VfB Stuttgart trotzt Fan-Eklat mit souveränem Auswärtssieg bei Go Ahead Eagles in Deventer

Der VfB Stuttgart hat in der Europa League 4:0 (2:0) bei den Go Ahead Eagles gewonnen und damit Kurs auf die K.o.-Runde genommen. Ohne große Teile der aktiven Fanszene, der nach einem eskalierten Polizeieinsatz der Zutritt zum Stadion versagt wurde, kam der VfB durch die Tore von Jamie Leweling (20., 35.), Bilal El Khannous (59.) und Badredine Bouanani (90.+3) zu einem souveränen Auswärtssieg.

Fußball: Jamie Leweling (r.) jubelt über seine Tore für den VfB Stuttgart in der Europa League bei den Go Ahead Eagles in Deventer

Fotocredit: Getty Images

Die Fans fehlten, die Leistung stimmte: Der VfB Stuttgart hat in der Fußball-Europa-League einen wichtigen Sieg eingefahren und sich im Kampf um die Play-offs eine gute Ausgangsposition verschafft. Die Schwaben siegten am späten Donnerstagabend bei den Go Ahead Eagles Deventer souverän mit 4:0 (2:0) und schoben sich in der Tabelle ins vordere Mittelfeld.
Neun Punkten aus fünf Spielen in der Ligaphase würden dem Klub derzeit zwei K.o.-Spiele um den Einzug ins Achtelfinale bescheren.
Dank der Treffer von Jamie Leweling (20., 35.), Bilal El Khannouss (59.) und Badredine Bouanani (90.+4) kann der VfB gar wieder auf den direkten Einzug in die Runde der besten 16 hoffen, die Top acht sind in der Tabelle bei noch drei ausstehenden Partien nur noch einen Zähler entfernt.
"Heute so eine Leistung abzurufen ist sehr gut", sagte Doppeltorschütze Leweling bei "RTL", "darauf lässt sich aufbauen." Teamkollege Deniz Undav ergänzte: "Wir haben hier nichts anbrennen lassen und das Spiel schnell gefinisht."

VfB will "lückenlose Aufarbeitung" nach Fan-Eklat

Der VfB musste in Deventer nicht nur auf den angeschlagenen Tiago Tomas sowie Dan-Axel Zagadou, der sich im Abschlusstraining eine Muskelverletzung zugezogen hatte, verzichten, sondern auch auf einen Großteil der eigenen organisierten Fanszene, der vor der Partie wieder abgereist war.
Hintergrund war, dass die niederländischen Behörden gegen die Anhänger in drei VfB-Fanbussen wegen angeblichem aggressivem Verhalten ein Betretungsverbot für Deventer ausgesprochen hatten, wie der Verein vor Anpfiff mitteilte.
"Wir sind mit den Behörden und der UEFA im engen Austausch und drängen auf eine lückenlose Aufarbeitung der Vorkommnisse", sagte der Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle.
Auch ohne die erhoffte Unterstützung bestimmten die Schwaben im Stadion "De Adelaarshorst" von Beginn an das Spiel.

Leweling zweimal eiskalt

Leweling nutzte einen fatalen Ballverlust der Go Ahead Eagles vor dem eigenen Tor zur Führung. Deventer fand nicht ins Spiel, der VfB hingegen agierte gedankenschnell: Einen Konter vollendete Leweling mit einem trockenen Schuss ins kurze Eck. Die Gäste hatten wenig Mühe und hätten zur Pause noch höher führen können.
Mit Wiederanpfiff präsentierte sich der niederländische Pokalsieger etwas mutiger, richtig gefährlich wurde es vor dem Tor von VfB-Schlussmann Alexander Nübel aber nicht.
Stuttgart verwaltete die Führung - dann erhöhte El Khannouss, indem er eine Ablage des stark spielenden Deniz Undav veredelte. Bouanani setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt.
(SID)
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Quelle: SID


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