Klub-WM: BVB feiert Sieg im Torspektakel gegen Mamelodi Sundowns - Jobe Bellingham trifft bei seinem Startelfdebüt

Borussia Dortmund hat bei der Klub-WM trotz eines frühen Rückschlags den ersten Sieg gefeiert. Der Bundesligist setzte sich gegen den südafrikanischen Vertreter Mamelodi Sundowns mit 4:3 (3:1) durch. Dabei lag das Team von Niko Kovac nach elf Minuten bereits durch Lucas Ribeiro zurück. Felix Nmecha (16.), Serhou Guirassy (34.) und Jobe Bellingham (45.) drehten das Spiel noch vor der Pause.

Borussia Dortmund feiert bei der Klub-WM den ersten Sieg

Fotocredit: Getty Images

Mit nacktem Oberkörper verfolgte Jobe Bellingham in der Hitze von Cincinnati die letzten Spielminuten von der Bank aus, nach dem erlösenden Schlusspfiff zog der Dortmunder Neuzugang ein frisches BVB-Trikot über und klatschte seine neuen Kollegen ab.
Auch dank seines Tores beim Startelfdebüt feierte die Borussia bei der Klub-WM ihren ersten Sieg - trotz eines frühen Rückschlags und großer Schwächen.
"Wir haben sicherlich nicht unser bestes Spiel gemacht, aber das war auch nicht möglich", sagte Trainer Niko Kovac nach dem 4:3 (3:1) gegen den südafrikanischen Meister Mamelodi Sundowns, mit dem der BVB Kurs auf das Achtelfinale nahm, bei "DAZN".
Vor allem die hohen Temperaturen hatten dem Bundesligisten zugesetzt: "Ich habe nichts gemacht, stand nur an der Seitenlinie und habe geschwitzt, als wenn ich aus der Sauna komme." Man habe "zu viele leichte Fehler" gemacht, "aber unter dem Strich gewonnen. Weiter geht's."

Dortmund übersteht Hitzeschlacht

So viele Schwächen wie gegen den Außenseiter kann sich Dortmund gegen bessere Gegner im weiteren Turnierverlauf nicht erlauben, denn auch die insgesamt unterlegenen Südafrikaner brachten den Favoriten ein ums andere Mal in Bedrängnis - und gingen sogar in Führung. Lucas Ribeiro (11.) schockte den BVB nach einem Solo über den halben Platz.
Felix Nmecha (16.) glich vor lediglich 14.006 Zuschauern im TQL Stadium nach einem Patzer des Sundowns-Torhüters Ronwen Williams aus. Dann sorgten Serhou Guirassy (34.) und Bellingham (45.) für den beruhigenden Halbzeitstand.
Khuliso Mudau (59.) unterlief ein Eigentor, Iqraam Rayners (62.) traf dafür ins richtige Tor. Lebo Mothiba (90.) machte die Schlussphase noch einmal spannend.

BVB kommt erneut schlecht ins Spiel

Um mit der Hitze besser zurechtzukommen, hatte Trainer Niko Kovac sich Ballbesitz von seiner Mannschaft gewünscht. Wer dem Ball nachlaufe, verbrauche zu viel Energie - doch anfangs ging der Plan des Trainers nicht auf. Die mutig auftretenden Südafrikaner, die zum Auftakt Ulsan HD aus Südkorea mit 1:0 bezwungen hatten, störten früh und kombinierten sehenswert.
Das hinterließ Eindruck beim BVB, dessen Defensive beim Gegentreffer ganz schlecht aussah. Ribeiro durfte mit dem Ball am Fuß über den halben Platz laufen und mühelos verwandeln.
Dass kurz darauf Torhüter Williams den Ball unbedrängt in Nmechas Füße spielte, brachte dem BVB zwar den Ausgleich, aber nicht mehr Sicherheit. Es ging weiter bei mäßigem Tempo hin und her, Tashreeq Matthews (20.) hätte den Außenseiter erneut in Führung bringen können, scheiterte aber an Torhüter Gregor Kobel.

Sundowns-Torhüter schenkt BVB die Führung

In der ersten Trinkpause reichten die Dortmunder Betreuer ihren Spielern nasse Handtücher, die sie sich um die Schultern und auf den Kopf legten. Die Ersatzspieler waren nicht wie üblich auf der Bank, sondern in der Kabine.
Auf den Tribünen nutzten Zuschauer die vielen freien Plätze, um im Schatten und nicht in der Sonne zu sitzen. Kovac hingegen stand das gesamte Spiel über tapfer in seiner Coachingzone.
Die erste gute Kombination über Guirassy und Julian Brandt brachte dem BVB die Führung, kurz darauf legte Bellingham nach. Auch hier sah Williams schlecht aus.
Mit der Führung im Rücken wollte der BVB das Spiel über die Zeit bringen, doch Mamelodi ließ sich nicht einfach abschütteln und blieb hartnäckig.

Dortmund nun gegen Ulsan HD aus Südkorea

So ließen die Dortmunder mehr Kräfte als erhofft, insbesondere in der Defensive und im Mittelfeld unterliefen ihnen immer wieder Abstimmungsfehler.
Diese konnten die Südafrikaner aber nicht nutzen. Auch Ulsan HD, Dortmunds Gegner zum Abschluss der Gruppenphase am Mittwoch (21:00 Uhr im Liveticker), zählt zu den Außenseitern bei der auf 32 Teilnehmer aufgeblähten Klub-WM.
(SID)
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Quelle: Perform


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