Arsenal: Ist der Cup-Sieg nicht genug?

In den vergangenen zwei Jahren hat der Sieg im FA Cup dem FC Arsenal jeweils die Saison und Trainer Arsene Wenger auch den Job gerettet. Ein dritter Pokalerfolg in Serie würde den "Gunners" und ihrem Langzeit-Coach zwar einen Eintrag in den Geschichtsbüchern sichern, die Kritiker aber, die Wenger mit ihren Fragen nach seiner Zukunft "langweilen", mit Sicherheit diesmal nicht verstummen lassen.

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Arsene Wenger bläst der Gegenwind hart ins Gesicht. Der Trainer des FC Arsenal muss sich einmal mehr Fragen über seine Zukunft als Coach der "Gunners" gefallen lassen. Wenger kennt die Situation aus den vergangenen Jahren, doch die Kritik am 66-Jährigen hat in diesen Tage eine neue Qualität erreicht.
Genügten in den vergangenen beiden Spielzeiten noch zwei Siege im FA Cup, um die Kritiker ruhig zu stellen, sieht es in dieser Saison so aus, als würde selbst der Hattrick im ältesten Vereinswettbewerb der Welt nicht ausreichen, die Stimmung zugunsten des vor allem bei den Fans in Ungnade gefallenen Franzosen zu wenden.
Vor dem Wiederholungsspiel im FA-Cup-Achtelfinale bei Hull City (20:00 Uhr live bei Eurosport 1, im Eurosport Player und im Ticker) geht Wenger in die Offensive und verteidigt sich gegen immer wiederkehrenden Frage, ob er weiterhin das Zeug habe, den Job als Arsenal-Trainer weiterzumachen. "Es langweilt mich, dass mir nach 19 Jahren andauernd die Frage gestellt wird: 'Glauben Sie, dass noch gut genug sind?'", erklärte Wenger.
"Ich bin selbstkritisch genug, mich zu hinterfragen und meine Fehler zu akzeptieren - das können Sie mir glauben. Es ist doch auch kein Zufall, dass die Besitzer des Vereins seit 19 Jahren zu mir halten", verteidigte sich der Franzose und stellte den Journalisten die Gegenfrage:
Nur drei Siege aus den letzten zwölf Pflichtspielen erhöhen den Druck auf Trainer und Spieler. Auch wenn Wenger trotz eines Acht-Punkte-Rückstands propagiert, die Premier League sei für Arsenal "alles andere als verloren", spricht viel dafür, dass der FA Cup für die Londoner auch in dieser Saison die einzige Chance auf eine Trophäe bleibt.
Denn: Noch nie hat ein Team, dass zehn Spieltage vor Ende keinen der ersten beiden Plätze belegt hat, die englische Meisterschaft gewonnen. Arsenal bleibt nach dem erkämpften 2:2 bei Tottenham Hotspur am vergangenen Wochenende Tabellendritter - und hat nur noch neun Spiele zur Verfügung, eine 20 Jahre andauernde Serie zu brechen. Und dass die "Gunners" in der Champions League gegen den FC Barcelona einen Zwei-Tore-Rückstand wettmachen, glaubt vermutlich selbst Wenger nicht.
Der Gewinn des FA Cups ist ohne Frage eine feine Leistung, die sich jeder englische Verein gerne auf den Briefkopf schreiben und damit eine erfolgreiche Saison krönen würde. Seit zwei Jahren war der Pokal die Lebensversicherung für Wenger, der sich mit einem dritten Cup-Sieg in Serie - dem ersten Hattrick seit 1886 - einen Platz in den Fußball-Geschichtsbüchern sichern würde.
Ein Pokalerfolg könnte Wenger also erneut im Amt halten. Fraglich ist jedoch, ob er auch die Kritiker verstummen ließe und vor allem die "langweiligen" Fragen über Wengers Zukunft.
Der Coach bleibt derweil im Verteidigungsmodus:
Bleibt Arsenal in dieser Saison ohne Titel, könnte dieser Tag in gar nicht so weiter Ferne liegen.
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