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"Ergreift das Monster": Urus heiß auf Ronaldo - Portugal mosert
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Publiziert 29/06/2018 um 19:37 GMT+2 Uhr
Cristiano Ronaldo, Luis Suárez, Edinson Cavani - die Namen der Protagonisten klingen nach Zuckerpässen, Zaubertoren und Traumfußball. Doch im WM-Achtelfinale zwischen Portugals Minimalisten um Weltfußballer Ronaldo und Uruguays Defensiv-Spezialisten mit dem brandgefährlichen Sturmduo Suárez und Cavani droht eine zähe Taktikschlacht. Doch ein Geniestreich der Superstars kann alles entscheiden.
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Das oberste Ziel heißt Viertelfinale. "Ob schön oder nicht. Die Spielweise ist egal. Das Wichtigste ist, dass wir Uruguay schlagen", sagte Portugals Verteidiger Cédric Soares und trat damit der aufkeimenden Kritik aus der Heimat entschieden entgegen. Denn pünktlich zum Beginn der K.o.-Runde am Samstag (20.00 Uhr) mehren sich im Land des Europameisters wieder all jene Stimmen, die das "Jogo Bonito", das schöne Spiel, bei Ronaldo und Co. vermissen.
Doch an CR7 prallt die Kritik seiner Landsleute ab. In Sotschi, jenem Ort, wo die WM mit seiner irren Drei-Tore-Show gegen Spanien so spektakulär begann, will er es wieder krachen lassen. Das ist ganz im Sinne seines Trainers. Uruguay habe eine hohe Qualität. "Es ist schwer, Schwächen zu finden. Sie sind sehr homogen, aber ich denke, dass Portugal gewinnen wird. Wir werden unsere Stärken in die Waagschale werfen", sagte Fernando Santos am Freitag.
Und meinte damit vermutlich genau jene Stärken, dank derer sich sein Team vor zwei Jahren mit lediglich einem Sieg nach regulärer Spielzeit auf Europas Fußball-Thron gehievt hatte: Vorne Ronaldo, dahinter zehn Krieger, die einem klaren taktischen Plan folgend in erster Linie Defensivaufgaben verrichten.
Wie stoppt man Ronaldo?
Und so wundert es kaum, dass ganz Uruguay seit Tagen darüber brütet, wie der Weltfußballer, in der Vorrunde schon viermaliger Turniertorschütze, zu stoppen sei. "Ergreift das Monster", titelte die Tageszeitung República und zeigte dazu ein Bild von Portugals Kapitän. Die öffentliche Ronaldo-Manie ging sogar soweit, dass Sebastián Coates sich zu einem Machtwort gezwungen sah:
Tatsächlich braucht sich Uruguay keineswegs zu verstecken. Die Südamerikaner sind das einzige Team, das bei der WM bislang ohne Gegentor geblieben ist. Zudem gewann die Mannschaft von Trainer Óscar Tabárez alle drei Vorrundenspiele. Keiner spielte hinten so kompromisslos, keiner vorne so effizient. Die Rolle des Partyschrecks gefiel den Urus schon gegen Gastgeber Russland (3:0) ausgezeichnet.
Suárez jagt WM-Rekord
"Portugal ist amtierender Europameister. Es kann keine größere Motivation für uns geben", sagte Torjäger Suárez am Freitag. Der Angreifer des FC Barcelona, der in der Vorrunde zweimal traf, brennt auf das Duell gegen Ronaldo und Co. "Wenn du die WM gewinnen willst, musst du jeden Gegner schlagen", sagte Suárez. Ein Treffer fehlt ihm noch zum WM-Rekord seines Landsmannes Óscar Míguez (8). Zudem würde die Hoffnung auf den dritten WM-Titel nach 1930 und 1950 mit einem Sieg deutlich größer werden.
"Wir müssen aufpassen", warnte Portugal-Coach Santos und wies vor allem auf die Qualitäten von Suárez und Cavani hin. Es habe schließlich einen Grund, warum der eine für Barça und der andere für Paris St. Germain auf Torejagd geht. "Es wird kein einfaches Spiel für beide Teams sein", sagte Santos: "Ich habe großes Vertrauen in meine Spieler, und ich glaube, dass wir weiterkommen."
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