Ausbootung von Leroy Sané schockt England: "Dann lasst lieber Draxler zuhause"

Mit der Nicht-Nominierung von Leroy Sané für die WM in Russland sorgte Bundestrainer Joachim Löw für einen Sturm der Entrüstung und fragende Gesichter. Warum es gerade den bei Manchester City so stark aufspielenden Sané getroffen hat, bleibt auf den ersten Blick unklar. Chefredakteur Alex Chick von Eurosport.co.uk erklärt uns, wie die Briten die Ausbootung von Leroy Sané sehen:

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Fotocredit: Eurosport

"Ich war total überrascht, dass Leroy Sané aussortiert wurde. Wir wären begeistert, wenn wir in England einen Flügelspieler mit seinen Qualitäten hätten. Es fällt mir schwer zu verstehen, wie man ihn nicht mitnehmen kann.
Es mag sein, dass ich bisher nicht viel von Julian Brandt gesehen habe. Aber wenn er so spielen würde wie Sané, hätte ich ja vermutlich mehr von ihm gesehen. Und wenn Brandt so gut sein soll, dann lasst doch lieber Julian Draxler raus. Sané gehört ganz klar in den WM-Kader!
In ganz England herrscht Verwunderung. Sané mag im Test gegen Österreich nicht besonders gut gespielt haben, aber nichtsdestotrotz ist er ein Spieler, der Partien im Alleingang entscheiden kann.
Bei Manchester City gewährt ihm Pep Guardiola viele Freiheiten auf dem Platz, dadurch blüht er so richtig auf. Zudem kennen die Mitspieler seine Laufwege ganz genau. Eine seiner großen Stärken ist sein exzellenter Antritt, mit dem er Gegenspieler reihenweise überläuft.
Diese Fähigkeit ist für Manchester besonders wertvoll, da gegnerische Mannschaften häufig in Manndeckung gegen sie verteidigen. Da Deutschland oftmals ähnlich dominant auftritt, hätte Sané mit seinen Qualitäten sicherlich weiterhelfen können.
Mich verwundert, dass Sanés Charakter und seine Einstellung in Deutschland derart hinterfragt werden. Klar, auch in England wurde sein riesiges Tattoo, das übergroße Selbstporträt auf dem Rücken, registriert und kam nicht überall gut an, ansonsten wird seine Mentalität aber nicht infrage gestellt. Dieses Privileg ist für Raheem Sterling reserviert.
Das Schlimme für uns Engländer ist, dass es sich Löw leisten kann. Er lässt einen seiner besten Spieler zu Hause - und am Ende gewinnt er trotzdem."
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