FIFA The Best: Messi bei Weltfußballerwahl ausgezeichnet - Haaland geht leer aus, Guardiola verdreht die Augen
Pep Guardiola verdrehte die Augen, im Publikum herrschte verblüffte Stille, und Sieger Lionel Messi war gar nicht vor Ort - auch diese nächste große Ehrung wirkte für viele wie eine Farce: Messi ist erneut Weltfußballer, zum achten Mal bereits. Und Erling Haaland geht nach seiner großen Saison mit Manchester City schon wieder leer aus.
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Quelle: Eurosport
Die Gala des Weltverbandes FIFA am Montagabend erinnerte damit stark an die Vergabe des Ballon d'Or, der anderen großen Auszeichnung im Weltfußball, im vergangenen Oktober.
Auch damals hatte Weltmeister Messi den Preis abgeräumt, zehn Monate, nachdem er Argentinien in Katar endlich zum großen Titel geführt hatte - und schon damals hätten sich viele Beobachter Haaland ganz oben gewünscht. Eine "Farce" sei das Ergebnis des vergangenen Jahres gewesen, hatte sich etwa Lothar Matthäus echauffiert.
Am Montagabend nun waren weder Messi, mittlerweile bei Inter Miami aktiv, noch Haaland vor Ort, und vielleicht war das besser so. Ein Blick auf Guardiola, Haalands Coach bei Manchester City genügte, um eine Ahnung zu bekommen von der Stimmung im Haaland-Lager.
Der Spanier, kurz zuvor als Welttrainer ausgezeichnet, wirkte sehr überrascht.
Haaland und Messi gleichauf
Gleich in seiner Debütsaison für City war Haaland mit 36 Toren in 35 Spielen Torschützenkönig in der stärksten Liga der Welt geworden, führte den Klub zur Meisterschaft in der Premier League, zum Sieg im FA Cup und zum großen Triumph in der Champions League.
Es reichte am Ende dennoch nicht. Besonders verblüffend ist das, weil Messis großer Sieg mit Argentinien bei der WM in Katar offiziell eigentlich keine Rolle mehr spielen durfte: Entscheidend war der Zeitraum vom 19. Dezember 2022 bis 20. August 2023 - das WM-Finale hatte am 18. Dezember 2022 stattgefunden.
Stimmberechtigt waren alle Trainer und Kapitäne der Nationalmannschaften sowie Fachjournalisten und Fans. Die Wahl fiel nun denkbar knapp aus: Messi und Haaland lagen im komplizierten Punktesystem gleichauf, den Ausschlag gaben nur die Stimmen der Teamkapitäne.
Auch Frankreichs Star Kylian Mbappé stand nun in der Endausscheidung und ging leer aus. Deutlich weniger überraschend fiel bei den Frauen die Wahl auf die spanische Weltmeisterin Aitana Bonmati vom FC Barcelona.
Sie trat die Nachfolge ihrer Landsfrau und Mitspielerin Alexia Putellas an und setzte sich gegen ihre Nationalmannschaftskollegin Jennifer Hermoso (CF Pachuca) und Kolumbiens Jungstar Linda Caicedo (Real Madrid) durch.
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Weltfußballerin Bonmati schwärmt: "Unglaubliches Jahr"
Quelle: Eurosport
Manchester City dominant
Bei den Männern räumte zumindest außerhalb der Kategorie "Bester Fußballer" Manchester City ab. Kein Weg führte an Guardiola vorbei, er wurde wenig überraschend zum zweiten Mal als Welttrainer ausgezeichnet - wie erstmals im Jahr 2011, als er mit dem FC Barcelona Europas Fußball dominiert hatte. Und auch der Welttorhüter ist in diesem Jahr ein Klubkollege Haalands, der Brasilianer Ederson gewann.
Bei den Frauen stand erneut Sarina Wiegman auf der Bühne, "schon wieder ich", sagte die Niederländerin, die nun bereits zum vierten Mal Welttrainerin ist. Sie hatte Englands Frauen 2023 ins Endspiel der Weltmeisterschaft gegen Spanien (0:1) geführt, auch 2022 hatte sie den Preis als Trainerin der Europameisterinnen aus England abgeräumt. Zuvor gewann sie bereits 2017 und 2020 als Trainerin der Niederlande. Über ihre zweite Auszeichnung in Folge durfte sich zudem auch die englische Nationaltorhüterin Mary Earps freuen.
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(SID)
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FIFA The Best: Guardiola zum Trainer des Jahres ausgezeichnet
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