Eintracht Frankfurt in der Europa League: Drei Dinge, die gegen Arsenal auffielen

Eintracht Frankfurt musste zum Auftakt der Europa League mit der 0:3 (0:1)-Heimniederlage gegen den FC Arsenal einen kleinen Dämpfer hinnehmen. Letzten Endes agierten die "Gunners" zu abgezockt für die Elf von Adi Hütter. Comebacker Filip Kostic unterstrich seine Bedeutung für die Eintracht, während Neuzugang Djibril Sow mit seiner Leistung deutlich abfiel. 3 Dinge, die auffielen.

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Arsenal eindimensional, aber gnadenlos effektiv

Vom Ballbesitzfußball vergangener Tage ist beim FC Arsenal unter Teammanager Unai Emery mittlerweile nicht mehr viel übrig. Statt ansehnlicher Kombinationen im Offensivspiel beschränkten sich die "Gunners" zum Auftakt der Europa League bei Eintracht Frankfurt weitestgehend auf Kontersituationen. Speziell in Halbzeit eins war das Motto bei eigenem Ballbesitz: Lang und weit auf den Ex-Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang, der immer wieder alleine auf die Reise geschickt wurde.
Dieses im Prinzip eindimensionale Offensivspiel der "Gunners", das auch dem aggressiven Pressing der Frankfurter geschuldet war, offenbarte jedoch riesige Lücken im Umschaltspiel der Gastgeber und erwies sich mit zunehmender Spielzeit als effektives Mittel gegen die weit aufgerückten Außenverteidiger der Eintracht.
So auch beim Führungstreffer des FC Arsenal kurz vor Ende der ersten Halbzeit durch Joe Willock (38.), der vom schlechten Umschaltverhalten der Hessen profitierte.
"Wir haben in der Pause angesprochen, dass wir in der ersten Halbzeit in manchen Situationen zu naiv waren. Wir hatten so oft eins gegen eins Situationen, da war die Restverteidigung einfach nicht gut und so haben wir auch das 0:1 bekommen", bemängelte Sportvorstand Fredi Bobic das Defensivverhalten seiner Mannschaft.
"Durch unsere offensive Art und Weise des Pressings entstehen natürlich auch große Räume hinter unserer Abwehr", erklärte der derzeit verletzte Eintracht-Verteidiger Marco Russ bei "DAZN".
Diese Räume nutzten Bukayo Saka (85.) und Pierre-Emerick Aubameyang (88.) per Konter gnadenlos zu weiteren Treffern aus.

Kostic auf links unersetzlich

In der Bundesliga musste die Eintracht gegen den FC Augsburg zuletzt auf den kurzfristig erkrankten Filip Kostic verzichten. Wie schmerzlich der 26-Jährigen auf der linken Außenbahn vermisst wurde, offenbarte die 1:2-Niederlage bei den Fuggerstädtern. Bei seinem Comeback auf internationalem Parkett knüpfte der Serbe nahtlos an seine starken Leistungen der vergangenen Wochen und Monate an. In Durchgang eins kamen knapp 50 Prozent der SGE-Angriffe über seine linke Seite.
Kostic bereitete seinem Gegenspieler Calum Chambers mit seinem Offensivdrang über die komplette Spielzeit hinweg große Probleme und erarbeitete sich immer wieder gute Tormöglichkeiten (23., 54., 68.) oder kreierte Chancen für seine Mitspieler (59.).
Besonders das Zusammenspiel mit Neuzugang André Silva klappte in einigen Szenen hervorragend: In der 18. Minute schickte Silva den schnellen Linksaußen mit einem perfekt getimten Pass auf die Reise, dieser konnte das Zuspiel jedoch nicht verwerten und scheiterte am Außennetz. Einzig ein Tor wollte auch dem agilen Kostic nicht gelingen.
"Ich glaube, dass wir gut angefangen und genügend Chancen herausgespielt haben", konstatierte Stürmer Bas Dost nach der Partie und führte aus:

Neuzugang Sow als Risikofaktor

Djibril Sow feierte gegen den FC Augsburg ein unglückliches Startelf-Debüt. Dem 22-Jährigen wollte im zentralen Mittelfeld kaum etwas gelingen und so ließ Trainer Hütter seinen Neuzugang zur Halbzeit in der Kabine. Am 1. Spieltag der Europa League erhielt Sow ebenfalls die Chance von Beginn an - und enttäuschte erneut über weite Strecken.
Der Schweizer wirkte speziell in der ersten Halbzeit unkonzentriert und lud die Gäste aus London mit zwei haarsträubenden Fehlern zu großen Möglichkeiten ein. Erst spielte er einen kapitalen Fehlpass in die Beine von Emile Smith Rowe (13.), anschließend vertändelte er den Ball als letzter Mann im Aufbau gegen Granit Xhaka (32.). David Abraham und Torhüter Kevin Trapp konnten die beiden Schnitzer von Sow in letzter Sekunde noch ausbügeln.
"Ich hatte das Gefühl, Arsenal wurde immer nur dann gefährlich, wenn wir sie dazu eingeladen haben", traf Russ mit seiner Analyse den Nagel auf den Kopf.
Insgesamt kamen zu wenige Impulse von Sow und Daichi Kamada aus dem Zentrum und so wurden die Angriffe fast ausnahmslos über außen vorgetragen. Im zweiten Durchgang fand der schweizer Nationalspieler zu mehr Sicherheit und konnte am Ende des Spiels eine respektable Passquote vorweisen (92%).
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