Hoffenheim startet mit Heimsieg gegen Roter Stern

Die TSG 1899 Hoffenheim ist mit einem 2:0 (0:0)-Heimsieg über Roter Stern Belgrad erfolgreich in die Gruppenphase der Europa League 2020/21 gestartet. Christoph Baumgartner (64.) und Munas Dabbur (90.+3) erzielten in einem wenig aufregenden Spiel der Gruppe L die Tore. Für TSG-Trainer Sebastian Hoeneß war es das Europacup-Debüt.

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Die TSG Hoffenheim hat ihrem Trainer Sebastian Hoeneß eine gelungene Premiere auf der europäischen Fußballbühne beschert. Die Kraichgauer gewannen das erste Gruppenspiel in der Europa League 2:0 (0:0) gegen Roter Stern Belgrad und machten damit den ersten kleinen Schritt in Richtung K.o.-Phase. Für die TSG ist es bei der dritten Europapokal-Teilnahme erst der zweite Sieg.
Bereits am kommenden Donnerstag (18:55 Uhr im Liveticker) reisen Hoeneß und Co. nach Belgien zum zweiten Spiel in der Gruppe L bei KAA Gent, dritter Gegner ist der tschechische Vertreter Slovan Liberec.
Vor der Partie hatten Hoeneß vor allem Corona-Sorgen geplagt. Top-Torjäger Andrej Kramaric und Kasim Adams befinden sich nach ihren positiven Tests weiter in Quarantäne, ebenso Pavel Kaderabek, der im familiären Umfeld Kontakt zu einer infizierten Person hatte.
Aufgrund der gestiegenen Corona-Fallzahlen musste die Begegnung im Kraichgau zudem ohne Zuschauer ausgetragen werden.

So lief das Spiel:

TSG-Trainer Sebastian Hoeneß tauschte seine Anfangsformation im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen Dortmund auf vier Positionen und beorderte Ryan Sessegnon, Florian Grillitsch, Christoph Baumgartner sowie Munas Dabbur neu in die Startelf.
Nach einem munteren Beginn mit Abschlüssen von Sebastian Rudy aus 16 Metern (2.), Christoph Baumgartner per Fallrückzieher (4.) und Belgrads Srdan Spiridonovic (8.) veflachte die Partie im ersten Durchgang zusehends und bot beiderseits nur selten konkrete Torchancen.
Halbherzige Abschlüsse aus der Distanz vom agilen Baumgartner (22.) und Ruhepol Rudy (26.) ragten als Highlights heraus.
In der 45, Minute verabschiedete sich die TSG mit ihrer bis dahin besten Chance in die Pause. Der schnelle Dabbur erlief Rudys etwas zu steilen Steckpass gerade noch und traf aus spitzem Winkel den Pfosten. Roter Stern durfte sich doppelt glücklich schätzen, weil der Ball vom Pfosten an das Bein von Verteidiger Milos Degenek sprang und das Tor nur knapp verfehlte (45.).
Die TSG spielte nach dem Seitenwechsel merklich geradliniger nach vorne und suchte im letzten Drittel schneller den Abschluss.
Nachdem Gästetorwart Milan Borjan einen Distanzschuss von Dabbur gerade noch mit einer Hand über die Latte lenken konnte (51.), musste der Schlussmann in der 64. Minute zum ersten Mal hinter sich greifen: Eine maßgenaue Flanke von Rudy erreichte im Zentrum Baumgartner, der den Ball aus elf Metern technisch anspruchsvoll per Direktabnahme unter die Latte setzte (64.).
Die Gäste aus Serbien trauten sich angesichts der drohenden Niederlage mehr aus der Deckung und sorgten vorwiegend nach Standards für Gefahr. Sékou Sanogo vergab binnen weniger Minuten zwei sehr gute Kopfballchancen nach Eckbällen (69./73.).
Roter Stern warf in der Schlussphase nochmal alles nach vorne, kam aber zu keiner guten Abschlusschance mehr. Stattdessen machte Dabbur in der Nachspielzeit nach starker Balleroberung von Diadie Samassekou den Deckel drauf und brachte den verdienten TSG-Erfolg unter Dach und Fach (90.+3).

Die Stimmen:

Sebastian Hoeneß (Trainer TSG Hoffenheim): "Wir können von einem verdienten Sieg sprechen. Gerade defensiv war es von uns eine wirklich starke Leistung. Offensiv wurde es mit zunehmender Spieldauer auch besser."
Christoph Baumgartner (TSG Hoffenheim): "Als junger Bub war es immer mein Traum, mal Champions League zu spielen. Vielleicht klappt das noch mal. Jetzt mache ich ein Tor und helfe dem Team zum Erfolg in der Europa League. Das war ein verdienter Sieg."
Sebastian Rudy (TSG Hoffenheim): "Wir haben den Sieg heute Abend verdient. Wir haben ruhig gespielt, aber immer mit dem offensiven Gedanken."

Der Tweet zum Spiel:

Gästetrainer Dejan Stankovic wurde nach Hoffenheims Führungstor wegen zu starken Reklamierens auf die Tribüne verwiesen. Die Maßnahme hatte in diesem Fall nur wenig negative Auswirkungen für den serbischen Rekordmeister.

Das fiel auf: Kramaric wird lange schmerzlich vermisst

Das Fehlen von Toptorjäger Andrei Kramaric (Corona) war bei der TSG an allen Ecken und Ende zu merken. Obwohl Trainer Hoeneß mit Ishak Belfodil und Munas Dabbur zwei Spitzen brachte, fehlte im Sturmzentrum eine zuverlässige Anspielstation. Die Abstimmung mit Zehner Baumgartner stimmte bei den Laufwegen oftmals nicht, viele einfache Ballverluste im letzten Drittel waren die Folge. So hatten die Gäste aus Belgrad über eine Stunde leichtes Spiel, die Angriffe der Gastgeber zu verteidigen.

Die Statistik: 15

Die TSG Hoffenheim traf in jedem ihrer ersten 15 Europapokalspiele Das schafften in UEFA-Wettbewerben zuvor nur fünf Teams: FC Barcelona, AC Mailand,FC Getafe, West Ham United und Aris Saloniki.
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