovic blieb für lange Zeit die beste Frankfurter Gelegenheit (58.). Angesichts des deutlichen Gesamtergebnisses ließ es die Elf von Trainer Hütter ruhig angehen, einzig Dejan Joveljic vergab in der Schlussphase mit einem unkonzentrierten Abschluss aus Nahdistanz (79.).

In der abschließenden Playoff-Runde um die Gruppenphase trifft Frankfurt auf den französischen Erstligisten Racing Straßburg.

Die Stimmen:

Kevn Trapp (Eintracht Frankfurt): "Die Verletzung ist sehr Schade für Marco Russ. Ich hoffe, dass es ihn nicht umwirft. Er ist für uns einfach ein sehr wichtiger Baustein in der Mannschaft. Straßburg ist eine unangenehme Mannschaft, die Fußball spielen will und kann. Dort müssen wir von Anfang an hellwach sein."

Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt): "Es war ein hartes Stück Arbeit, weil Vaduz keine Laufkundschaft ist. Für uns galt, eine gute Leistung zu zeigen und das Spiel zu gewinnen. Auf der Leistung können wir aufbauen."

Fredi Bobic (Sportvorstand Eintracht Frankfurt): "Wir hätten es im Ergebnis vielleicht ein bisschen höher machen können. Wir haben uns etwas schwer getan und sich nicht so gut ins Spiel gekommen. Zu kritisch sollten wir jetzt aber auch nicht sein. Gegen Straßburg müssen wir nochmal eine Schippe drauflegen."

Der Tweet zum Spiel: Die Reise geht weiter

Das fiel auf: Russ-Verletzung trübt Weiterkommen

Der Einzug in die Europa-League-Playoffs wurde nach 34 Minuten durch die schwere Verletzung von Eintracht-Urgestein Marco Russ getrübt. Ohne Fremdeinwirkung verletzte sich der Kapitän im Sprung und musste von Betreuern gestützt das Feld verlassen. Laut ersten Diagnosen besteht bei Russ der Verdacht auf einen Achillessehnenriss.

Die Statistik: 162

162 Anhänger des FC Vaduz fanden den Weg aus Liechtenstein in die Frankfurter Commerzbank Arena.

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