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Union Berlin im Achtelfinale der Europa League - Köpenicker schlagen Ajax an der Alten Försterei
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Publiziert 23/02/2023 um 22:55 GMT+1 Uhr
Der 1. FC Union Berlin hat das Achtelfinale der Europa League erreicht. Nach dem 0:0 im Playoff-Hinspiel gewannen die Köpenicker 3:1 (2:0) an der Alten Försterei. Robin Knoche (20.) brachte die Gastgeber per Handelfmeter auf die Siegerstraße. Josip Juranovic (44.) erhöhte vor dem Seitenwechsel. Nach der Pause verkürzte Mohammed Kudus (47.), ehe Danilo Doekhi (50.) direkt im Gegenzug zurückschlug.
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Quelle: Perform
Die Erfolgswelle von Union Berlin hält an und die Eisernen ziehen mit einer kämpferischen Leistung zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ins Europa-League-Achtelfinale ein. Mit einem starken Auftritt wurde Champions-League-Absteiger Ajax Amsterdam aus dem Wettbewerb befördert.
Von Beginn an waren die Gäste die spielbestimmende Mannschaft und hatten mehr Ballbesitz, doch wie im Hinspiel wusste Ajax damit wenig anzufangen. Mit der ersten richtigen Offensivbemühung bekamen die Unioner einen Elfmeter nach Videobeweis zugesprochen, weil Calvin Bassey den Ball nach einer Ecke an die Hand bekam. Den Strafstoß verwandelte Robin Knoche, wenn auch etwas glücklich, weil Geronimo Rulli noch dran war (20.).
Doch es wurde noch bitterer für Ajax, das kurz vor der Pause erst den vermeintlichen Ausgleich erzielte, als Mohammed Kudus nach einem Steven-Bergwijn-Abschluss abstauben konnte - allerdings aus einer Abseitsposition heraus (42.). Stattdessen erhöhten die Eisernen noch vor der Pause auf 2:0, weil Rulli ein schwacher Distanzschuss von Josip Juranovic durch die Finger rutschte und ins lange Eck trudelte (44.).
Der zweite Durchgang begann mit einem Paukenschlag: Ajax erzielte nach nur zwei Minuten den Anschlusstreffer. Eine Bergwijn-Flanke konnte Kudus noch mit der Hacke leicht ins rechte Eck abfälschen, Frederik Rönnow und die Unioner Innenverteidigung sahen bei diesem Treffer nicht wirklich gut aus. Doch im Stile einer Spitzenmannschaft ließen sich die Köpenicker nicht beirren und antworteten fast direkt, natürlich durch eine Standardsituation. Danilho Doekhi köpfte eine Ecke von Juranovic aus fünf Metern ein und stellte nach nur drei Minuten den ursprünglichen Abstand wieder her (50.).
Spätestens in der 61.Minute war der letzte Hoffnungsschimmer bei Amsterdam endgültig verblasst, nachdem Kudus frei vor dem Tor die Riesenchance auf das 2:3vergab. Bis auf zwei unsauber ausgespielte Konter von Sheraldo Becker (69. & 85.) und einen halbwegs gefährlichen Schuss von Francisco Conceicao (89.) gab es dann nichts mehr zu sehen im zweiten Durchgang. In der Nachspielzeit entglitten den Gästen aus den Niederlanden auch noch die Nerven, was zu drei Gelben und einer Gelb-Roten Karte für Edson Álvarez führte.
Die Stimmen zum Spiel:
Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Besser geht es kaum. Ich bin nicht nur stolz auf die Mannschaft, sondern auf uns alle. Die Mannschaft hat Leidenschaft und Willen gezeigt. Natürlich hatten wir heute dann aber auch das nötige Quäntchen Glück auf unserer Seite."
Rani Khedira (Union Berlin): "Was man hier erlebt, ist unglaublich. So etwas hat dieses Stadion noch nie erlebt. Schon beim Aufwärmen war die Stimmung überragend. Deshalb war ich mir sicher, dass wir das Spiel heute gewinnen werden. Wir haben alles gegeben und verdient gewonnen."
Robin Knoche (Union Berlin): "Es war sehr anstrengend heute. Die Jungs und das komplette Umfeld haben sich das verdient. Wir sind überglücklich, wenn auch die 90 Minuten sehr anstrengend waren. Am Ende hat es sich aber gelohnt."
Dusan Tadic (Ajax Amsterdam): "Fußball ist manchmal ein seltsamer Sport. Ich fand, wir waren die bessere Mannschaft. Wir haben Union Berlin hin und wieder in Schwierigkeiten gebracht - und dann kassiert man ein Tor durch einen Elfmeter. Ich bin stolz darauf, wie die Mannschaft aufgetreten ist. Aber natürlich bin ich auch enttäuscht. Wir hätten diese Art von Toren nicht kassieren dürfen."
Der Tweet zum Spiel
Die Statistik: 13
Union Berlin ist das 13. deutsche Team, das jemals in ein Europa-League Achtelfinale eingezogen ist. Schon mit dem SC Freiburg gab es in dieser Saison das zwölfte Bundesliga-Team zu verzeichnen. Keine andere Nation hat bisher so viele verschiedene Achtelfinalisten in der Europa League gestellt wie Deutschland.
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