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Japan - Senegal: Inui und Co. vom Mané-Team nicht klein zu kriegen

Mané "verärgert": Japan vom Senegal nicht klein zu kriegen

24/06/2018 um 18:53Aktualisiert 24/06/2018 um 22:18

Japan gleicht beim 2:2 (1:1) gegen Senegal in Gruppe H der WM 2018 zweimal aus und erkämpft sich so ein "Endspiel" gegen Polen um den Achtelfinal-Einzug. Die Treffer von Sadio Mané (11.) und Moussa Wagué (71.) egalisierten Takashi Inui (34.) und Keisuke Honda (78.). Beide Teams haben damit nach ihren Auftaktsiegen eine gute Ausgangsposition, um das Achtelfinale zu erreichen.

So lief das Spiel:

Im Duell der beiden erfolgreichen Mannschaften des ersten Spieltags aus Gruppe H fand der Senegal besser ins Spiel. Bereits in der elften Minute brachte Kapitän Sadio Mané sein Team in Führung – auch dank gütiger Mithilfe des Schlussmanns Eiji Kawashima.

Die Japaner fanden anschließend besser in die Partie und konnten mit der ersten zwingenden Aktion den verdienten Ausgleich erzielen. Takashi Inui zirkelte den Ball aus elf Metern ins lange Eck (34.).

Mit einem leistungsgerechten 1:1 ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel kamen erneut die Senegalesen besser aus der Kabine, die besseren Chancen hatten aber die Japaner: Nach genau einer Stunde verpasste zunächst Yuya Osako eine Hereingabe denkbar knapp. Nur vier Minuten später traf Inui nur den Querbalken.

Diese Chancenverwertung der Japaner wussten die Afrikaner eiskalt zu bestrafen: Moussa Wagué erzielte nach einer Hereingabe von Youssouf Sabaly das glückliche 2:1 (71.).

Doch die Japaner steckten nicht auf. Wenige Minuten nach dem Rückstand erzielte der kurz zuvor eingewechselte Keisuke Honda den erneuten Ausgleich (78.).

In der Schlussphase spielten beide Teams auf Sieg, der entscheidende Treffer gelang jedoch nicht. So trennen sich Japan und der Senegal nach sehr unterhaltsamen 90 Minuten leistungsgerecht mit 2:2.

Die Außenseiter in der Gruppe H stehen somit punkt- und torgleich an der Spitze ihrer Gruppe. Polen und Kolumbien können im direkten Vergleich Boden auf die Tabellenführer gut machen.

Die Stimmen zum Spiel:

Aliou Cissé (Trainer Senegal): "Das ist kein schlechtes Ergebnis. Es war ein schweres Spiel, wir wussten das. Es spricht für uns, dass wir zweimal einen Rückstand aufgeholt haben. Meine Mannschaft ist ruhig geblieben, auch als sie in Rückstand geraten ist. Meine Spieler haben nie ihr Selbstvertrauen verloren. Gegen Kolumbien wird es nicht einfach. Schade, dass wir den Sack beim Stand von 2:1 nicht zumachen konnten. Wir haben alles reingelegt und werden weiter alles geben und uns gut auf Kolumbien vorbereiten."

Akira Nishino (Trainer Japan): "Es war ein schweres Spiel, wir wussten das. Es spricht für uns, dass wir zweimal einen Rückstand aufgeholt haben. Meine Mannschaft ist ruhig geblieben, auch als sie in Rückstand geraten ist. Meine Spieler haben nie ihr Selbstvertrauen verloren."

Moussa Wagué (Senegal): "Das Spiel ist gut gelaufen, wir haben alles getan, um zu gewinnen. Es hat vielleicht in manchen Situationen das Glück gefehlt. Das Unentschieden ist jedoch gerecht. Wir hadern nicht mit dem Ergebnis."

Sadio Mané (Senegal): "Um ehrlich zu sein bin ich schon sauer, weil wir gewinnen hätten können. Wir haben zweimal geführt und das ärgert mich, dass wir nur unentschieden gespielt haben."

Der Tweet zum Spiel:

Eine sehr spannende Konstellation in der Gruppe H – so war dies nicht unbedingt zu erwarten.

Das fiel auf:

Die Japaner hielten kämpferisch gut mit den körperlich klar überlegenen Senegalesen mit. Dies lag auch am guten Verteidigungsverhalten bei Standardsituationen. Hier ein Beispiel einer perfekten Abseitsfalle.

Die Statistik: 4

Mit dem 2:2-Ausgleich erzielte Keisuke Honda sein viertes Tor bei einer WM-Endrunde - Rekord für einen Spieler vom asiatischen Kontinent.

Die Match-Highlights bei YouTube:

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