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Fußball-WM 2026 an USA, Kanada und Mexiko vergeben

WM 2026 an USA, Kanada und Mexiko vergeben
Von SID

13/06/2018 um 14:08Aktualisiert 13/06/2018 um 19:04

Die Fußball-WM 2026 findet in den USA, Kanada und Mexiko statt. Die gemeinsame Bewerbung aus Nordamerika setzte sich bei der Vergabe durch den FIFA-Kongress am Mittwoch mit 134:65 Stimmen (67 Prozent) gegen die Kandidatur aus Marokko durch. Das Turnier in acht Jahren wird erstmals mit 48 Mannschaften ausgetragen werden. Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) stimmte für "United 2026".

"Das ist ein sehr emotionaler Moment für uns. Vielen Dank an jeden in der FIFA-Familie. Im Namen unserer Gemeinsamen Bewerbung: Vielen Dank für die unglaubliche Ehre", sagte US-Verbandspräsident Carlos Cordeiro auf der Bühne des Expocenters in Moskau. Sein mexikanischer Amtskollege Decio de Maria sprach von einem "großen Privileg" und einer "Ehre". Die drei Länder "werden die Welt mit offenen Armen und Herzen empfangen", sagte er. Mexikos Staatspräsident Enrique Pena Nieto beschwor die "tiefe Einheit" der drei Länder.

Der Verlierer gratulierte fair. "Wir werden weiter für den Fußball und die Jugend arbeiten, um eines Tages unseren Traum zu realisieren", sagte Verbandspräsident Fouzi Lekjaa.

Nordkorea stimmt gegen USA

Nordkorea hat bei der Vergabe der WM 2026 am Mittwoch in Moskau trotz der jüngsten politischen Eisschmelze nicht für die gemeinsame Bewerbung der USA, Kanadas und Mexikos gestimmt. Beim Kongress des Fußball-Weltverbandes FIFA im Expocenter votierte der nordkoreanische Vertreter für Marokko, das insgesamt mit 65:134 Stimmen unterlag. Erst am Dienstag hatten sich in Singapur US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un die Hand gereicht.

Breite Unterstützung für Marokko kam erwartungsgemäß aus Afrika. Allerdings stimmten beispielsweise auch Belgien, Brasilien und der kommende WM-Gastgeber Katar (2022) für eine zweite Weltmeisterschaft auf dem Schwarzen Kontinent nach der Endrunde in Südafrika 2010.

Die Vertreter Spaniens, Sloweniens und Kubas enthielten sich am Mittwoch der Stimme. Allein Iran votierte für die Option "keine der beiden Bewerbungen". Deutschland stimmte wie angekündigt mit den USA, Kanada und Mexiko.

Rekord-Einnahmen prognostiziert

Die nordamerikanische Bewerbung hatte von der FIFA-Expertenkommission die bessere Bewertung erhalten (4,0 von 5 möglichen Punkten/Marokko: 2,7). Der Verbund reichte 23 mögliche Austragungsorte ein, von denen nun 16 ausgewählt werden. 60 der 80 Spiele, darunter sämtliche Partien der K.o.-Runde, werden in den USA stattfinden, jeweils zehn in Kanada und Mexiko. Mögliche Finalorte sind Dallas, Los Angeles und New York. Für das Eröffnungsspiel ist Mexiko-Stadt vorgesehen.

Die Ausrichter rechnen mit Organisationskosten in Höhe von 2,16 Milliarden US-Dollar und einem Umsatz in Höhe von 14,3 Milliarden. Die prognostizieren Einnahmen in Höhe von elf Milliarden Euro wären Stand jetzt WM-Rekord.

Video - Eurosport-Orakel: Papagei Newton tippt die WM 2018

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