NADA kritisiert Dopingkontrollverfahren bei der Fußball-WM

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) hat das Dopingkontrollverfahren bei der Fußball-WM in Russland scharf kritisiert. Der Weltverband FIFA führt während der Endrunde die Kontrollen in Eigenregie durch. Der Anti-Doping-Kampf ist auch deshalb besonders schwierig, weil die Russische Anti-Doping-Agentur (RUSADA) durch die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) weiterhin suspendiert ist.

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Andrea Gotzmann, Vorstandsvorsitzende der NADA in Berlin, sagte:
Lars Mortsiefer, Vorstandsmitglied und Chefjustiziar der NADA, ärgerte sich mit Blick auf die WM vor allem über den Fall des peruanischen Kapitäns Paolo Guerrero. Der frühere Bundesliga-Spieler (Hamburger SV, Bayern München) hatte vor dem Schweizer Bundesgericht erwirkt, dass seine Dopingstrafe wegen Kokainmissbrauchs ausgesetzt wurde und er doch noch an der WM-Endrunde teilnahmen darf. Mortsiefer sagte:
Guerrero hatte mit allen Mitteln gegen seine Dopingsperre gekämpft, sprach sogar bei FIFA-Präsident Gianni Infantino vor.
Die Nationalmannschaftskapitäne von Perus Gruppengegner, Hugo Lloris (Frankreich), Mike Jedinak (Australien) und Simon Kjaer (Dänemark), hatten zudem in einem offenen Brief für die Aussetzung der Sperre plädiert. Das alles habe nach Einschätzung von Mortsiefer offenbar Wirkung auf das Bundesgericht in der Schweiz gehabt.
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