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Eintracht Frankfurt feiert Last-Minute-Sieg bei Olympiakos Piräus und stürmt in die K.o.-Runde
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Publiziert 04/11/2021 um 20:40 GMT+1 Uhr
Eintracht Frankfurt steht in der Zwischenrunde der Europa League. Das Team von Trainer Oliver Glasner setzte sich am 4. Spieltag dank eines Last-Minute-Treffers 2:1 (1:1) bei Olympiakos Piräus durch und qualifizierte sich damit vorzeitig für die K.o.-Runde. Youssef El-Arabi brachte die Gastgeber in Front (12.). Daichi Kamada (17.) und Jens Petter Hauge (90.+2) drehten die Partie.
Jens Petter Hauge - Eintracht Frankfurt
Fotocredit: Imago
Oliver Glasner musste für das heutige Spiel die halbe Startaufstellung umkrempeln. Unter anderem fehlten Leistungsträger wie Filip Kostic, Ajdin Hrustic oder - aufgrund eines Magen-Darm-Infekts - kurzfristig auch Erik Durm. Die Frankfurter brauchten demnach auch ein bisschen Zeit, um richtig ins Spiel zu kommen. In den ersten Minuten tasteten sich die Mannschaften ab.
In der 12. Spielminute fiel plötzlich der Führungstreffer für Olympiakos. Henry Onyekuru wurde auf dem linken Flügel steilgeschickt. Der Nigerianer fand den Weg in den Strafraum und spielte eine flache Hereingabe auf El Arabi, der alleinstehend keine Probleme hatte, den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen zu jagen.
Die Eintracht schüttelte sich kurz und ließ wenige Minuten später die Antwort folgen. Rafael Borré entschied sich im richtigen Moment für einen Zuckerpass auf den einlaufenden Daichi Kamada. Geschickt nahm der Japaner den Ball mit und schloss mit rechts flach ins lange Eck ab. Das Leder traf den linken Innenpfosten, prallte von dort jedoch in den Kasten (17.).
Nach dem Gegentreffer erhöhte Olympiakos den Druck und hatte die erneute Führung auf dem Fuß. Georgios Masouras und Mady Camara schossen innerhalb von drei Minuten auf den Frankfurter Kasten. Beide Male verhinderte SGE-Keeper Kevin Trapp den Einschlag (36., 39.).
Obwohl Olympiakos in der Endphase des ersten Durchgangs insgesamt überlegen war, kam Frankfurt stärker aus der Kabine. Dieser Aufschwung hielt jedoch nicht lange an, denn der überragende Linksaußen Onyekuru vergab die nächste große Chance (57.). Der 24-Jährige erhielt einen guten Pass halblinks in den Strafraum und fackelte nicht lange, doch sein Versuch ging haarscharf am rechten Pfosten vorbei. Der während der Partie ansonsten überzeugende Evan N`Dicka verschlief den Moment und hob das Abseits auf.
Beide Trainer entschieden sich in der letzten halben Stunde für mehrere Wechsel und das Spiel verlor an Attraktivität, weil Torchancen zur Rarität wurden. Dennoch prüfte der kurz zuvor eingewechselte Jesper Lindström Olympiakos-Schlussmann Tomáš Vaclík. Eine Direktabnahme des Dänen war allerdings nicht von Erfolg gekrönt (69.).
Vieles deutete auf ein Unentschieden hin, mit dem die Eintracht hätte gut leben können, doch in der Nachspielzeit klingelte es tatsächlich noch im Kasten von Piräus. N`Dicka eroberte die Kugel im Mittelfeld und schickte auf links Lindström. Der Joker lief in den Strafraum und legte quer auf den nächsten Frankfurter Joker, Jens Petter Hauge. Ein gegnerischer Fuß war noch dran, doch der Norweger kam trotzdem an den Ball und verwandelte trocken zum 2:1 Endstand (90.+2)!
Die Stimmen:
Oliver Glasner (Trainer Eintracht Frankfurt): "Eine super Leistung von uns, es war ein ganz schwieriges Spiel. In der zweiten Halbzeit war es ein großer Kampf, dem haben wir standgehalten. Wir sind sehr, sehr froh, dass wir hier gewonnen haben. Jetzt gilt es für Fürth alle Kräfte zu mobilisieren."
Der Tweet zum Spiel:
Es war ein Duell von Vereinen mit besonderen Fans. Zu Beginn der Partie sorgten die Anhänger der Hausherren mit einer riesigen Choreografie für staunende Blicke und zum Schluss stimmten die angereisten Frankfurter fröhliche Fangesänge an. Nach dem Abpfiff feierten die Spieler mit ihren treuen Begleitern.
Das fiel auf: Onyekuru wie im Rausch
Fast jede Aktion der Hausherren lief über ihn: Henry Onyekuru. Der Nigerianer war nicht nur Vorlagengeber beim 1:0, sondern überhaupt der aktivste Offensiv-Akteur. Kevin Trapp machte ihm heute einen Strich durch die Rechnung, der seine Schüsse ausnahmslos parieren konnte. Seit der Auswechslung des Mannes mit den roten Haaren in der 71. Minute gelang es Piräus nur vereinzelt gefährlich zu werden
Die Statistik: 33
So viele Fouls begingen beide Mannschaften. 21 davon standen auf dem Konto der Frankfurter, die es dem Gegner nicht einfach machten.
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