Europa League: Eintracht Frankfurt bezwingt West Ham United erneut und zieht ins Endspiel ein

Das Fußball-Märchen geht tatsächlich weiter: Eintracht Frankfurt steht im Finale der Europa League. Die SGE, die West Ham United bereits im Hinspiel 2:1 bezwungen hatte, entschied auch das Rückspiel für sich. 1:0 (1:0) endete das zweite Duell mit den Engländern. Rafael Borré erzielte den einzigen Treffer des Spiels (26.). Neun Minuten zuvor hatte West Hams Aaron Cresswell die Rote Karte gesehen.

Glasner bis zum Schluss angespannt: "Wenn das ManCity passiert..."

Quelle: Perform

Eintracht Frankfurt musste im Halbfinal-Rückspiel verletzungsbedingt auf Jesper Lindström verzichten, stattdessen brachte SGE-Trainer Oliver Glasner Jens Petter Hauge von Beginn an in einem 3-4-3-System. Allerdings war der Coach bereits nach wenigen Minuten gezwungen zu wechseln, nachdem sich Martin Hinteregger bei einem Sprint am rechten Oberschenkel verletzte.
West Ham ging in einem 4-3-3-System ins Gastspiel, war jedoch ebenfalls gezwungen, frühzeitig personell zu wechseln. Ausschlaggebend war eine Notbremse von Aaron Cresswell gegen Hauge, der nach einem hohen Ball von Filip Kostic auf und davon war. Zunächst zeigte der Schiedsrichter die Gelbe Karte, nach Hinweis des VAR revidierte er seine Entscheidung und zeigte die Rote Karte (19.).
Frankfurt nutzte das gebotene Momentum, spielte konsequent nach vorne und ging in der 26. Minute verdient mit 1:0 in Führung. Der eingewechselte Almamy Touré spielte einen schönen Steckpass auf der rechten Seite auf Ansgar Knauff, der kurz vor der Grundlinie flach in die Mitte passte. Rafael Borré kam aus zehn Metern freistehend zum Abschluss und verwandelte sicher.
West Ham benötigte in der Folge zwei Tore, um sich in die Verlängerung zu retten, doch es spielte einzig die Frankfurter Eintracht. Die Hausherren dominierten das Spielgeschehen mit viel Ruhe und Ballsicherheit – verpassten es allerdings, den wichtigen zweiten Treffer nachzulegen. So blieben die Londoner vorerst im Spiel.
Auch im zweiten Durchgang waren die Frankfurter die bessere Mannschaft, ließen West Ham nicht zur Entfaltung kommen. Vor allem das Spiel gegen den Ball war sehr eindrucksvoll – die Eintracht gewann nahezu alle Zweikämpfe, hatte eine gute Grundordnung und Kompaktheit zwischen den Linien. In der Folge waren Chancen für die Gäste die absolute Ausnahme.
Eintracht Frankfurt brachte das knappe 1:0 (3:1 in Gesamtwertung) über die Zeit und zog damit völlig verdient nach zwei Halbfinalspielen gegen West Ham ins Finale der Europa League ein. Es ist die erste Frankfurter Finalteilnahme in einem europäischen Wettbewerb seit 42 Jahren.

Die Stimmen:

Timothy Chandler (Eintracht Frankfurt): "Es gibt nichts Geileres. Eintracht Frankfurt ist der geilste Verein, das sind die geilsten Fans. Es ist einfach unglaublich. Wir wollen das Ding jetzt nach Frankfurt bringen."
Oliver Glasner (Trainer Eintracht Frankfurt): "Das war ein Abend, den man nie vergisst. Was die Mannschaft heute wieder geleistet hat ... Sie hat alles in die Waagschale geworfen. Mit unseren Fans war das ein unglaublicher Abend. Ich habe zu der Mannschaft gesagt: Ich weiß nicht, ob ihr die besten Spieler seid, und ich weiß nicht, ob wir die besten Trainer sind. Aber als Truppe sind wir außergewöhnlich."
Peter Fischer (Präsident Eintracht Frankfurt): "Das ist Frankfurt, das haben alle verdient! Das ist Lebensfreude, das ist Fußball. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wenn wir im Finale sind, wollen wir das Ding auch holen und wir werden es holen, wir gewinnen das Finale."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Zum Finalsieg gezwungen

Nach jahrzehntelanger Abstinenz steht Frankfurt wieder in einem europäischen Endspiel. In Sevilla ist die Eintracht nun gezwungen, das Finale zu gewinnen, denn auf solche Pokalabende wie in dieser Saison - gegen den FC Sevilla, den FC Barcelona, West Ham - kann Fußball-Deutschland einfach nicht verzichten. Frankfurt muss das Finale in Sevilla gewinnen, um auch in der kommenden Saison international spielen zu dürfen. Über den Ligaweg schafft es die Eintracht nicht, doch der Titel in der Europa League qualifiziert die SGE in der kommenden Spielzeit für die Königsklasse. Die Vorzeichen stehen gut.

Die Statistik: 3

Zum dritten Mal überhaupt steht Eintracht Frankfurt in einem europäischen Endspiel. In der Saison 1959/60 verlor die SGE gegen Real Madrid im Landesmeisterpokal, 20 Jahre später gewannen die Frankfurter im UEFA Cup gegen Borussia Mönchengladbach.
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Klopp schwärmt nach Finaleinzug: "Als wäre es das erste Mal"

Quelle: Perform

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