Arsenal zieht ins Pokal-Finale ein

Mit einem Kraftakt im Wembley-Stadion hat Arsenal den Einzug ins Pokal-Finale perfekt gemacht. Reading hielt lange dagegen und hatte Pech in der Verlängerung. Die "Gunners" siegten mit 2:1 und warfen den "Underdog" aus dem Wettbewerb. Doppeltorschütze Alexis Sanchez (39./105.+1) machte in der Verlängerung alles klar. Für Reading traf Garath McCleary (54.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

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Die Lehren:
Der FC Arsenal hat einen ganz schweren Brocken aus dem Weg geräumt und mit dem Zweitligisten aus Reading weitaus mehr Mühe gehabt als gedacht.
Die Elf von Arsène Wenger agierte zunächst sehr ruhig und kontrolliert, wollte um jeden Preis vermeiden in einen Konter zu laufen und konzentrierte sich darauf, die eine entscheidende Lücke in der Deckung des FC Reading zu suchen.
Reading stemmte sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Kräften der spielerischen Übermacht des FC Arsenal entgegen und verlangte ihnen alles ab. Letztlich musste ein Torwartpatzer von Adam Federici herhalten, um den Underdog in die Knie zu zwingen.
Trotz der großen Probleme lebt für die "Gunners" damit der Traum von der Titelverteidigung im FA Cup, während Reading sich nun auf den Abstiegskampf in der Championship beschränken muss.
Die Höhepunkte:
9. Eine deutsche Co-Produktion hätte fast zur Führung geführt. Özil zieht eine Ecke auf den kurzen Pfosten. Mertesacker ist zuerst am Ball und setzt die Kugel per Kopfball-Aufsetzer ins kurze Eck. Federici taucht blitzschnell ab und pariert.
18. Welbeck holt einen Freistoß raus. Aus 25 Metern führt Özil diesen in halbrechter Position aus. Um einen halben Meter streicht der Versucht am Pfosten vorbei. Federici wäre aber wohl da gewesen.
27. Sanchez lauert zwischen den beiden Innenverteidigern und wird glänzend bedient. Der Chilene legt den Ball an Federici vorbei und wird dann leicht getroffen. Die Proteste halten sich aber in Grenzen.
39. TOOOR für Arsenal! Özil hat den lange vermissten Geistesblitz und lupft die Kugel hinter die Viererkette in den Lauf von Sanchez. Der Chilene nimmt den Ball perfekt an, lässt Chalobah ins Leere grätschen und schiebt das Spielgerät durch die Beine von Federici zum 1:0 für die Gunners.
54. TOOOR für Reading! Pogrebnyak tankt sich auf dem linken Flügel durch. Auch die Hereingabe ist gut. McCleary wirft sich in die Flanke und zieht volley aus acht Metern ab. Szczesny bekommt die Fäuste nicht richtig an den Ball und klärt erst hinter Linie. Atkinson schaut auf seine Uhr und entscheidet auf Tor. Dank der Torlinientechnik findet der Treffer zu Recht Anerkennung.
69. Direkt im Gegenzug hat Arsenal die große Chance zur Führung. Özil tritt eine Ecke von links ins Zentrum. Gabriel löst sich von Pogrebnyak und köpft auf das kurze Eck. Federici ist hellwach und kratzt das Spielgerät aus dem Winkel.
74. Özil tritt einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld gefühlvoll vor das Tor. Gabriel kommt sechs Meter vor dem Tor freistehend zum Kopfball, verzieht diesen aber deutlich. Das hätte das 2:1 sein müssen.
84. Ramsey vergibt den Hochkaräter. Nach starkem Zuspiel von Giroud steht der Waliser alleine vor Federici. Zunächst kann der Keeper parieren. Der Ball springt aber erneut zu Ramsey, der aus fünf Metern das leere Tor nicht trifft und das Spielgerät an den Pfosten hämmert.
87. Pogrebnyak setzt sich gegen Gabriel durch und hat plötzlich frei Bahn. Mackie ist mitgelaufen, doch der ehemalige Stuttgarter verstolpert die große Chance.
105.+1 TOOOR für Arsenal! So grausam kann Fußball sein. Einen vollkommen harmlosen Schuss aus 14 Metern lässt der bisher grandiose Federici durch die Hosenträger rutschen. Der Ball trudelt im Zeitlupentempo über die Torlinie zum 2:1.
Der Kracher: Königliche Moral
Was die "Royals" an Einsatz und Kampfbereitschaft auf den Rasen gebracht haben, war wirklich beeindruckend. Auch von Rückschlägen ließ sich Reading zu keinem Zeitpunkt entmutigen und glaubten bis zuletzt an ihre Chance, das Wunder zu schaffen.
Im Abseits: Adam Federici
Über weite Strecken sah es so aus, als sollte der australische Nationaltorwart das Spiel seines Lebens abliefern. Mit tollen Reflexen brachte er die "Gunners" schier zur Verzweiflung, bis Federici in der 105. Minute dann zum tragischen Helden wurde, als er einen eigentlich harmlosen Abschluss von Alexis Sanchez durch die Beine rutschen ließ.
Die Statistik: 14
Im 14. Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften ging der FC Arsenal zum 14. Mal als Sieger vom Rasen.
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