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Transferstreit um Dost dämpft Frankfurts Europa-League-Euphorie

Transferstreit um Dost dämpft Frankfurts Europa-League-Euphorie
Von Eurosport

21/08/2019 um 13:28Aktualisiert 21/08/2019 um 13:29

Eigentlich sollte Eintracht Frankfurt die volle Konzentration auf die Play-offs zur Europa League legen. Das Hinspiel in Straßburg wird jedoch vom Transferstreit um Wunschspieler Bas Dost überlagert. Während vor kurzem noch auf seine Premiere im Eintracht-Trikot am Donnerstag gehofft wurde, ist mittlerweile sogar unklar, ob der 30-jährige Niederländer überhaupt zum Bundesligisten wechselt.

Auf einmal steht Aussage gegen Aussage - und der Leidtragende heißt Eintracht Frankfurt. Anstatt voller Vorfreude den "heißen Tanz" in den Play-offs zur Europa League in Angriff zu nehmen, müssen sich die Hessen mit einem nervigen Transferstreit um Wunschspieler Bas Dost herumärgern. Die Hoffnung auf seine Premiere im Eintracht-Trikot schon am Donnerstag drohte deshalb zu platzen.

Dost: Gesamter Transfer könnte scheitern

Vor dem Hinspiel bei Racing Straßburg (20.30 Uhr/Nitro) steht mittlerweile sogar in den Sternen, ob der 30 Jahre alte Niederländer überhaupt zum Bundesligisten wechseln wird. Dabei schien doch alles schon geregelt. "Sporting Lissabon hat uns im Juli mitgeteilt, dass Bas aus finanziellen Gründen verkauft werden muss, da der Verein sein Gehalt nicht mehr bezahlen kann", sagte Dosts Berater Gunther Neuhaus im Sportbuzzer, nachdem sein Profi "öffentlich verunglimpft" worden war. Von: Sporting Lissabon.

Der 22-malige portugiesische Meister hatte zuvor quasi aus dem Nichts mitgeteilt, dass "überraschende und kurzfristige Forderungen vonseiten des Spielers die Umsetzung des Transfers verhindern". Sporting stehe "weiter für eine Vereinbarung zum Nutzen aller Beteiligten zu Verfügung", seine Interessen will der Klub aber "kompromisslos" wahren.

Bas Dost spielte bereits für den VfL Wolfsburg in der Bundesliga

Bas Dost spielte bereits für den VfL Wolfsburg in der BundesligaSID

Eintracht Frankfurt: Hütter warnt vor Straßburg

Zumindest die Mannschaft von Trainer Adi Hütter muss den schwelenden Konflikt irgendwie ausblenden - was angesichts der Glücksgefühle, die der vermeintlich perfekte Wechsel bereits ausgelöst hatte, schwierig wird. "Das Spiel wird eine harte Nuss", sagte Hütter über den französischen Ligapokal-Gewinner, den Torhüter Kevin Trapp noch aus seiner Zeit bei Paris St. Germain kennt:

" Wir müssen uns auf einen heißen Tanz gefasst machen."

Weil die Anhänger von Racing wie die Eintracht-Fans, derart viel Lärm erzeugen können, um ihrem Team einen Vorteil zu ermöglichen. "Das Stadion ist eng, das Publikum ist super. Es wird ein tolles, aber kein einfaches Spiel", prophezeite Trapp.

Ängstlich werden die Frankfurter allerdings keinesfalls auftreten, sie haben in der zurückliegenden Spielzeit schließlich Kaliber wie Inter Mailand, Benfica Lissabon und um ein Haar auch den späteren Cup-Sieger FC Chelsea niedergerungen. Zudem hat die SGE durch den jüngsten Erfolg zum Auftakt der Fußball-Bundesliga alle sechs Pflichtspiele der bisherigen Saison gewonnen.

Kampfstarker Rode zurück in der Startelf?

"Wir wissen, dass die Eintracht eine große Maschine ist und wir der Außenseiter sind", sagte Straßburgs Coach Thierry Laurey. Auch Trapp glaubt, "dass wir die bessere Mannschaft besitzen. Aber wir müssen den Kampf annehmen".

Um trotz der vielen Partien in den ersten Saisonwochen wieder bereit zu sein, dürfte Hütter vor allem im Mittelfeld rotieren. Vermutlich kehrt der kampfstarke Sebastian Rode in die Startelf zurück, in der Spitze könnte der bullige Goncalo Paciencia seinen Nebenmann Ante Rebic unterstützen - nicht zuletzt wegen der Unklarheiten um Dost.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Straßburg: Sels - Simakan, Kone, Mitrovic, Ndour - Sissoko, Lienard - Zohi, Corgnet, Carole - Da Costa. - Trainer: Laurey

Frankfurt: Trapp - Abraham, Hasebe, Hinteregger - da Costa, Kohr, Rode, Kostic - Kamada - Paciencia, Rebic. - Trainer: Hütter

Schiedsrichter: Kruzliak (Slowakei)

(SID)

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