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Fall Sepp Blatter - Michel Platini: Französische Verbandszentrale durchsucht
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Publiziert 09/03/2016 um 09:12 GMT+1 Uhr
Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Ex-FIFA-Präsident Joseph S. Blatter sind am Dienstag die Büros des französischen Fußball-Verbandes FFF durchsucht worden. Dies teilte die Schweizer Bundesanwaltschaft einen Tag vor dem 80. Geburtstag Blatters am Donnerstag mit. Die Ermittlungen beziehen sich auf eine Zahlung der FIFA in Höhe von 1,8 Millionen Euro an den UEFA-Präsident Michel Platini.
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"Ich bin sehr überrascht von der Durchsuchung", sagte Blatter der Nachrichtenagentur AFP: "Schließlich ging die fragliche Zahlung nicht an den FFF oder die UEFA, sondern auf das private Konto von Michel Platini bei einer Schweizer Bank." Die ermittelnden Behörden kannten aber kein Pardon.
"Die nationale Finanzstaatsanwaltschaft Frankreichs hat gestern im Rahmen des Vollzugs des Rechtshilfeersuchens vom 14. Januar 2016 und in enger Zusammenarbeit mit der Bundesanwaltschaft eine Durchsuchung der Büros des nationalen Fußballverbundes Frankreichs in Paris durchgeführt", hieß es in einer Erklärung: "Es wurden Dokumente im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Zahlung der zwei Millionen Franken beschlagnahmt, welche unter anderem Gegenstand des Verfahrens ist."
Protest gegen Sperren
Gegen Blatter, der Ende 2015 von der Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes FIFA gemeinsam mit Platini im Zusammenhang mit der Zahlung gesperrt worden war, läuft seit September 2015 ein Verfahren wegen des "Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung". Die Schweizer Anwaltschaft teilte zudem mit: "Für Joseph Blatter, gilt wie für alle Beschuldigten, die Unschuldsvermutung."
Blatter und Platini sind zurzeit für sechs Jahre gesperrt, beide haben jedoch den Internationalen Sportgerichtshof CAS angerufen, sie wollen eine Aufhebung der Sanktion erwirken.
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