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Schweden - Schweiz: Emil Forsberg führt Schweden ins Viertelfinale

Forsberg schießt Schweden ins Viertelfinale

03/07/2018 um 19:08Aktualisiert 03/07/2018 um 19:21

Schweden bezwingt die Schweiz im Achtelfinale der WM 2018 denkbar knapp mit 1:0 (0:0) und steht erstmals seit 1994 im Viertelfinale einer Weltmeisterschaft. Ein abgefälschter Schuss von Emil Forsberg (66.) macht den Unterschied, der eher Abschluss des Spielers von RB Leipzig wurde von Manuel Akanji (Borussia Dortmund) unglücklich ins eigene Netz abgefälscht. Michael Lang flog vom Platz (90.+3).

So lief das Spiel:

Das erste Achtelfinale ohne echten Favoriten begann entsprechend ausgeglichen. Ein leichtes Übergewicht hatten zunächst aber die Skandinavier, die den Gegner früh zustellten und damit verunsicherten.

Das zeigte auch Wirkung, phasenweise kamen die Schweizer nicht aus ihrer eigenen Hälfte heraus. Großchancen eröffneten sich dadurch aber auch für die Schweden nicht.

Das änderte sich erst in den letzten fünf Minuten vor der Pause. Zuerst hatten die Schweizer durch Blerim Dzemaili die Chance zur Führung, danach war ein abgefälschter Emil-Forsberg-Freistoß auf der anderen Seite brandgefährlich. Kurz darauf hatte Albin Ekdal die Chance, freistehend aus kurzer Distanz das Tor zu machen.

Auch nach dem Seitenwechsel begann das Spiel eher gemächlich, ehe die Schweizer ein bisschen mehr fürs Spiel taten. Ab Mitte der Halbzeit erarbeitete sich Schweden jedoch wieder Vorteile, was sich zunächst aber wieder nicht in Abschlüssen messen ließ.

Die Führung fiel dann durch einen von Manuel Akanji unhaltbar abgefälschten Schuss, der hinter Torhüter Yann Sommer im Tor einschlug (66.).

Danach dauerte es noch zehn Minuten, ehe die Schweizer zum letzten Angriff bliesen. Wirklich gefährlich wurde es dabei aber nicht, auch wenn die Schweden allesamt nur noch rund um den eigenen Strafraum standen.

Erst in der Nachspielzeit sorgte eine Flanke von Rodríguez auf den Kopf von Haris Seferovic nochmal für echte Gefahr – ansonsten kam nichts. Die Rote Karte für Michael Lang kurz in der letzten Szene, bei der er Martin Olsson, der frei auf Sommer zulief, von den Beinen holte, spielte somit auch keine Rolle mehr (90.+3).

Die Stimmen:

Vladimir Petkovic (Trainer Schweiz): "Die Enttäuschung ist groß, wir wollten hier mehr erreichen. Wir haben nicht genug gebracht, um Schweden zu schlagen. In den letzten zehn Minuten haben wir mehr Druck gemacht, aber es hat nicht gereicht."

Janne Andersson (Trainer Schweden): "Emil Forsberg hat sich zuletzt unglaublich entwickelt. Ich bin so froh, dass er heute getroffen hat. Wir sind erfreut, dass wir den zahlreichen schwedischen Fans, die uns hier unterstützt haben, einen Sieg bescheren konnten."

Steven Zuber (Schweiz): "Natürlich bin ich sehr enttäuscht, über die Art und Weise wie wir verloren haben. Das Tor war unglücklich, die Schweden hatten nur ein paar Flanken und ruhende Bälle, um gefährlich zu werden. Wir haben aber zu wenig Torgefahr heraufbeschwört."

Robin Olsen (Schweden): "Wir wussten vor dem Spiel, dass es schwierig werden würde. Aber wir haben an uns geglaubt, wir wussten das wir in Form sind. Es ist wunderbar, jetzt im Viertelfinale zu stehen."

Johan Djourou (Schweiz): "Die bessere Mannschaft hat verloren. Uns hat das Tor gefehlt."

Das fiel auf: Standards ohne Effekt

Über eine mangelnde Anzahl an Eckbällen konnten sich die Schweizer nicht beschweren. Ricardo Rodríguez und Xherdan Shaqiri brachten mehrere Bälle, auch ganz ordentlich zum Teil. Aber die langen Schweden mit Andreas Granqvist oder Victor Lindelöf ließen in Kopfballduellen nichts anbrennen. Dazu erwischte auch Robin Olsen im schwedischen Tor einen guten Tag. Wenig geprüft, wehrte er aber doch alles problemlos ab, was auf seinen Kasten kam.

Der Tweet des Spiels:

Im Vergleich zu manch anderen Achtelfinals war eher wenig los.

Die Statistik: 50

Schweden hat als 11. Nation der WM-Geschichte sein 50. Spiel bei einer WM-Endrunde bestritten – nur Mexiko absolvierte mehr WM-Spiele, ohne jemals Weltmeister zu werden.

Die Match-Highlights bei YouTube:

Video - Leipziger Matchwinner: Forsbergs Sturheit wird belohnt

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