Deutschlands WM-Debütant Marvin Plattenhardt: Erst nervös, dann unauffällig

Den Klängen der deutschen Nationalhymne lauschte Marvin Plattenhardt angespannt zwischen Toni Kroos und Timo Werner, auch danach legte der Berliner WM-Debütant seine sichtbare Nervosität nur langsam ab. In den ersten Aktionen noch recht unsicher, wurde Plattenhardt im Laufe des Spiels immer unauffälliger. Ein durchwachsenes WM-Debüt für den Linksverteidiger.

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Lange vorbereiten konnte sich Plattenhardt auf seinen Einsatz im Moskauer Luschniki-Stadion nicht. Erst am Spieltag meldete sich der erkrankte Linksverteidiger Jonas Hector ab. Bundestrainer Joachim Löw blieb seiner Linie treu, hielt an seiner geplanten Viererkette fest und brachte Plattenhardt, für den schon mit der Teilnahme am WM-Trainingslager in Eppan/Südtirol "ein Kindheitstraum" in Erfüllung gegangen war.
Gegen Mexiko bestritt er sein siebtes und mit Abstand wichtigstes Länderspiel. Seine Nervosität legte er in der ersten Halbzeit ein wenig ab, ins Spiel des Weltmeisters war er aber kaum eingebunden. In die Offensive schaltete sich der 26-Jährige nur selten ein, dafür hielt er seine linke Seite besser dicht als Joshua Kimmich die rechte.

Zweite Hälfte: Ein Schuss und hinten sicher

Vor dem Spiel gab es im Kabinengang noch eine Umarmung von Torwarttrainer Andreas Köpke und aufmunternde Worte der Kollegen. Dann ging es raus auf den Rasen und nicht wie ursprünglich geplant auf die Ersatzbank. "Ich werde auf jeden Fall keiner sein, der einen Aufstand macht, wenn er nicht spielen sollte. Ich werde dann zurückstecken und für die Mannschaft da sein", hatte Plattenhardt schon vor der Endrunde in Russland erklärt.
Vor Anpfiff der zweiten Halbzeit tauschte sich Plattenhardt noch einmal intensiv mit Weltmeister Thomas Müller aus. Das verlieh ihm offenbar Mut. In der 48. Minute schoss er erstmals aufs Tor, doch Guillermo Ochoa parierte mühelos. Danach stellte Plattenhardt seine Angriffsbemühungen aber wieder weitgehend ein. Dafür verteidigte er bei einem Konter gegen Miguel Layun gut. Danach machte er Platz für Joker Mario Gomez (79).
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